index_html

Homepage zum Seminar: Langzeitarchivierung von Videodateien

Seminar Langzeitarchivierung von Videodateien

Prof. Dr. Uwe M. Borghoff

Frühjahrstrimester 2015

In unserem heutigen Alltag spielen digitale Videos bereits eine wichtige Rolle. Neben der einfachen Unterhaltung dienen sie vor allem der Kommunikation und sie stellen ein geeignetes Dokumentationsmittel dar. Damit Videos auch in (ferner) Zukunft verfügbar sind und weiterhin abgespielt werden können, ist es sinnvoll, sie in unter Verwendung eines geeigneten Dateiformats zu archivieren.

Heutige Videodateiformate zeichnen sich dadurch aus, dass sie hohe Kompressionsraten erlauben und dennoch eine hohe Qualität gewährleisten. Um jedoch effizient (teilweise auch mit Hardwareunterstützung) kodiert werden zu können, sind die verwendeten Formate auf heutige Hardware zugeschnitten. Zudem erlauben diese Formate diverse Varianten, um, abhängig vom jeweiligen Anwendungszweck und unter Berücksichtigung gewisser Kriterien (wie u.a. Qualität, Kompressionsrate, Verarbeitbarkeit oder Streamfähigkeit), eine bestmögliche Kodierung zu erlauben.

Für die Archivierung von Dateien sind Formate, welche auf eine Architektur zugeschnitten sind und viele Varianten der Kodierung erlauben, grundsätzlich wenig geeignet, da für künftige Systeme Anwendungen (Decoder) entwickelt werden müssen, welche die Dateien verarbeiten können. Unterscheidet sich die Architektur dabei deutlich von der ursprünglich für das Format vorgesehenen, können sich ehemals hardwarebedingte Effizienzvorteile am Ende negativ auf den Entwicklungsaufwand für einen Decoder auswirken. Mit jeder zu unterstützenden Variante steigt der Umsetzungsaufwand eines solchen Decoders zusätzlich.

In diesem Seminar sollen gegenwärtig verwendete Videodateiformate, deren Varianten und die damit verbundenen Kompressions- und Kodierungsverfahren näher beleuchtet werden, um schließlich deren Verwendbarkeit im Rahmen der Langzeitarchivierung bewerten zu können.

Anmeldung

Sind Sie an der Teilnahme an diesem Seminar interessiert, melden Sie sich zunächst unverbindlich bis zum 20. März bei Christian Schenk (c.schenk@unibw.de) an. Es wird daraufhin zeitnah eine Initialbesprechung für alle Interessierten anberaumt, in der nähere Einzelheiten genannt und mögliche Themen vorgestellt werden. Auch haben Sie hier noch einmal die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Im Anschluss erfolgt die verbindliche Anmeldung in Verbindung mit der Themenauswahl.

Das Seminar kann für das Bachelorstudium Informatik und Wirtschaftsinformatik angerechnet werden.

Anforderungen

Englischkenntnisse zum Verständnis des auszwertenden Materials.

Zu erbringende Leistung

Es ist eine Seminararbeit bis ca. 15 Seiten (inkl. Inhaltsangaben, Grafiken, Literaturverzeichnis) zu erstellen. Das bearbeitete Thema ist in einem Vortrag mit anschließender Diskussions- und Fragerunde vorzustellen (ca. 30-45 Min). Näheres dazu erfolgt in der Initialbesprechung.

Termine

Das Seminar umfasst 2 TWS. Die Termine werden nach Rücksprache mit den Seminarteilnehmern festgelegt. Die endgültige Themenvergabe findet nach der Initialbesprechung statt.

Materialien

Materialien wie zur Verfügung gestellte Quellen sowie die Vorlage für die Ausarbeitung ist in [Ilias] zu finden.

Fragen zum Seminarbetrieb richten Sie bitte an Christian Schenk (c.schenk@unibw.de).

Ausarbeitungen

Bearbeiter Thema
Matthias Blahetek Grundlagen der digitalen Langzeitarchivierung von Videos
Dario Schwarzbach Anwendungsbereiche für Videos und resultierende Anforderungen für die Langzeitarchivierung
Scott Braun Der MPEG4 Standard
Maximilian David H.264 Videokodierung
Teo Kühn Überblick über JPEG 2000

inf2

Institut für Softwaretechnologie
Fakultät für Informatik
Universität der Bundeswehr München
85577 Neubiberg

Tel: +49 (89) 6004-2505
Fax: +49 (89) 6004-4447
E-Mail: inf2@unibw.de

So finden Sie uns



___

Hier finden Sie Informationen zum Studium an der Fakultät für Informatik

Der Studiendekan der Fakultät: Prof. Dr. Peter Hertling