Der Globus ist nicht mehr das, was er einmal war.

Als einer der Schlüsselbegriffe der Sozialwissenschaften hat sich die Vorstellung von Globalisierung in den vergangenen Jahren radikal gewandelt. Während im späten 20. Jahrhundert der Begriff vor allem die Transnationalisierung verschiedener wirtschaftlicher Prozesse bezeichnete, wird er Anfang des 21. Jahrhunderts zunehmend mit dem Klimawandel und seinen vielfältigen Folgen – dem Anthropozän – in Verbindung gebracht. Die wichtigste Aufgabe der Professur für Soziologie der Globalisierung an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München ist es, die laufende Transformation der Globalisierung und ihre politischen Auswirkungen besser zu verstehen – einerseits durch die Auseinandersetzung mit Theorien des Anthropozäns und andererseits durch die empirische Erforschung dessen, was man Nachwirkungen der Globalisierung (The Aftermaths of Globalisation) nennen könnte.