Bachelorstudiengang Verwaltungsinformatik

Der Studiengang richtet sich an Anwärterinnen und Anwärter des gehobenen technischen Verwaltungsdienstes im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Finanzen. Das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) ist die anstellende Dienstbehörde.

Anmeldung

Bewerbungen werden ausschließlich über studium@itzbund.de entgegengenommen.

Weitere Informationen zu Zulassungsvoraussetzungen, Fristen und Bewerbung finden Sie hier auf der Website des ITZBund.

 

 

Qualifizierung und berufliche Perspektiven

Im Bachelorstudiengang Verwaltungsinformatik (VIT) wird informationstechnisches, betriebswirtschaftliches, managementorientiertes sowie juristisches Wissen vermittelt, das explizit auf die Besonderheiten der öffentlichen Verwaltung zugeschnitten ist. Aufgrund der interdisziplinären Ausrichtung mit einer klaren Schwerpunktsetzung auf informationstechnische Inhalte qualifizieren sich die Absolventinnen und -absolventen an der Schnittstelle von IT, Projekt- und Prozessmanagement sowie betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Aufgabenbereichen.
Der dreijährige Studiengang wurde im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen eigens für das Informationszentrum Bund federführend am Weiterbildungsinstitut casc (campus advanced studies center) entwickelt. Er legt bei erfolgreichem Studienabschluss die Zugangsvoraussetzung für eine Laufbahn im gehobenen technischen Verwaltungsdienst des Bundes zugrunde. Das Studienprogramm ist an der Fakultät für Informatik angesiedelt und wird von casc organisatorisch betreut.

Zielgruppe und typische Berufsbilder

Die Bedeutung der Informationstechnik nimmt durch die Digitalisierung in allen Arbeitsbereichen zu. Dies betrifft in hohem Maß die wachsenden Aufgaben und Herausforderungen in der öffentlichen Verwaltung. Um zukunftsfähig zu bleiben, sind moderne Verwaltungen auf qualifiziertes IT-Personal angewiesen.
Verwaltungsinformatikerinnen und -informatiker organisieren und optimieren Verwaltungsabläufe durch die Entwicklung und Umsetzung anwendungsbezogener IT-Lösungen. Sie unterstützen die Verwaltung bei der Entwicklung, dem Aufbau und Betrieb der IT-Infrastruktur. In ihrer Funktion als Systemanalytikerinnen und -analytiker, Softwareingenieurinnen und -ingenieure oder Projektleiterinnen und -leiter organisieren sie Prozesse in der Datenverarbeitung, programmieren und implementieren Software und betreuen und optimieren bestehende Programme.

Studieninhalte

Das Studium umfasst drei Säulen:
1. Informatik
2. Verwaltungsmanagement
3. Verwaltungslehre und -recht

Der Schwerpunkt des Studiengangs liegt in der Informatik (Säule 1). Die Studierenden beschäftigen sich in den Fächern der Kerninformatik mit den Grundlagen der Informatik und der technischen Informatik, mit der Softwareentwicklung und dem Programmieren. Hinzu kommen Aspekte des Datenschutzes und der IT-Sicherheit, des IT-Rechts sowie der Einordnung einzelner Fragen in den übergreifenden Zusammenhang der Digitalen Transformation. In der zweiten Säule werden die Studierenden mit den Grundlagen des Projektmanagements, des Qualitätsmanagements sowie der effizienten Gestaltung von Prozessen bekannt gemacht. Die Vermittlung wissenschaftlicher Methoden und wirtschaftswissenschaftlicher Kompetenzen und ihrer Anwendung im internen Rechnungswesen und dem Controlling qualifiziert die Studierenden zu betriebswirtschaftlichem Handeln im Zeichen der Digitalisierung. Die dritte Säule umfasst juristische Grundlagen und ihre Anwendung. Im Fokus stehen das Verwaltungsrecht sowie das Recht des öffentlichen Dienstes, daneben werden auch das Verfassungs-, Europa- und Zivilrecht sowie das Haushaltsrecht vertieft, um den gesamten rechtlichen Rahmen abzudecken, in dem sich Verwaltungsinformatiker bewegen.

Struktur des Studiums

Das Bachelorstudium ist modular aufgebaut, die Module schließen jeweils mit einer Prüfung ab. Der Studiengang wird in deutscher Sprache durchgeführt. Das Studium findet im Trimestersystem der UniBw M statt mit einem workload von durchschnittlich 60 ECTS-Leistungspunkten pro Studienjahr. In den vorlesungsfreien Zeiten am Ende des ersten und zweiten Studienjahres sammeln die Studierenden Erfahrungen in der beruflichen Praxis und sind in der Regel in der ausbildenden Behörde tätig.