Social BRIDGES: Die nähere Zukunft der KI: Wie werden Menschen mit der künstlichen Intelligenz in 5 Jahren interagieren?

Wir freuen uns, Ihnen mit der kommenden Online-Konferenz, der dritten in der Reihe Social BRIDGES (Building Research InterDisciplinary Groups through E-conferences), am 21-23. April 2021 eine dreitägige interdisziplinäre Veranstaltung anzubieten, die in 20-minütigen Vorträgen, 45-minütigen Keynote-Vorträgen und einem virtuellen Poster Room mit der Wechselwirkung der Menschen und der KI behandelt. 

Es finden statt:
• Keynote-Vorträge von führenden Experten aus den relevanten Forschungsbereichen
• Kurzpräsentationen
• Ein virtuelles Poster Room

Und diesmal haben wir uns noch etwas Neues überlegt: Bei Social BRIDGES 3 finden die Kaffeepausen in einem virtuellen sozialen Raum auf GatherTown statt, so dass die soziale Interaktion, die die Live-Veranstaltungen auszeichnet, auch hier nicht ausbleibt.
Unsere Veranstaltung fokussiert auf drei Hauptthemen.

 

Thema 1
Mehr als nur ein Werkzeug: Zusammenarbeit und Wettbewerb mit künstlichen nicht-menschlichen Agenten
Wenn in der Computerwissenschaft lernfähige Anwendungen oder gar KI-Systeme entwickelt werden, geschieht das im Zuge einer gezielten Problemlösung: zur Anwendung im Autofahren, zu Zwecken der Gesichtserkennung oder zum Ermitteln der optimalen Gewinnstrategien. Unter diesen Umständen sind KI-Systeme nichts mehr als Werkzeuge. Wir, die Nutzer von Maschinen, haben Ziele, die mithilfe von Maschinen erreicht werden können. Doch vielleicht sollten wir, wenn es auf die Kooperation von Mensch und Maschine ankommt, uns unter KI mehr als nur ein Werkzeug vorstellen und uns überlegen, wann es erwünscht oder sogar nötig wäre, Menschen in den Interaktionen mit KI mit einzubeziehen?


Beispiele der Forschungsfragen:
- Wie wird die Handlungskoordination von der Zusammensetzung der menschlichen und der nicht-menschlichen Gruppen beeinflusst?
- Werden wir imstande sein, den künstlichen Handlungspartnern Vertrauen zu zeigen, mit ihnen im gleichen Maße zu kooperieren, wie mit unseren Mitmenschen, und uns dabei Risiken auszusetzen?
- Welche Herausforderungen begegnen uns auf dem Weg der effizienten und reibungslosen Eingliederung der KI in unsere Gesellschaft ?

- Gibt es Hindernisse in der Zusammenarbeit mit Maschinen? Wie könnten sie überwunden werden?
- Wir möchten die KI-Systeme und ihren Gebrauch als bedingungslos wohlwollend, erklärbar und völlig transparent gestalten. Wäre das erreichbar? Gibt es Kontexte, in denen es unerwünscht wäre?


Thema 2
Erweiterung der Sinne: Lernen und Wahrnehmung bei menschlichen und nicht-menschlichen Agenten
Bei adäquaten Trainingsdaten und ausreichender Zeit zum Lernen sind die aktuellen lernfähigen Anwendungen in der Lage, der menschlichen Leistungsfähigkeit Konkurrenz zu bieten. Während die Leistungsergebnisse wie etwa die visuelle Objekterkennung vergleichbar sind, verlaufen die Prozesse der sensorischen Verarbeitung im Hintergrund unterschiedlich. Das maschinelle Lernen kommt ins Stocken, wenn Objekte rotiert werden oder einige Pixels verändert werden, während die menschliche Wahrnehmung für optische Illusionen anfällig ist. Hier besprechen wir die Ähnlichkeiten und Unterschiede in den Lernprozessen von menschlichen und nicht-menschlichen Agenten.


Beispiele der Forschungsfragen:
- Können wir künstliche Sensoren und Rechnungssysteme an menschliche Wahrnehmung koppeln?
- Sollten wir die Wahrnehmung der KI ähnlich zur menschlichen Wahrnehmungsweise konzipieren und gestalten?
- Könnten die Möglichkeiten der menschlichen Wahrnehmung und Erkenntnis mithilfe der intelligenten Technologien verstärkt werden?
- Könnten wir die KI-Technologien auf unsere Sinne in neuen, bisher noch nicht berücksichtigten Kontexten anwenden?


Thema 3

Roboter wie wir: Maschinen, die wie Menschen aussehen und denken
Das könnte ein Sequel zu Ian McEwans „Maschinen wie ich“ sein: Hier wollen wir unsere Aufmerksamkeit den Fragen der Embodied Cognition zuwenden. Sind die Roboter zur sozialen Interaktion fähig? Die Pflegeheime, das Militär und der moderne Arbeitsmarkt sind die möglichen Anwendungsbereiche von KI-Systemen. Doch sollten wir sie in diesen Bereichen auch gezielt einsetzen? Und falls ja: Was sollten wir dabei beachten?


Beispiele der Forschungsfragen:
- Müssen die Roboter uns im Aussehen sowie in den Denkprozessen ähneln, damit wir unsere Zusammenarbeit effizienter koordinieren können?
- Warum und wann anthropomorphisieren wir die Roboter?
- Reicht es für uns, an die Menschenähnlichkeit von Maschinen zu glauben, damit wir ihnen Vertrauen schenken und ihren Gebrauch begrüßen, oder müssen wir es sicher wissen, dass sie wirklich menschenähnlich sind?
- Können wir Menschen in der Interaktion mit den Maschinen zum Glauben bringen, dass die Maschinen ihnen ähnlich wären? Gibt es Kontexte, in denen wir das (nicht) tun sollten?

 

Die Aktivitäten der Veranstaltung werden im Livestream auf YouTube übertragen. Je nach der Zustimmung der Teilnehmenden werden die Videos der Vorträge und der Poster-Präsentationen nach der Veranstaltung auf dem YouTube-Kanal von SocialBRIDGES zugänglich gemacht.

Die Online-Veranstaltung wird von der Universität der Bundeswehr München durchgeführt.

Hier bekommen Sie einen Überblick über unsere früheren Konferenzen.

Folgen Sie uns für die weiteren Infos zum Programm!

 

Über SocialBRIDGES

SocialBRIDGES ist die erste von den Online-Konferenzen, die an der Universität der Bundeswehr München stattfinden.
Sie entstand unter aktiver Mitwirkung folgender Personen:

Organisationskomitee

Prof. Merle Fairhurst, Universität der Bundeswehr München
Prof. Ophelia Deroy, LMU Munich
Dr. Jurgis Karpus, LMU Munich
Dr. Maximilian Moll, Universität der Bundeswehr München
Louis Longin, LMU Munich
Dr. Olga Lantukhova, Universität der Bundeswehr München

Mit Unterstützung von folgenden Institutionen: