Enterprise Architecture und IT Service Management

Daten zur Vorlesung


Dozent:

Prof. Dr.-Ing. Andreas Karcher

Übungsleiter:

Dr. rer. nat. Peter Hillmann,

Erik Heiland M.Sc.


Modultyp
Wahlpflichtmodul Master Informatik / Wirtschaftsinformatik / Cyber Sicherheit
Trimester
Jedes Wintertrimester
ECTS-Punkte
6
TWS
5 Stunden
  für Studierende des Masterstudiengangs Informatik sowie Technologiemanagement und Wirtschaftsinformatik
Modulnummer
1507 (MINF Modulhandbuch 2019)

 

Zeitrahmen:

Vorlesung:

Donnerstags, 13:15 Uhr bis 15:30 Uhr, Gebäude 41/500 Raum 0501

Übung:

Dienstags, 15:45 Uhr bis 17:15 Uhr, Gebäude 41/500 Raum 0501

 

Inhalte:

Das Service-basierte Architekturkonzept (Service Oriented Architecture SOA) bildet seit geraumer Zeit einen wichtigen Grundpfeiler für die Gestaltung und Anpassungkomplexer IT-Landschaften an die sich fortlaufend verändernden Anforderungen aus dem Geschäftsprozessumfeld einer Unternehmung oder Organisation. Es gilt,Anforderungen aus den Geschäftsprozessen strukturiert, zielgerichtet und möglichst effektiv und effizient auf Basisdienste einer unterliegenden IT Service-Schicht abzubilden und diese zum Beispiel in Form von Cloud-basierten Diensten
orts- und technologieübergreifend der Anwendungsebene zur Verfügung zu stellen. Rahmenwerke zur Beschreibung der für einen Unternehmenstyp bzw. einen Anwendungsbereichtypischen Architekturbestandteile und Zusammenhänge zwischen den „BuildingBlocks" (Enterprise Architecture Frameworks) bilden eine immer wichtiger werdende Grundlage hierfür.
Das Modul führt in die Thematik der architekturbasierten Gestaltung von komplexen IT-Landschaften ein.

Im ersten Teil der Veranstaltung werden zunächst die Entwicklungsgeschichte und die zentrale Grundidee von Unternehmens-Rahmenwerken vorgestellt und an einführenden Beispielen diskutiert sowie ein Überblick über entsprechende Standards gegeben. Anhand einzelner ausgewählter Standards wie beispielsweise The Open Group Architecture Framework (TOGAF) werden dann einzelne Aspekte der Anwendung von Enterprise Architecture an Fallbeispielen vertieft.

Im zweiten Teil des Moduls steht das Management komplexer IT-Landschaften auf Basis der Service-orientierten Architektur im Mittelpunkt.
IT Service Management als Überbegriff aller Ansätze und Methoden zur Unterstützung bei der Abbildung von Geschäftsprozessen auf IT-Basisdienste bildet einerseits ein wichtiges Fundament heutiger IT-Governance. Andererseits stellt dieses Paradigma Unternehmen und Anwender vor die Herausforderung einer fortwährenden, systematischen und möglichst optimalen Abbildung der Unternehmensprozesse auf IT-Bausteine und Standard-Anwendungssysteme - auch als Business-IT-Alignement bezeichnet. Hierbei spielen Standards und Rahmenwerke - allen voran die IT Infrastructure Library (ITIL) -eine zentrale Rolle. Neben der Verankerung der grundlegenden Konzepte und Methoden des IT Service Management wird die an Praxisbeispielen gespiegelte Anwendung von Rahmenwerken im Mittelpunkt dieses Modulschwerpunktes stehen.

Anwendungsexperten aus unterschiedlichen Bereichen werden zusätzlich tiefere Einblicke in den aktuellen Stand geben.

 

Qualifizierungsziele:

Die „Regierbarkeit komplexer IT-Landschaften (IT Governance)" wird zunehmend zentraler, strategischer Wettbewerbsfaktor für Unternehmen, Organisationen und nicht zuletzt auch Armeen wie die Bundeswehr. Enterprise Architecture & IT ServiceManagement bilden die beiden zentralen Säulen zur Beherrschung dieser komplexen Aufgabenstellung. Die Teilnehmer werden durch das Modul zunächst in die Lage versetzt, das noch relativ junge Forschungsgebiet in seinem aktuellen Stand und seiner Bedeutung für die Gestaltung komplexer IT-Landschaften einordnen zu können.In der Vertiefung werden heute dominierende Standards in Aufbau, Struktur und Domänenbezug verankert und die Grundkenntnisse zu ihrer Anwendung vermittelt. Anhand konkreter Fallbeispiele und Diskussionen mit externen Fachleuten erlangen die Teilnehmer zudem die notwendigen Kenntnisse zur Anwendung und Übertragung der Methoden und Ansätze in Domänenkontexte.