CYBER BRIDGE 2026: Übung stärkt die deutsch-brasilianische Zusammenarbeit im Cyberraum

3 Juli 2026

Obwohl Deutschland und Brasilien rund 10.000 Kilometer voneinander entfernt liegen, kennt der Cyberraum keine geografischen Grenzen. Cyberbedrohungen gegen Kritische Infrastrukturen und militärische Netzwerke stellen gemeinsame sicherheitspolitische Herausforderungen dar, die internationale Zusammenarbeit, Interoperabilität und den Austausch von Expertise erfordern. Die Stärkung der Resilienz gegenüber Cyberbedrohungen ist daher für beide Nationen ein gemeinsames strategisches Anliegen.

Anfang Juni kamen im Rahmen der Übung CYBER BRIDGE 2026 insgesamt 23 Vertreterinnen und Vertreter der Bundeswehr und der brasilianischen Streitkräfte am Forschungsinstitut Cyber Defence und Smart Data (FI CODE) der Universität der Bundeswehr München zusammen. Die erstmals durchgeführte einwöchige Übung bot eine Plattform für den fachlichen Austausch zu Fähigkeiten der Cyberverteidigung, Fragen der Interoperabilität sowie der Integration von Cyberfähigkeiten in militärische Operationen. Darüber hinaus befassten sich die Teilnehmenden mit Ansätzen zum Schutz Kritischer Infrastrukturen vor sich wandelnden Cyberbedrohungen.

Ergänzt wurde das Programm durch Besuche bei Unternehmen der Cybersicherheitsbranche im Raum München sowie beim Ausbildungszentrum Cyber- und Informationsraum in Pöcking. Dort erhielten die Teilnehmenden Einblicke in Ausbildungs- und Übungskonzepte, den Fähigkeitsaufbau sowie aktuelle technologische Lösungen. Darüber hinaus stellte das FI CODE seine Cyber Range vor und präsentierte die umfassenden Möglichkeiten für Ausbildung, Training und Übung im Bereich der Cyberverteidigung.

CYBER BRIDGE 2026 hat den Mehrwert multinationaler Zusammenarbeit bei der Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen im Cyberraum eindrucksvoll verdeutlicht. Die Übung identifizierte vielversprechende Ansätze, die deutsch-brasilianische Zusammenarbeit in der Cyberverteidigung weiter auszubauen, und schuf damit eine belastbare Grundlage für zukünftigen Austausch in den Bereichen Ausbildung, Fähigkeitsentwicklung und operative Zusammenarbeit.


Foto: FI CODE / B. Bellgrau