Blitzforschung am Hohen Peißenberg
Forschungsziele
Die Forschung an der Blitzmessstation Peißenberg verfolgt das Ziel, natürliche Blitze umfassend zu vermessen und daraus neue Erkenntnisse für die Hochspannungstechnik und den Blitzschutz zu gewinnen. Im Mittelpunkt stehen die Erfassung der Blitzstatistik, die Bereitstellung einer Referenzwahrheit für Blitzortungssysteme, die Feinjustierung verschiedener Blitzmodelle sowie die Gewinnung neuen Grundlagenwissens, um Blitzschutzmaßnahmen künftig noch effektiver gestalten zu können.

Forschung für Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft
Die Blitzmessstation Peißenberg ist ein zentraler Bestandteil der Forschungsaktivitäten des Lehrstuhls für Elektrische Energienetze und Hochspannungstechnik der Universität der Bundeswehr München. Durch die Kombination aus Langzeiterfahrung, moderner Messtechnik und kontinuierlicher Forschung entstehen wissenschaftliche Erkenntnisse, die zur Weiterentwicklung der Hochspannungstechnik, des Blitzschutzes und der elektrischen Energietechnik beitragen. Gleichzeitig bildet die Forschungsinfrastruktur eine wichtige Grundlage für Kooperationen mit Industrie- und Forschungspartnern sowie für die praxisnahe Ausbildung von Studierenden.
Die Erkenntnisse der Forschung finden ihren Niederschlag in Veröffentlichungen, in Fachseminaren und in der Arbeit im Ausschuss für Blitzschutz und Blitzforschung (ABB) des VDE sowie in den einschlägigen nationalen (DIN/VDE), europäischen (EN) und internationalen (IEC) Normungsgremien.
Das Energiewirtschaftliche Zentrum für verteidigungswichtige Infrastruktur (EZVI)

Als Teil des Energiewirtschaftlichen Zentrums für verteidigungswichtige Infrastruktur (EZVI) trägt der Lehrstuhl für Elektrische Energienetze und Hochspannungstechnik (EIT 1.2) zur Forschung an resilienten, nachhaltigen und wirtschaftlichen Energieversorgungssystemen bei. Die wissenschaftliche Leitung des EZVI liegt bei Prof. Christian Paul.