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Wir haben eine weitere Studie zur sozialstrukturellen Verortung von Religiosität publiziert. Eine Trendanalyse mit ALLBUS- und weiteren Datensätzen im Zeitraum 1953–2023 zeigt, dass das Verhältnis von Arbeiterinnen und Arbeitern zu Religion und Kirche überraschend ambivalent ist. Einerseits sind (besonders katholische) Arbeiter überdurchschnittlich häufig Kirchenmitglieder (geblieben) und nehmen Passageriten wie Taufen oder kirchliche Beerdigungen relativ häufig in Anspruch – zugleich ist der regelmäßige Kirchgang eher selten. Vertiefende Analysen deuten darauf hin, dass Religiosität für Teile der Arbeiterschaft auch eine Ressource zur Bewältigung von ökonomischen Sorgen und Anomiegefühlen sein kann.  

 

Eine Alters-Perioden-Kohortenanalyse zur Kirchenmitgliedschaft (hier im Open Access) zeigt, dass sich der Säkularisierungsprozess in Deutschland in mehrfacher Hinsicht verstärkt hat (Besprechung bei faz.net (hinter Bezahlschranke)). 

 

Welche Zusammenhänge gibt es zwischen sozialen Schichten und verschiedenen Formen der traditionell-kirchlichen und individuell-alternativen Religiosität? Zu diesem klassischen Thema ist hier (im Open Access) eine Forschungsarbeit erschienen, die einen deskriptiven Überblick bietet (Besprechung bei faz.net (hinter Bezahlschranke)).