Daten zur Vorlesung


Dozent:

Dr.-Ing. Harald Hagel

Übungsleiter:

Dr.-Ing. Harald Hagel

 


Modultyp
Wahlpflichtmodul Master Informatik, Computer Aided Engineering und
  Wirtschaftsinformatik
Trimester
Jedes Frühjahrstrimester
ECTS-Punkte
6
TWS
5 Stunden
Modulnummer 1171 (MINF Modulhandbuch 2019)
   

 

Zeitrahmen:

Vorlesung:

Dienstags, 09:45 Uhr bis 12:00 Uhr, Gebäude 41/500 Raum 0501

Übung:

Mittwoch, 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr, Gebäude 41/500 Raum 0501

 

Voraussetzungen:

Vorausgesetzt werden Grundkenntnisse der Funktionalbereiche eines Unternehmens, sowie Basiswissen zur Modellierung betrieblicher Aufbau- und Ablaufstrukturen.

Inhalte:

In der Vorlesung lernen die Studierenden den Industrie- und Dienstleistungsbetrieb, den Prozessgedanken im Unternehmen sowie das Prozessmanagement auf Basis von Engineering Standards kennen. Dabei folgt der Modul mit der angesprochenen Dreiteilung den nachfolgenden Schwerpunkten:

Der Industrie- und Dienstleistungsbetrieb mit seinen jeweils unterschiedlichen Ansprüchen

  • Produkte des Industriebetriebes / Leistungen des Dienstleistungsbetriebes
  • Produktionsunternehmen in ihrer Umwelt
  • Der rechnergestützte Industriebetrieb und der Prozessgedanke zu CIM
  • Technische Prozesse im Industriebetrieb

Der Prozessgedanke im Unternehmen

  • Einführung in das Geschäftsprozessmanagement
  • Vom Wertkettenkonzept zum Wertschöpfungssystem
  • Die Modellwelt zum Prozessmanagement
  • Geschäftsprozessmanagement aus Sicht der angewandten Informatik
  • Methoden zur Beschreibung von Abläufen
  • Vorgehens- und Referenzmodelle
  • ARIS als Modellierungswerkzeug
  • Istmodellierung und Istanalyse, Sollmodellierung und Prozessoptimierung

Prozessmanagement mit Engineering Standards

  • Einführung in die Engineering Standards, sowie Abgrenzung gegen IT-, Software- und Prozess-Standards
  • Der Nutzen von Engineering Standards
  • Implementierungsunterstützung zu Engineering Standards

Grundlagenwissen wird durch die Studenten mittels vorgegebener Kontrollfragen für jeden Modulabschnitt vertieft aufbereitet und von ihnen präsentiert. Transferwissen von Inhalten der Vorlesung sollen von den Studenten selbständig auf vorgegebene Fallbeispiele angewandt und mittels einer Lösungsskizze vorgestellt werden. Im Rahmen dieser Fallbeispiele werden exemplarisch querschnittliche Fragestellungen zum Geschäftsprozessmanagement behandelt.

 

Qualifizierungsziele:

Das Modul "Prozessmanagement und Engineering Standards" vermittelt eine ganzheitliche Sichtweise auf den Industrie- und Dienstleistungsbetrieb. Das Lehrmodul stellt somit das "Soziotechnische-System" in den Mittelpunkt des Vorlesungszyklus, indem das Miteinander von Management-, Kern- und Supportprozessen zentrales Element der Wissensvermittlung darstellt. Wissenschaftlich fundierte und praxiserprobte Engineering Standards zur Lösung komplexer Unternehmens- Herausforderungen, sowie deren Wichtigkeit und Verfügbarkeit für den Unternehmensalltag werden vorgestellt. Die Studierenden werden somit in die Lage versetzt den Veränderungsprozess als Mittelpunkt aller Überlegungen und Maßnahmen für eine langfristige erfolgreiche Problemlösung zu erkennen. Im Übungsteil lernen die Studierenden den praktischen Umgang mit einem Geschäftsprozessmanagementtool im Sinne eines Problemlösungswerkzeuges. Ziele sind somit die Bedeutsamkeit des Denkens in Prozessen im Rahmen des unternehmerischen Alltags (Managements) zu erkennen, die Beherrschung der Aufnahme, Analyse und Bewertung von Funktionalbereichen des Industriebetriebes und deren prozessorientierte Darstellung als Ausgangspunkt eines Reengineering verstehen zu lernen und Kenntnisse über die Leistungserstellung mit Projektcharakter zu erhalten.