Die erlernten Kompetenzen aus den Lehrveranstaltungen können im Rahmen von Bachelor- und Masterarbeiten zur eigenständigen Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen angewendet und vertieft werden.
Gerne können Sie auch mit Ihrem eigenen Themenvorschlag aus dem Bereich Verkehrsinfrastruktur und Verkehrstechnik auf uns zukommen. Kontaktieren Sie dafür bitte direkt den passenden Ansprechpartner. Auf den Mitarbeiterprofilen finden Sie die jeweiligen Forschungsthemen.
Wenn Sie Interesse an einem unterhalb ausgeschriebenen Thema haben, wenden Sie sich gerne an den jeweiligen Betreuer.
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Thema: Analyse von Fahrradunfällen in München (2021–2023) – Der Einfluss von Fahrerverhalten, Infrastruktur und Fahrzeuginteraktion
Art: Bachelor- oder Masterarbeit
Betreuer: Dr. Sarah Salem
Sprache: Deutsch oder Englisch
Fahrradunfälle bleiben ein großes Problem für die städtische Verkehrssicherheit. Faktoren wie das Verhalten der Radfahrer, die Straßeninfrastruktur und Interaktionen mit Kraftfahrzeugen beeinflussen die Unfallhäufigkeit und -schwere. Ziel dieser Arbeit ist es, Fahrradunfälle in München von 2021 bis 2023 zu analysieren, um wichtige Risikofaktoren zu identifizieren und die Auswirkungen des Verhaltens der Radfahrer, der Straßengestaltung und der Verkehrsinteraktionen zu bewerten.
Aufgaben:
- Überblick über bestehende Forschung zu Risikofaktoren von Fahrradunfällen, Fahrerverhalten und dem Einfluss der Infrastruktur.
- Kategorisierung der Unfallursachen und Identifikation relevanter Analysemethoden.
- Untersuchung der Unfalldaten aus den Jahren 2021–2023 mit statistischer Analyse relevanter Einflussfaktoren.
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Thema: Vergleich nationaler Mobilitätsdaten zur Potenzialermittlung von Vehicle-to-Grid (V2G)
Art: Bachelor- oder Masterarbeit
Betreuer: Simon Leu
Ziel dieser Arbeit ist die vergleichende Analyse nationaler Mobilitätsdaten aus Deutschland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Vehicle-to-Grid-Potenzial (V2G) zu identifizieren.
Hierzu werden aus umfangreichen Mobilitätserhebungen Fahrzeugnutzungsprofile abgeleitet, die Aufschluss über typische Standzeiten, mögliche Ladezeiträume und Verfügbarkeiten geben.
Auf dieser Grundlage wird in einer Fallstudie untersucht, wie sich die jeweiligen Mobilitätsmuster aus den verschiedenen Ländern auf die praktische Nutzung von V2G in einem urbanen Quartier oder einer Fahrzeugflotte auswirken könnten.
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Thema: Analyse von Strompreisschwankungen im europäischen Markt und ihre Bedeutung für Vehicle-to-Grid (V2G)
Art: Bachelor- oder Masterarbeit
Betreuer: Simon Leu
Im Rahmen dieser Arbeit sollen eine detaillierte Untersuchung von Strompreis- und Netzlastdaten aus europäischen Open-Data-Quellen durchgeführt werden.
Im Mittelpunkt steht die Analyse von Preisschwankungen – insbesondere negativen Preisen und extremen Preisspitzen – sowie deren Zusammenhang mit dem Erzeugungsmix und der Netzlastentwicklung.
Darauf aufbauend sollen Zeitfenster mit hoher Relevanz für Vehicle-to-Grid-Anwendungen identifiziert werden. Die Ergebnisse werden durch aussagekräftige Kennzahlen und Visualisierungen (z. B. Heatmaps, Zeitreihenanalysen) veranschaulicht und interpretiert.
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Thema: Wie werden die Richtlinien zur Anlage von Stadtstraßen in der Praxis umgesetzt? – Analyse der Flächenaufteilung im Straßenraum
Art: Bachelor- oder Masterarbeit
Ansprechpartner: Prof. Dr. Axel Leonhardt
Die Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt) wurden im Jahr 2006 veröffentlicht. Eine wesentliche Neuerung im Vergleich zu früheren Entwurfsrichtlinien war die stärkere Berücksichtigung des nicht motorisierten Individualverkehrs (nMIV: Rad- und Fußverkehr) in der Planung durch eine entsprechende Aufteilung des Straßenraums.
Seit der Veröffentlichung der RASt sind nun über 15 Jahre vergangen und es stellt sich die Frage, inwieweit die Empfehlungen der RASt in der Praxis in München umgesetzt wurden.
Aufgaben:
- Überblick über das Regelwerk
- Methodik zur Bewertung von Straßenraumentwürfen
- Datenerhebung: Recherche relevanter Straßenraumplanungen und umgesetzter Projekte in München
- Auswertung der erhobenen Daten
- Ergebnisaufbereitung und Fazit
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Thema: Bewertung eines Schutzzeit-Countdownzählers für den Fußverkehr
Art: Masterarbeit
Ansprechpartner: Pascal Leone
Das Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München möchte im Rahmen eines Verkehrsversuchs die Wirkung eines Countdown-Zählers untersuchen lassen. Der Countdown-Zähler stellt die verbleibende Schutzzeit/Zwischenzeit für zu Fuß Gehende (FG) nach dem Umschalten von Grün auf Rot optisch dar.
Ziel ist ein verbessertes Sicherheitsgefühl, insbesondere für Menschen mit Bewegungseinschränkungen und zusätzlich eine erhöhte Aufmerksamkeit von Fahrzeuglenkenden bei Abbiegevorgängen.
In der Masterarbeit soll ein Evaluationskonzept entwickelt und mit einem Feldversuch umgesetzt werden. Im Fokus stehen dabei das Verhalten und die Wahrnehmung der zu Fuß Gehenden, aber auch des parallel fahrenden Radverkehrs und der abbiegenden Kfz.
Die Lichtsignalanlage Lindwurm-/Poccistraße wurde für den Versuch bereits technisch vorbereitet.
Aufgaben:
- Literatur-Recherche, Erfahrungen in anderen Städten (Deutschland, Europa, weltweit)
- Konzeptentwicklung einer Evaluation im Feldversuch (Formulierung von Fragestellungen, Entwicklung von Beobachtungs- und Befragungsbögen)
- Planung, Durchführung und Auswertung der Vorher/Nachher-Untersuchung
- Ergebnisaufbereitung, Zielerreichung und Fazit
Die Arbeit wird von der Professur für Verkehrstechnik und Verkehrsinfrastruktur gemeinsam mit dem Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München betreut.