Willkommen auf unseren Seiten

Aktuelles aus dem Institut

Call for Papers (7/2019): Shaping the Future of Europe - 3. Tagung junger Europarechtler*innen – 3rdYoung European Law Scholars Conference

Kathrin Groh, Tagung zum Staatsschutzstrafrecht in Karlsruhe 3.7.2019:  "Bei der Tagung in Karlsruhe wurden aber auch andere Verbindungslinien deutlich. Die wichtigste davon war sicherlich die Kommunistenverfolgung - Safferling nennt sie das "Bindemittel" der deutschen Juristen. "Die Kontinuität zur NS-Zeit ist hier unübersehbar." Das begann bereits in der Weimarer Republik, wie die Münchner Professorin Kathrin Groh schilderte. Gegen die paramilitärische SA sei der Staatsschutz der Weimarer Zeit wirkungslos geblieben, auch in der NSDAP habe man keine Putschabsichten entdeckt. Ganz anders bei den Kommunisten, die mit Hochverratsprozessen überzogen worden seien. Der Staatsschutz sei ein Element der Kommunistenbekämpfung gewesen." (https://www.sueddeutsche.de/politik/bundesanwaltschaft-hitler-nationalsozialismus-1.4510135).

Daniel-Erasmus Khan, 70 Jahre Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland: "Aber für das Militärische in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitk zeigt es doch immer noch klare, und im internationalen Vergleich sehr restriktive Grenzen auf.", Kompass. Soldat in Welt und Kirche 5/19

Christina Binder und Philipp Janig, Was tun mit Rückkehrern aus dem IS-Kampf?: Über die völkerrechtlichen Grenzen zum Entzug der Staatsbürgerschaft, Wiener Zeitung, 22.03.2019

Lando Kirchmair, Fight Fire with Fire – a Plea for EU Information Campaigns in Hungarian and Polish, Verfassungsblog.de, 17.03.2019

   
 
link.jpeg Law & Lunch - Gastvorträge link.jpeg Exkursionen und Studienreisen link.jpeg News
     

Im interdisziplinären Zusammenwirken derjenigen Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit Wesen, Organisation und Wirken des Staates nach innen und außen befassen (Staatswissenschaften), spielen Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Rechtswissenschaften seit jeher eine zentrale Rolle. Lehre und Forschung der iuris prudentia („Kenntnis des Rechts“) sind an der Fakultät mit drei Professuren vertreten, der Professur für Öffentliches Recht, der Professur für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht sowie der Professur für Internationales Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz. Gemeinsam bilden sie das Institut für Öffentliches Recht und Völkerrecht.

Foto (Rainer Berson) mit freundl. Genehmigung von Dschungel Wien: Aus „Nirgends in Friede. Antigone.“ von Darja Stocker | Produktion von diverCITYLAB – PERFORMANCE- und THEATERlabor und Dschungel Wien in Koop. mit Werk X (Regie: Corinne Eckenstein)

Die Rechtswissenschaften in der Forschung

Alles was Recht ist

Wie ist menschliches Zusammenleben in verbindlicher Weise zu organisieren? Vom frühgeschichtlichen Stammesverband bis zur organisierten Weltgemeinschaft der Gegenwart: Zu allen Zeiten und an allen Orten dieser Welt war und ist es die Kernaufgabe des Rechts, eine befriedigende Antwort auf genau diese Frage zu geben. Im Gegensatz zu anderen gesellschaftlichen Normenordnungen (wie Moral, Sitte oder Brauch) hat die historische Entwicklung dabei für die Rechtsnormsetzung und -durchsetzung dem Staat eine Schlüsselrolle zugewiesen. Dies gilt nicht nur für das nationale Recht. Vielmehr stellt der Staat auch in der internationalen Rechtsordnung bis heute den zentralen Akteur dar.

Recht ist nicht Gerechtigkeit. Die Menschheitsgeschichte ist geprägt vom wohl unvermeidlichen Konflikt dieser gleichermaßen widerstreitenden wie eng miteinander verwobenen Konzepte. Wohl nirgends ist dieser Konflikt in so dramatischer und konsequenter Weise thematisiert worden wie in der Tragödie „Antigone“ des griechischen Philosophen Sophokles, welche der Jurist Georg Friedrich Hegel denn auch als das „vortrefflichste, befriedigendste Kunstwerk“ bezeichnet hat. In einer Aufführung des Theaters Dschungel/Wien ziert die Antigone auch die Startseite unseres Instituts. Aber das Streben nach einer gerechten Ordnung ist sicher die vornehmste Aufgabe des Rechts, seiner Erzeuger und Interpreten: im Nationalstaat, in Europa und weltweit.

Wie die Gesellschaft so das Recht: Recht ist in stetem Wandel. Diesen Wandel auf der Grundlage eines festen Wertefundaments mit aufmerksamem, kritischem Blick zu begleiten, ist die wohl wichtigste Aufgabe der Rechtswissenschaft, die an unserem Institut mit drei Professuren vertreten ist: der Professur für Öffentliches Recht, der Professur für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht sowie der Professur für Internationales Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz.

Die Rechtswissenschaften in der Lehre

Jura gilt gemeinhin als trockene Materie. Zu Unrecht, dient die Rechtswissenschaft doch im Grunde genommen immer der Lösung ganz konkreter  Konflikte. Und so ist man als Juristin oder Jurist stets mit der ganzen Vielfalt sehr realer Lebenssachverhalte konfrontiert. An der Universität der Bundeswehr wird Recht im Rahmen des B.A./M.A. Studiengangs für Staats- und Sozialwissenschaften gelehrt. Die Studierenden sollen lernen mit dem "Handwerkszeug" der Juristen umzugehen. Sie beschäftigen sich mit Bedeutung und Funktionsweise des Rechts als Ordnungssystem in nationalen, supra-, inter- und transnationalen Kontexten. Inhaltlich liegen die Schwerpunkte auf den Grundlagen und den Grenzen staatlichen Handelns, sowohl auf innerstaatlicher als auch völkerrechtlicher Ebene. Damit umfasst das Studium Teile des nationalen Rechts (Staats- und Verwaltungsrecht) ebenso wie auch die Grundlagen der internationalen Rechtsordnung (Europa- und Völkerrecht), wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Schutz der Grund- und Menschenrechte liegt.

Übersicht über das Lehrangebot des Instituts für Öffentliches Recht und Völkerrecht