Das Institut stellt sich vor

Das Institut für Soziologie und Volkswirtschaftslehre umfasst vier Professuren: die Professur für allgemeine Soziologie, die Professur für Soziologie der Globalisierung, die Professur für Wirtschaftspolitik und die außerplanmäßige Professur für Entwicklungsökonomie und -politik.

Die Professur für allgemeine Soziologie thematisiert in Forschung und Lehre soziologische Theorie (Handlungstheorie, Gesellschaftstheorie), Unsicherheit und Risiko in modernen Gesellschaften sowie Folgeprobleme des sozialen und demografischen Wandels.

Die Professur für Soziologie der Globalisierung beschäftigt sich mit der Politischen Soziologie der Weltgesellschaft aus einer alltagssoziologischen Perspektive. Sowohl in der Lehre als auch in den verschiedenen Forschungsarbeiten geht sie der Frage nach, wie die unter dem Schlagwort "Globalisierung" diskutierten Makrostrukturen und -dynamiken in konkreten lebensweltlichen Kontexten (re-)produziert und herausgefordert werden.
 
Für die Professur für Wirtschaftspolitik stehen volkswirtschaftliche Fragestellungen von gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Relevanz im Zentrum des Interesses. Dabei werden sowohl Fragen von nationaler Bedeutung als auch Themen von internationaler Relevanz beleuchtet.

Fragen der sozioökonomischen Entwicklung stehen im Zentrum der Professur für Entwicklungsökonomie und -politik. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Wechselwirkungen von menschlicher Sicherheit und nachhaltiger menschlicher Entwicklung. Regional liegt der Fokus auf Afrika südlich der Sahara und Südostasien.

Unser Profil in Lehre und Forschung

Die Schwerpunkte in der Forschung der Professur für allgemeine Soziologie liegen in Beiträgen zur soziologischen Theorie, in Arbeiten zu Risiko und Unsicherheit (Risikodiskurse, biographische Unsicherheit, Sicherheitspraktiken), in Studien zu Wissen und Wissensverwendung sowie in Untersuchungen zur Technik- und Alterssoziologie.

 

Im Zentrum der Forschungsarbeit der 2017 erstmals besetzten Professur für Soziologie der Globalisierung steht die alltagssoziologische Beschäftigung mit Globalisierungsphänomenen. Es geht also weniger um Zirkulationsbewegungen und Vernetzungsdynamiken als um die Frage, wie sich Globalität in konkreten lebensweltlichen Kontexten und kulturellen Praktiken artikuliert. Zu den empirischen Arbeitsschwerpunkten zählen politische Gewalt und bewaffnete Konflikte, die Transformation und Vernetzung von Lebenswelten durch Technologie sowie die Herausforderungen postkolonialer Diversität in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.

 

Die Forschung an der Professur für Wirtschaftspolitik ist zum einen traditionell volkswirtschaftlich orientiert, hier werden wirtschaftspolitische Fragestellungen unter Zuhilfenahme ökonomischer Modelle und statistischer Daten untersucht. Zum anderen werden aber auch theoriegestützte empirische Ansätze mit einem sozialwissenschaftlich-interdisziplinären methodischen Vorgehen kombiniert. 

 

Generell bewegt sich die thematische Forschung der Professur für Entwicklungsökonomie und -politik im Kontext der „Globalen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung “ der Vereinten Nationen. Ein besonderes forscherisches Augenmerkliegt  auf dem Ziel 16 „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“, da nachhaltige Entwicklung nicht ohne Frieden und Stabilität möglich ist. Die wissenschaftliche Herangehensweise ist problemorientiert und deshalb transdisziplinär.