Ziele von CODE

 

Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ist heute in allen Bereichen der Gesellschaft von zentraler Bedeutung: Gesundheit, Mobilität, Bildung, Unterhaltung, Produktion, Logistik, Handel, Finanzen oder auch der Versorgung (z. B. Energie, Wasser) sowie militärisch vernetzter Operationen. Die IKT ist der Innovationstreiber für die digitale Gesellschaft (z. B. Smart Grids, Smart Meters, Internet of Things). Die digitale Transformation verändert bereits heute unseres sozialen, gesellschaftlichen und beruflichen Leben. Hierbei kommt der Frage IT- bzw. Cybersicherheit eine Schlüsselrolle zu. Eine vertrauenswürdige IT ist die Grundvoraussetzung für das Funktionieren und die sichere Nutzung der IKT  in unserer heutigen und zukünftigen digitalen Welt.

Da die IKT die Schlüsseltechnologie für alle Bereiche der Gesellschaft und auch für die Bundeswehr ist, ist es erforderlich eigene (Ressort)-Forschung im Bereich „Cyber Defence und Smart Data“ mit Leuchtturm-Charakter zu etablieren. Das FI CODE an der Universität der Bundeswehr München ist prädestiniert, Forschungsvorhaben in diesem Bereich zu koordinieren und durchzuführen, da es bereits seit einigen Jahren intensiv einschlägige Forschungen im Bereich Cyber- und Informationsraum (CIR) betreibt.

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Das Forschungsinstitut CODE (Cyber Defence) wurde 2013, als Forschungszentrum CODE, an der UniBw M mit der Zielsetzung gegründet, fakultätsübergreifend Experten aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen, sowie Fachleute aus Wirtschaft und staatlichen Einrichtungen in der Forschung im Bereich CIR zu vereinen. CODE verfolgt das Ziel, innovative technische Neuerungen und Konzepte zum Schutz von Daten, Software und Systemen unter Beachtung gesetzlicher und betriebswirtschaftlicher Rahmenbedingungen, ganzheitlich, integrativ und interdisziplinär zu verwirklichen. 

Mit der ministeriellen Entscheidung zur Aufstellung der ressorteigenen, universitären Forschungseinrichtung im Bereich Cyber Defence, wird das Forschungszentrum zu dem „Forschungsinstitut für Cyber Defence und Smart Data der Bundeswehr und des Bundes“ ausgebaut. Zudem soll die institutionelle Anbindung dieser neuen Forschungsaufgabe über das vorgesehene, unabhängig agierende Forschungsinstitut an die wissenschaftliche Aus, Fort- und Weiterbildung der UniBw M zu einer wissenschaftsbasierten Plattform für den Aufbau und die Etablierung eines bundesweit einzigartigen Cyber-Clusters führen.

Bereits heute ist das FI CODE der Nucleus des „Raums des Vertrauens“, der Vernetzung von Experten für Cybersicherheit in Forschung, Militär, Wirtschaft, Industrie, Behörden sowie Verbänden, der "CODE- Community". Die UniBw M, als Universität der Bundeswehr und des Bundes, ist naturgemäß stark mit den militärischen und – ressortübergreifend – auch den zivilen Diensten zum Schutz und zur Gefahrenabwehr auf internationaler, Bundes- und Länderebene verbunden. Daher ist es das Ziel des FI CODE, die Interaktion zwischen Industrie, Forschung und Behörden weiter zu stärken und ein Eco-System für Innovation zu schaffen.

Um die Kreativität und das Innovationspotential am besten zu entfalten und ferner eine zügige Umsetzung in Produkte zu unterstützen, müssen alle Akteure von der Forschung und Entwicklung bis hin zur Wirtschaft, und auch öffentlichen Hand, effektiv und effizient zusammenarbeiten.

Das Ziel des Cyberclusters ist die Bündelung von Innovationskompetenzen aus Forschung und industriellen Partnern,  und damit die Voraussetzung für exzellente Forschung. Dazu gehört neben dem neuen Personal mit 11 neuen W3-(entspricht Lehrstuhlinhabern) und 2 W1-(entspricht Juniorprofessuren) Professuren sowie einer Zielgröße von 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch die entsprechende Infrastruktur in Form von Innovations- und Testlaboren, die eine Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung auf höchstem Niveau ermöglicht.

Das FI CODE hat in seiner Ausrichtung folgende Forschungsarten verankert:

• Grundlagenforschung
• Anwendungsorientierte- und Auftragsforschung
• Ressortforschung

Die unterschiedlichen Arten spiegeln sich in den Forschungsfeldern des FI CODE wieder. Anwendungsorientierte, Auftrags- und Ressortforschung sind primär im Forschungsfeld „Cyber-Sicherheit“ und „Smart Data“ verankert, in der auch unabhängige universitäre Forschung durchgeführt wird. In den weiteren Forschungsfeldern Mobile Security, e-Health und kritische Infrastrukturen, wird überwiegend universitäre Forschung durchgeführt. Im Forschungsfeld „Mobile Security“ werden Bedrohungsanalysen in der Luft- und Raumfahrt sowie in vernetzten Fahrzeugen (Connected Car) durchgeführt und an Lösungsansätzen für Car-X-Connect-Technologie geforscht. Im Forschungsfeld „e-Health“ ist es u.a. Ziel, mit dem Sanitätsamt der Bundeswehr ein „Munich Center of Global Health Security“ zu etablieren. Die Forschung im Bereich der Digitalisierung der Krankenhäuser sowie von e-Health im Rahmen des FI CODE wird auch u.a. durch ENISA und die Landeskrankenhäuser unterstützt. Das Forschungsfeld „Kritische Infrastrukturen (KRITIS)“ bezieht sich auf die Forschung von Sicherheitsaspekten kritischer Infrastrukturen (u.a. Strom, Wasser, Gas, Transport) mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen. In die Betrachtung wird ferner Kommunikationsinfrastruktur für das Finanzwesen und das Internet selbst einbezogen. In der letzten Zeit werden Tendenzen erkannt, die die Entwicklung ausgefeilter Distributed Denial of Service (DDoS) Angriffe im Fokus haben, um die Verfügbarkeit des Internets selbst zu beeinträchtigen.

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