Subjektive Sicherheit beim Radfahren: Validierung eines Erhebungsinstruments & Evaluation von (Rad)Verkehrsinfrastruktur und -situationen

  1. Wie beeinflussen Infrastrukturelemente (z. B. Fahrradschutzstreifen mit unterschiedlichen Breiten, Hochbordradwege, Bikebox) oder Konfliktsituationen (z. B. Rechtsabbiegen mit Vorrang Rad, Überholen mit geringem Seitenabstand) die subjektive Sicherheit von Radfahrenden?
  2. Vergleichsubjektiver Sicherheitsbewertungen mit objektiven Sicherheitsindikatoren (z. B. Unfallraten, Post-Encroachment Time (PET), Überholabstände).

 

Wer sich subjektiv sicherer fühlt, nutzt das Fahrrad möglicherweise häufiger; allerdings kann ein hohes Sicherheitsgefühl bei geringer objektiver Sicherheit zu fehlender Kompensation führen und riskantes Verhalten begünstigen. Subjektive Sicherheit spielt somit eine wichtige Rolle für die Bewertung von Radverkehrsinfrastruktur. Diese Arbeit evaluiert Verkehrsinfrastruktur und -situationen hinsichtlich ihrer Wirkung auf das Sicherheitserleben und validiert den Einsatz einer bestehenden Skala zur subjektiven Sicherheit im Kontext städtischer Knotenpunkte und Alltagsfahrten.

Vorschlag zu Design und Methodik:

  • Online-Videostudie mit Szenen von Knotenpunkten/Infrastrukturtypen (Within-Subjects-Bewertungen).
  • Feldstudien: Kurzbefragungen an Knotenpunkten; Between- oder Within-Subject-Designs; Tagebuch/Experience-Sampling unmittelbar nach Fahrten; und/oder Verhaltensbeobachtungen.

Möglicher Zeitraum/Beginn: Ab Februar 2026

Betreuer und Kontakt: Stefan Bohmann