Relevanz
Die Netzwerktheorie ist ein mathematisches Verfahren, mit dessen Hilfe komplexe Systemstrukturen analysiert und wichtige Kennzahlen wie beispielsweise die Zentralität einzelner Knotenpunkte in einem Netzwerk ermittelt werden können. Vor allem im Bereich der IT-Infrastruktur ist die Beherrschung dieser Netzwerkstrukturen essentiell, um die Ausfallwahrscheinlichkeiten auf ein Minimum zu reduzieren bzw. vorab Notfallwege zu definieren, falls ein Knotenpunkt gestört wird oder gänzlich ausfällt. In Bezug auf die Produktentwicklung können damit ganze Prozessstrukturen abgebildet werden, um eine Aussage über die Relevanz einzelner Knotenpunkte treffen zu können sowie die zugehörigen Informationsflüsse abbilden zu können.
Problemstellung und Fokus
Ein Produktentwicklungsprozess (PEP) ist durch eine Vielzahl von Personen, Teilprozessen und Artefakten (bspw. CAD-Daten) bestimmt. Diese interagieren auf verschiedenen Ebenen zu unterschiedlichen Zeitpunkten miteinander, um die Produktentwicklung voranzutreiben. Herkömmliche Darstellungsvarianten bilden zwar den Prozessfluss ab, jedoch können wichtige Knotenpunkte sowie die zuhörigen Interaktionen nicht vereinfacht dargestellt werden, worin der große Vorteil der Netzwerktheorie liegt.
In diesem Kontext beschäftigen wir uns insbesondere mit folgenden Forschungsschwerpunkten:
- Vereinfachte Darstellung des PEP als Netzwerk auf verschiedenen Ebenen (Multilayer)
- Dynamsiche Darstellung von statischen Netzwerkstrukturen
- Erstellung eines Disruptionsmodell für PEPs