Liebe Studieninteressierte!

 

Hier erhalten Sie einen Überblick über Ziel, Aufbau und Inhalt des Studiums bzw. der einzelnen Studienrichtungen sowie Informationen über die Einstellungsvoraussetzungen und Bewerbungsmodalitäten.

 

 

 

Allgemeine Informationen und Ziel des Studiums

Allgemeine Informationen

 

Allgemeine Informationen

Studiengang

Wehrtechnik

Tragende Fakultäten

Elektrotechnik und Technische Informatik (ETTI)
und Maschinenbau (MB)

Abschluss

Bachelor of Engineering (B.Eng.)

ECTS-Leistungspunkte

210 (Intensivstudium)

Studiengangsform

Integrativer Bachelor-Studiengang, grundständig

Regelstudienzeit

3 Jahre

Studienbeginn

Herbsttrimester (1. Oktober)

Studiengebühren bzw. Vergütung

Es gibt keine Studiengebühren. Die Studierenden beziehen bereits während ihres Studiums als Beamtinnen bzw. Beamte auf Widerruf ein Gehalt.

Zugangs-

voraussetzungen

Fachhochschulreife, einschlägige fachgebundene Hochschulreife, allgemeine Hochschulreife oder ein nach den Vorschriften des Freistaates Bayerns gleichwertig anerkannter Abschluss

Bestehen des Auswahlverfahrens der Bundeswehr.

Die Zulassung zum Wehrtechnik-Studium ist nur in Kombination mit einer Laufbahnausbildung als Beamtin oder Beamter des BAAINBw möglich.

Nachweis einer einschlägigen fachpraktischen Tätigkeit (Vorpraktikum) mit einer Dauer von acht Wochen.

 *)

 

 

Ziel des Studiums

Der Bachelor-Studiengang Wehrtechnik ist die erste akademische berufsqualifizierende Ausbildung für den Einsatz als Wehrtechnik-Ingenieur.

Diese gründet im Rahmen einer stark praxisorientierten Ausbildung auf der Vermittlung von Problemlösungskompetenzen auf Basis wissenschaftlicher Methoden sowie der Vermittlung der Fähigkeit zu selbständigem, ingenieurmäßigem Denken und Arbeiten. Zudem werden Soft Skills wie Team- und Führungsfähigkeit, Verhandlungsgeschick und Sozialkompetenz vermittelt.

Nach erfolgreichem Studienabschluss sind die Absolventinnen und Absolventen in der Lage, von der Entwicklung bis zum Projektmanagement wehrtechnischer Systeme selbständig Ingenieurstätigkeiten im wehrtechnischen Umfeld der jeweiligen Studienrichtung auszuüben.

Studienrichtungen

Die Fakultät für Maschinenbau (MB) bietet die Studienrichtungen Luftfahrzeugtechnik (LFT) und Marinetechnik (MT) an. An der Fakultät für Elektrotechnik und Technische Informatik (ETTI) kann die Studienrichtung Informationstechnik und Elektrotechnik (ITE) belegt werden, welche sich im Laufe des Studiums in die drei Aufbaublöcke Technische Informatik (TI), Kommunikationstechnik (KT) und Cyber Security (CYB) aufgliedert.

Informationstechnik und Elektrotechnik

Im ersten Studienjahr werden grundlegende Kenntnisse und Methoden in den Fachgebieten Mathematik, Physik, Elektrotechnik, Informatik, Programmierung und Messtechnik vermittelt. Diese bereiten auf die im zweiten Studienjahr zur Wahl stehenden Aufbaublöcke Technische Informatik und Kommunikationstechnik sowie NEU ab 2018 Cyber Security vor. Alle Studierenden besuchen die Lehrveranstaltungen Embedded Systems und Digitale Signalverarbeitung, Digitaltechnik und Regelungstechnik.

Studierende des Aufbaublocks Technische Informatik beschäftigen sich mit den Bereichen Informatik (Software-Engineering, Künstliche Intelligenz, Programmerzeugung), Rechnertechnik (Rechnerarchitektur, Betriebssysteme), Hardware-Entwicklung (Grundlagen der Schaltungstechnik, Digital Circuit Design) und der Rechnerkommunikation (Kommunikationstechnik, Daten- und Rechnernetze).

Im Aufbaublock Kommunikationstechnik werden die Kenntnisse der Studierenden in den Bereichen Informationstheorie, Kommunikationstechnik (Funk- und Satellitenkommunikation, Telekommunikationstechnik, digitale und optische Kommunikationstechnik, Kommunikationssysteme und Informationstheorie, Militärische Kommunikationssysteme, Daten- und Rechnernetze), Mobilfunk und Schaltungsentwurf (Schaltungen in der Kommunikationstechnik) vertieft.

NEU AB 2018 ist der Aufbaublock Cyber Security (CYB).
Hier wird ein vertieftes, hard- und softwarebasiertes Verständnis von Problemen der
Sicherheit moderner vernetzter Computer- und Netzwerkarchitekturen vermittelt.

Luftfahrzeugtechnik

Studierende der Luftfahrzeugtechnik lernen im ersten Studienabschnitt mathematisch-naturwissenschaftliche, ingenieurwissenschaftliche und praxisbezogene Grundlagen des Maschinenbaus.

Im zweiten Studienabschnitt lernen die Studierenden die Anwendungen der technischen Grundlagen auf dem Gebiet der Luftfahrzeugtechnik kennen. Sie erhalten vertiefende Kenntnisse über Aerodynamik, Flug- und Raummechanik, Luftfahrtantriebe und Leichtbau sowie über Verbrennungskraft- und Strömungsmaschinen. So werden zum Beispiel Versuche im Windkanal oder im Flugsimulator durchgeführt.

Marinetechnik

In allgemeinen Pflichtmodulen werden zunächst die mathematisch-naturwissenschaftlichen und die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen vermittelt. Die Inhalte sind hierbei mit denen der Studienrichtung Luftfahrzeugtechnik identisch.

Im zweiten Studienabschnitt werden die in den Pflichtmodulen erlernten Grundlagen und ingenieurwissenschaftlichen Arbeitsmethoden auf die Marinetechnik angewandt. Dieses beinhaltet die Grundlagen der Kraftwerkstechnik und des Schiffbaus, der Schiffsbetriebs- und die Schiffantriebstechnik sowie die Verbrennungs- und Strömungsmaschinen. In mehreren Praktika werden Versuche zur Marinetechnik durchgeführt. 

Zugangsvoraussetzungen und Bewerbung

Der Zugang zum Wehrtechnik-Studium nur in Kombination mit einer Laufbahnausbildung als Beamtin oder Beamter zum gehobenen technischen Dienst des BAAINBw möglich.

Im Folgenden erhalten Sie detaillierte Infos zu den Zugangsvoraussetzungen, zur persönlichen Eignung und zur Vorbereitung auf das Studium sowie den Link zum Karriereportal der Bundeswehr, wo Sie sich über die Laufbahnausbildung und das Bewerbungsverfahren informieren können sowie die aktuelle Bewerbungsadresse vorfinden.

Voraussetzungen für den Zugang zum Studiengang Wehrtechnik

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur), allgemeine Fachhochschulreife (Fachabitur), einschlägige fachgebundene Hochschulreife, einschlägige fachgebundene Fachhochschulreife oder ein nach den Vorschriften des Freistaates Bayerns gleichwertig anerkannter Abschluss, oder nach näherer Maßgabe derQualifikationsverordnung (QualV) bestandene Meisterprüfung oder einer vom Staatsministerium der Meisterprüfung gleichgestellte bestandene beruflichen Fortbildungsprüfung oder der erfolgreiche Abschluss einer Fachschule oder Fachakademie, wenn ein Beratungsgespräch an der Universität der Bundeswehr München absolviert wurde, oder der erfolgreiche Abschluss einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung und der Nachweis einer anschließenden in der Regel mindestens dreijährigen hauptberuflichen Berufspraxis in einem dem Studiengang Wehrtechnik fachlich verwandten Bereich sowie das erfolgreich absolvierte Probestudium nach näherer Maßgabe der Satzung zur Regelung des Hochschulzugangs für qualifizierte Berufstätige der Universität der Bundeswehr München vom 1. März 2012 (SatQualBe). 
  • Erfüllung der formalen Voraussetzungen zur Einstellung als Beamte im öffentlichen Dienst
  • Nachweis einer einschlägigen fachpraktischen Tätigkeit (Vorpraktikum) mit einer Dauer von acht Wochen. Das Vorpraktikum kann durch den erfolgreichen Abschluss folgender fachpraktischer Ausbildung ersetzt werden:

                    - Fachoberschule in der Ausbildungsrichtung Technik oder

                    - Einschlägige Berufsausbildung, deren Inhalt und Zielsetzung den Ausbildungszielen und    
                      Ausbildungsinhalten des Vorpraktikums entsprechen.

 

Detail-Infos zum Vorpraktikum (Dauer, Aufteilung, Ziele, Inhalt) sowie Angaben zu den einzureichenden Unterlagen finden Sie in den Merkblättern im Downloadbereich am Ende der Seite.

 

Hinweis:

Einige Arten der fachgebundenen Hochschulreife, die nicht in Bayern erworben wurden, sind in Bayern nur unter Erfüllung bestimmter Auflagen anerkannt. Einige Arten der schulischen Vorbildung, die in anderen Bundesländern die Fachhochschulreife verleihen, sind in Bayern nicht als gleichwertig anerkannt. Bei anerkannten (Fach-) Hochschulzugangsberechtigungen, die nicht in Bayern erworben wurden, ist im Zeugnis ein Vermerk über die Studienberechtigung in der Bundesrepublik Deutschland enthalten.

 

Fähigkeiten und Neigungen

Wenn Sie sich fragen, ob dieses Studium für Sie geeignet ist, sollten Sie prüfen, ob Sie folgende Fähigkeiten/Eigenschaften besitzen:

  • Interesse an Technik
  • Freude am Umgang mit technischen Systemen
  • Kreativität
  • Fähigkeit zu selbständigem Denken und Arbeiten
  • Konzentrationsfähigkeit und kontinuierliche Lernbereitschaft
  • Zielstrebigkeit, Engagement und Eigeninitiative
  • Team- und Kommunikationsfähigkeit
  • Analytisches und abstraktes Denkvermögen
  • grundlegende EDV-Kenntnisse
  • Bereitschaft zur Arbeit am Rechner, da wesentliche Teile des Studiums rechnergestützt erfolgen
  • Durchhaltevermögen und Belastbarkeit

Vorbereitung auf das Studium

Es empfiehlt sich, zur Vorbereitung auf das Studium folgende Mathematik-Kenntnisse aufzufrischen:

  1. Mengenlehre

Begriff der Menge, Durchschnitt, Vereinigung, Differenzmenge

  1. Zahlbereiche

Natürliche Zahlen, Ganze Zahlen, Rationale Zahlen (Rechnen mit Brüchen), Reelle Zahlen, Darstellung von Zahlen (Dezimalbruchentwicklung)

  1. Rechengesetze für reelle Zahlen

Assoziativ-, Kommutativ-, Distributivgesetz, Gesetze für die Ordnung, Binomische Formeln

  1. Potenzen und Wurzeln

Definition (Potenz, Wurzel), Potenz- und Wurzelgesetze

  1. Proportionalität und indirekte Proportionalität
  2. Gleichungen

Lineare Gleichungen, Quadratische Gleichungen, Bruchgleichungen, Wurzelgleichungen, Gleichungssysteme (2 Gleichungen + 2 Unbekannte, 3 Gleichungen + 3 Unbekannte) , Polynomdivision

  1. Ungleichungen
  2. Funktionen

Begriff der Funktion, Graph einer Funktion, Lineare Funktion, Quadratische Funktion (Scheitelpunktsgleichung einer Parabel), Begriff der Umkehrfunktion, Potenzfunktionen, Wurzelfunktionen

  1. Logarithmus und Exponentialfunktionen

Definition, Graph, Rechenregeln für Logarithmus und Exponentialfunktionen, Logarithmus- und Exponentialgleichungen

  1. Satz des Pythagoras
  2. Winkelmessung

Gradmaßsysteme, Bogenmaß

  1. Winkelfunktionen

Definition, Graph, Eigenschaften, Additionstheoreme, Sinus- und Cosinussatz

  1. Berechnungen am allgemeinen Dreieck

SSS-, SWW-, SWS-, SsW-Satz

  1. Stereometrie

Kugel, Zylinder, Kegel, Pyramide: Oberfläche, Volumen

  1. Einführung in die Differentialrechnung

Begriff des Differentials, Ableitung elementarer Funktionen, Differentiationsregeln

  1. Einführung in die Vektorrechnung

Begriff des Vektors, Rechnen mit Vektoren, Skalarprodukt, Vektorprodukt.

 

In der Physik empfehlen sich folgende Kenntnisse:

  1. Grundlagen der Elektrotechnik
  2. Bewegung und Energie (Bewegung eines Massenpunktes, Kraft und Masse, Arbeit und Energie)
  3. Felder (Gravitationsfeld, elektrisches Feld, magnetisches Feld und Induktion)
  4. mechanische und elektrische Schwingungen und Wellen
  5. Atomaufbau und Kernumwandlung

Bewerbungsadresse

Bitte informieren Sie sich auf dem Karriereportal der Bundeswehr zum Thema "Duales Studium im gehobenen technischen Dienst, Fachrichtung Wehrtechnik" und bewerben sich bei der dort angegebenen Kontaktadresse.

Karriereportal der Bundeswehr