Verkehrsmesstechnik

Die Erfassung von Verkehrsdaten als Grundlage für die Planung, Gestaltung und das Management von Verkehrsinfrastrukturen und Verkehrssystemen verbindet die Professuren des IVR. Die Labore des IVR (Labor für Straßenwesen und MoVeLab) arbeiten hierbei zusammen,um eine möglichst große Bandbreitean Fragestellungen abdecken zu können.

Stationäre Messsysteme

Im Labor stehen verschiedene Messsystem zur stationären Verkehrsdatenerfassung zur Verfügung, sowohl zur lokalen als auch zur streckenbezogenen Messung von Verkehrskenngrößen sowie zur Erfassung von Fahrzeugtrajektorien:

  • Fotokite Verkehrsbeobachtungssystem (kabelgebundene Drohne bis 50m für Kurz- und Langzeiterfassung von Videos, mit optischer Kamera und Infrarotkamera)
  • Messanhänger mit ausfahrbarem Mast (bis 10m) als Sensorträger
  • ANPR-Kameras (Fa. Mehl) zur Fahrzeugwiedererkennung, Messung von Reisezeiten und Quelle-Ziel-Strömen
  • Bluetooth-Detektoren (Fa. datacollect) zur Fahrzeugwiedererkennung, Messung von Reisezeiten und Quelle-Ziel-Strömen
  • Radargeräte (Fa. datacollect) zur Erfassung lokaler Kenngrößen (Verkehrsstärke, Geschwindigkeiten, Fahrzeuglängen und Fahrzeugklassen

Mobile Messsysteme und C-ITS

Es stehen mehrere Fahrzeuge für Messfahrten und zum Test von C-ITS Anwendungen zur Verfügung, ausgestattet mit Datenerfassungssystemen und Zugriff auf Fahrzeugdaten, nutzbar als Versuchsträger (erweiterbar um zusätzliche Sensorik). Mobile On Board Units (Cohda MK5 und MK6) können genutzt werden, um weitere Fahrzeuge (Kfz, Fahrräder) auszustatten oder eine lokale C-ITS-Infrastruktur auszubauen (Simulation von Road Side Units).

Hier zu sehen ist ein Versuchsaufbau zur Datenaufzeichnung mit verschiedenen Systemen (DGPS als Referenz, OBU MK6, fahrzeugintegrierte Sensorik), aufgebaut gemeinsam mit der Professur Maschinelle Wahrnehmung für autonomes Fahren und der Professur für Ingenieurmathematik.

Hier zu sehen ist der Messanhänger mit Zugfahrzeug VITO (ausgestattet mit Sensorik und Zugriff auf Fahrzeugdaten) in der Zufahrt des MORE Forschungsknotens auf der Teststrecke der UniBw München.