Neue außerplanmäßige Professorin für Secure Communication Systems

17 Februar 2026

Mit der Ernennung von PD Dr. Corinna Schmitt zur außerplanmäßigen Professorin setzt die Universität der Bundeswehr München einen wichtigen Akzent bei der Verbindung zwischen Forschung, Lehre und praxisnaher Anwendung im Bereich Cybersicherheit und vernetzter Kommunikationssysteme. Seit vielen Jahren ist Corinna Schmitt in Forschung und Lehre zu sicherer Kommunikation in heterogenen Multi-Domain-Netzwerken und vertrauenswürdiger digitaler Infrastruktur aktiv und leitet am Forschungsinstitut CODE den Forschungsbereich Secure Communication Systems (SeCoSys).

Der Forschungsbereich SeCoSys widmet sich den vielschichtigen Herausforderungen sicherer Kommunikation in komplexen vernetzten Systemen in den verschiedensten Anwendungsbereich am Boden und in der Luft. Ein Kernelement der Forschung ist die systematische Untersuchung sicherer Architekturen und Protokolle sowie die Entwicklung von Konzepten, die Netzwerke und Datenmanagement über heterogene Domänen hinweg absichern. Diese integrative Perspektive berücksichtigt transparente Identitäts-, Zugangs- und Vertrauensmodelle und entwickelt Lösungen, die sowohl Effizienz als auch regulatorische und nutzerbezogene Anforderungen erfüllen.

In ihrer Lehre verfolgt Prof. Dr. Schmitt konsequent das Ziel, Studierende eng an aktuelle Forschungsthemen und reale Herausforderungen der Cybersicherheit heranzuführen. Die Grundlagen, Methoden und praktischen Aspekte der sicheren Kommunikation und vernetzter Systeme vermittelt sie in diversen Lehrveranstaltungen für Bachelor- und Masterstudierende. Ihre Lehraktivitäten sind bewusst stark praxisbezogen, enthalten experimentelle Übungen und Fallanalysen, um die Studierenden auf forschungsnahe Aufgabenstellungen sowie konkrete Herausforderungen der IT-Sicherheit vorzubereiten. Diverse Abschlussarbeiten schaffen starke Verbindungen zwischen akademischer Theorie und praktischer Anwendung – sei es durch Kooperationsprojekte mit der Industrie, nationale Forschungskooperationen oder interdisziplinäre Aufgaben. Die Vielseitigkeit der Themen spiegelt die Bandbreite der Forschung bei SeCoSys wider und bereitet Studierende ideal auf spätere Tätigkeiten in Forschung, Industrie und Sicherheit vor.

Prof. Dr. Schmitt und ihr Team sind in zahlreiche nationale und internationale Projekte eingebunden, die weit über klassische Wissenschaftsgrenzen hinausgehen:

  • NEWSROOM – Ein Projekt zur Entwicklung integrierter Konzepte für Cyber Situational Awareness in gemeinsamer europäischer Verteidigungsforschung.
  • Capacity Building für das NCC-DE – Stärkung der Fähigkeiten des Nationalen Koordinierungszentrums für Cybersicherheit in Industrie, Forschung und Technologie.
  • Air Mobility Integration U-Space (AMIUS) – Projekte zur sicheren Integration digitaler Dienste im Urban Air Mobility-Kontext.

Diese Initiativen verknüpfen Forschung mit anwendungsorientierten Zielen, fördern Netzwerke zwischen Wissenschaft und Industrie und schaffen praxisrelevante Ergebnisse, die sowohl akademisch als auch praktisch verwertbar sind.

Des Weiteren engagiert sich Prof. Dr. Schmitt im Rahmen ihrer Tätigkeit im Nationalen Koordinierungszentrum für Cybersicherheit (NKCS) maßgeblich an der strategischen Schnittstelle zwischen nationaler und europäischer Cybersicherheitsarchitektur. Konkret erfolgt diese Unterstützung im Auftrag des Bundesministeriums der Verteidigung insbesondere durch die Analyse militärischer Forschungsbedarfe im Bereich Cybersicherheit, die Identifizierung von Synergien zur zivilen Sicherheitsforschung sowie die gezielte Vernetzung der Cybersecurity-Community. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur strategischen Verzahnung von Verteidigungs-, Forschungs- und Innovationsaktivitäten auf nationaler und europäischer Ebene.


Teaserbild: Als Dekan der Fakultät für Informatik und Leitender Direktor des Forschungsinstituts CODE, überreichte Prof. Dr. Wolfgang Hommel (l.) die Ernennungsurkunde am 11. Februar 2026 an apl. Prof. Dr. Corinna Schmitt. (Foto: UniBw M / U. Borghoff)