Postgraduale akademische Zusatzausbildung "Fachplaner Kampfmittelräumung"

Geht es um Kampfmittelräumung – ob bei großen Bauvorhaben, beim Flächenrecycling oder in der Konversion –, ist ingenieurtechnisches Know-how unabdingbar. Dies ist sowohl bei der fachgerechten Begutachtung von Kampfmittelverdachtsfällen und der Planung von Räummaßnahmen als auch in der qualifizierten Überwachung der Arbeiten erforderlich. Diese Ingenieurleistungen werden in der Regel im Rahmen einer freiberuflichen Tätigkeit erbracht. Bis dato existieren jedoch keine einheitlichen Anforderungen an die Qualifikation der Ingenieure oder eine Sachverständigenorganisation zur Zulassung und Überprüfung. Aber auch auf Auftraggeber- oder Behördenseite wie auch bei beteiligten Dritten (z.B. Baufirmen) mangelt es oftmals an notwendigen Kenntnissen, um Planungen und Kampfmittelräumleistungen mit der erforderlichen Sachkunde beurteilen zu können.


Ausreichend qualifiziertes akademisches Personal fehlt auf Seiten aller Beteiligten. Fragen des Kampfmittelverdachts werden jedoch auf noch unabsehbare Zeit von Bedeutung sein, ihre Lösung verlangt effektives, wirtschaftliches und verhältnismäßiges Handeln durch Fachleute.


Daher haben es sich die Universität der Bundeswehr München, Institut für Bodenmechanik und Grundbau, in Kooperation mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und weiteren Partnern zur Aufgabe gemacht, eine akademische Zusatzausbildung zu initiieren, um so den "Fachplaner/ -in Kampfmittelräumung" postgradual auszubilden.