SORTIE - Sensor-Systeme zur Lokalisierung von verschütteten Personen in eingestürzten Gebäuden

Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tornados oder Tsunamis sowie außergewöhnliche Einwirkungen (z.B. Gasexplosionen) sind weltweit die häufigsten Ursachen für den vollständigen oder teilweisen Einsturz von Bauwerken. Die Überlebenden werden dabei meist von schweren Trümmerteilen eingeklemmt oder der Weg ins Freie wird blockiert. Der Katastrophenschauplatz stellt zudem aufgrund der ungewissen Tragfähigkeit der Trümmerstruktur ein großes Gefahrenpotential für Rettungskräfte bei deren Bergungsarbeit dar. Um die Überlebenschancen der Opfer und die Sicherheit der Einsatzkräfte nach derartigen Katastrophenfällen zu erhöhen, wird derzeit im Rahmen des BMBF Forschungsverbundprojektes SORTIE (Sensor-Systeme zur Lokalisierung von verschütteten Personen in eingestürzten Gebäuden) das Teilvorhaben „Strukturanalyse des Trümmerfeldes“ (Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. habil. Norbert Gebbeken (EE), Forschungsgruppe BauProtect) am RISK Forschungszentrum untersucht. Dabei werden innovative Methoden aus den Fachgebieten der Fernerkundung, Computer Vision, Künstlichen Intelligenz und des Bauingenieurwesens im inter- und multidisziplinären Kontext eingesetzt. Das Hauptergebnis dieses Teilvorhabens soll es in Zukunft ermöglichen, einen digitalen Zwilling des Trümmerhaufens gemäß BIM-Technologie zu generieren, Einsturzgefahren quantitativ abzuschätzen und somit den Rettungsprozess sicherer und effizienter gestalten.

 

Gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektträger: Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

FKZ: 13N15193