Prof. Dr. Stephan Stetter

Promotionen und Habilitationen

 

Stephan Stetter betreut Promotionen und Habilitationen (auch venia Politikwissenschaft) im Bereich der Internationalen Beziehungen, der Konfliktforschung und der Nahostforschung. Er ist ebenfalls Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung - bei Interesse an einer Promotionsförderung - und bei Vorliegen der hierfür notwendigen fachlichen und gesellschaftlichen Leistungen - wenden Sie sich gerne direkt per Email an Prof. Stetter.
 
Ich betreue vor allem Arbeiten im Bereich der IB, der Konfliktforschung und der Nahostforschung, die in thematischer Nähe (vor allem mit Blick auf Theorie) zu den an meiner Professur verfolgten Forschungsschwerpunkten liegen. D.h. vor allem historisch-soziologische und/oder gesellschaftstheoretische Ansätze (z.B. Foucault, Luhmann, Bourdieu, Meyer, etc.). 
 
Meine Betreuungsphilosophie basiert auf zwei Standbeinen: Erstens bin ich während einer Promotion zentraler Ansprechpartner für die inhaltlichen und organisatorischen Belange, d.h. ich kommentiere einzelne Kapitel, stehe aber auch als Ansprechpartner für die Planung konkreter Schritte gerne zur Verfügung (z.B. Feldforschung). Zweitens führe ich in der Regel einmal pro Jahr ein Doktorandenkolloquium durch. Bei dieser Veranstaltung treffen sich alle meine Doktoranden einmal im Jahr in München. Die Doktoranden schicken ein aktuelles Kapital ihrer Dissertation im Vorfeld an alle Teilnehmer. Während des Kolloquiums diskutieren wir diese Texte gemeinsam und ich gebe in Einzelgesprächen spezifische Hinweise und Beratung.
 
Bei Interesse an einer Promotion, die von Prof. Stetter betreut wird gehen Sie bitte wie folgt vor:
 
1. Erste, informelle Kontaktaufnahme per Email. Stellen Sie sich und Ihr geplantes Thema kurz vor. Zu welcher Thematik und auf Grundlage welches Forschungsansatzes (Theorie) wollen Sie promovieren. Beachten Sie bitte, dass sich Promotionen, die ich als Erstbetreuer begleite, mit Blick auf Theorien und konzeptionellen Rahmen an den an meiner Professur schwerpunktmäßig behandelten Theorien orientieren soll (Weltgesellschaft, historisch-soziologische IB, siehe auch oben). Legen Sie der Email einen CV und eine Übersicht der Noten Ihres Studiums bei. Führen Sie bitte auch aus, wie Sie die Arbeit „finanzieren“ wollen: für eine Promotion sind in der Theorie 3 Jahre zu veranschlagen, in der Realität (gerade bei gleichzeitiger familiärer und/oder beruflicher Beanspruchung) schnell mehr. Daher ist die Frage, wie Sie sich in dieser Zeit finanzieren wichtig, um die Durchführbarkeit einer Promotion auch einschätzen zu können. 
 
2. Falls das Thema passend ist und ich mir eine Betreuung grundsätzlich vorstellen kann werde ich Sie bitten ein ausführliches Exposé der geplante Arbeiten zu schreiben. Das Exposé sollte ca. 4000 Wörter lang sein (ca. 10 Seiten) mit folgender Gliederung: Fragestellung, theoretische Grundlage und empirischer Fokus, Forschungsstand zu der geplanten Thematik und aufzeigen der Forschungslücke, methodisches Vorgehen, mögliche Kapitelstruktur der Promotion, Literaturübersicht. Bitte beachten Sie, wie oben dargestellt, das der konzeptionelle/theoretische Rahmen in erkennbarer Nähe zu den theoretischen Forschungsschwerpunkte der Professur wie oben beschrieben steht. Sie schicken mir dieses Exposé zu und ich werde auf dieser Grundlage eine Entscheidung treffen, ob eine Betreuung durch mich in Frage kommt.
 
3. Bei einer positiven Entscheidung folgt dann der vom Fakultätsrat der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften zu genehmigende Eintrag in die Promotionsliste.
 
aktuelle Verfahren:                                                                                                                                                                                  

 

Habilitationen:

Dr. Jan Busse (s.o.): Thema wird derzeit ausgearbeitet

 

Promotionen:

Dorthe Siegmund: Die globale Norm der zivilen Konfliktbearbeitung und lokale Friedens-NGOs in Israel und Palästina: Das Spannungsfeld zwischen dem Globalen und dem Lokalen

Lisa Kammermeier: Agonistische und antagonistische Konfliktdynamiken in Kambodscha

Marie-Kristin Thimm: Diskurs und Identität in Israel und Iran

Johannes Geist: Kritische Geopolitik und das sub-saharische Afrika: Konfliktdynamiken in Mali und ihre regionale und globale Einbettung

Bianca Sum: Cyber Security and Securitization in the European Union

Lydia Averbukh: Changing Patterns of Citizenship and National Identity in Israel

Katharina Konarek: Deutsche politische Stiftungen und ihre Auslandsarbeit: Nicht-staatliche Außenpolitik Deutschlands in Israel und Palästina?

Bastian Sendhardt: The Karta Polaka and Bordering Dynamis in Poland und Ukraine

Anna Reuß: Threat perception in the Arab Gulf States

Jochen Klingler: Durkheim and IR: A New Encounter

Enrica Fei: The Shia in Iraq and its Relationship with Iran

 

abgeschlossene Verfahren                                                                                                                                                                    

 

Habilitationen:

PD Dr. Eva Herschinger (derzeit Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung): Self and Other in International Relations (2018)

 

Promotionen:

Dr. Bettina Benzing (derzeit Manager Travel Risk & Security, adidas) „Gewalt in den Anden: Systemtheoretische Überlegungen zu Konfliktstrukturen in einer Postkonfliktgesellschaft am Beispiel Kolumbiens“ (2020)

Dr. Mitra Moussa Nabo (Nationales Zentrum Kriminalprävention, Bonn): Legitimierung externer Interventionen in Libanon (2015)

Dr. Jan Busse (derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter an meiner Professur): Global Governmentality in Palestine (2016)

Dr. Helena Burgrovà (derzeit Programmkoordinatorin Berlin): Securitization Dynamics and the

Endless State of Emergency in Egypt under Mubarak (2017)

 

 Kontakt