Daten zur Vorlesung


Dozent:

Prof. Dr.-Ing. Andreas Karcher

 

Übungsleiter:

Dr. rer. nat. Peter Hillmann


Modultyp
Pflichtmodul
Wirtschaftsinformatik B.Sc.
ECTS-Punkte
5
TWS
3  + 2 Stunden
  für Studierende des Studienganges Wirtschaftsinformatik
  Prüfungen gemäß Absprache zu Beginn des Trimesters
Modulnummer
1038 (Modulhandbuch Bachelor Wirtschaftsinformatik 2017) 

 

Zeitrahmen:

Vorlesung:

Mittwochs, 08:00 Uhr bis 10:15 Uhr, Gebäude 41/500 Raum 0501

Übung:

Montags, 13:15 Uhr bis 14:45 Uhr, Gebäude 41/500 Raum 0501

 

Inhalte:

Komplexe und zunehmend verteilte IT-Lösungen im Umfeld von Wirtschaft, Organisation und Gesellschaft sind ohne fundierte, modellbasierte Entwicklungs- und Spezifikationsverfahren nicht mehr entwickel- und beherrschbar. Integrierte Modelle zur Beschreibung von Daten, Prozessen, Wertschöpfungsketten und Systemfunktionen auf verschiedenen Abstraktionsebenen und auf der Basis ganz unterschiedlicher Beschreibungs- und Gestaltungselemente stehen deshalb ganz zentral im Mittelpunkt der Wirtschaftsinformatik.


Das Modul Wirtschaftsinformatik 2 bietet den fundierten Einstieg in die Modellbildung und abstrakte Beschreibung von betrieblichen Anwendungen beginnend von der Einzelebene über integrierte Prozessmodelle bis hin zur ganzheitlichen Modellierung ganzer Unternehmensbereiche und unternehmensübergreifender Zusammenhänge. Im Einführungsteil werden zunächst aus betriebswirtschaftlicher Perspektive grundlegende Organisationsprinzipien von Unternehmen dargestellt. Ein Fokus liegt dabei auf der Prozessorganisation als Basis modernen Geschäftsprozessmanagements, dessen wesentliche Ziele, Aufgaben und Instrumente beschrieben werden. Darauf aufbauend erhalten die Studierenden einen Überblick über gängige Kern- und Supportprozesse der Unternehmenspraxis.

Nach der einleitenden betriebswirtschaftlich orientierten Darstellung von Ziel, Gegenstand und Ebenen der Modellierung erfolgt schrittweise die Einf¸hrung in unterschiedliche Kategorien, Methoden und Verfahren der Modellierung (Semantische Datenmodelle, Zustandsorientierte Modelle, Prozessorientierte Modelle, Integrierte Modelle usw.). Als typische Anwendung von Modellen ist die modellbasierte Simulation ebenso Bestandteil dieses einführenden Moduls wie die Frage der modellbasierten Spezifikation, Entwicklung, Wartung und Anpassung von IT-basierten Lösungen (Stichwort "Model Driven Development").

Neben den in der Vorlesung vermittelten theoretischen Anteilen wird in der begleitenden Übung der praktische Umgang mit Modellierungsverfahren und -werkzeugen anhand einfacher Beispiele eingeübt.

 

Qualifizierungsziele:

Das Modul Wirtschaftsinformatik 2 vermittelt den Teilnehmern die für die Wirtschaftsinformatik elementaren Basiskompetenzen in der Anwendung von modellbasierten Entwurfs- und Beschreibungsverfahren. Die Studierenden werden mit dem Grundkonzept der Abstraktion vertraut gemacht, welches unabdingbare Voraussetzung zur Beherrschung komplexer Systeme und betrieblicher Anwendungen ist. Neben kritischen Verständnis der wichtigsten Theorien erlernen die Studierenden anhand praxisnaher Beispiele und Fallstudien den Umgang mit den Methoden und parallel dazu auch mit heute typischerweise zum Einsatz kommenden Modellierungswerkzeugen. Durch diese Kombination werden die Teilnehmer durch dieses Modul in die Lage versetzt, für typische Anwendungen der Wirtschaftsinformatik die adäquaten Modellierungsmethoden auszuwählen und anzuwenden.

 

Literaturempfehlungen:

  • A. Fink, G. Schneidereit, S. Voß: Grundlagen der Wirtschaftsinformatik. Physica, 2001
  • A.-W. Scheer: ARIS - Vom Geschäftsprozeß zum Anwendungssystem, 4. Auflage. Springer, Berlin, erscheint 2002
  • A.-W. Scheer: ARIS - Modellierungsmethoden, Metamodelle, Anwendungen, 4. Auflage. Springer, Berlin, 2001
  • H. Balzert: Lehrbuch der Software-Technik, Band 1 - Software-Entwicklung, 2. Auflage. Springer, Berlin, 2000
  • Weitere Literaturangaben themenspezifisch (vgl. Folien). Mod