Alpine Naturgefahren nach Waldbränden

Workshop: Alpine Naturgefahren nach Waldbränden


Am 25.–26. April 2025 fand an der BOKU Wien der 2nd Alpine Workshop on Fire-induced Geohydrological Processes in Mountainous Areas statt. Ivo Baselt von der Forschungsgruppe Alpine Fließgewässer und Naturgefahren der Universität der Bundeswehr München war mit einem Vortrag vertreten:
 
"Shared mechanisms and risks: Parallels between post-wildfire debris flows and extreme runoff over frozen soil."
 
Im Mittelpunkt des Workshops stand die wachsende Bedeutung von Naturgefahrenprozessen infolge von Waldbränden in Gebirgsregionen. Besonders post-wildfire debris flows - Murgänge, die nach Bränden durch den Verlust von Vegetationsdeckung und Bodenstabilität begünstigt werden - wurden als zentrales zukünftiges Forschungsthema hervorgehoben. Während diese Hazard-Prozesse in Regionen wie den USA (mit einem Beitrag von Francis Rengers, US Geological Survey) bereits intensiv untersucht und im Naturgefahrenmanagement berücksichtigt werden, gewinnen sie auch in den europäischen Alpen zunehmend an Bedeutung. Der Klimawandel trägt durch häufigere und intensivere Feuerereignisse maßgeblich dazu bei, dass sich die Risikolage auch in alpinen Schutzgebieten deutlich verändert.
 
Der Workshop brachte Expertinnen und Experten aus Europa, Nordamerika und Ozeanien zusammen und bot eine wertvolle Plattform für den Austausch aktueller Forschungsergebnisse sowie für die Diskussion neuer Ansätze im Umgang mit diesen dynamischen Naturgefahren.
Weiterführende Links: Website fireGeoCascadeNetwork
 
Abb.: Expertinnen und Experten beim Treffen in Wien an der Boku Universität, Institut für Gebirgsrisikomanagement

Bild:  R. Kaitna, 2025