Mädchen machen Technik am Institut Aeronautical Engineering der Universität der Bundeswehr München

12 September 2019

Im Rahmen des Ferienprogramms „Mädchen machen Technik“ kamen acht interessierte Mädchen im Alter von 12-13 Jahren zum Thema „Wir bauen ein Flugzeug!“ für insgesamt vier Tage an das Institut Aeronautical Engineering auf dem Ludwig Bölkow Campus.

Prof. Markus Dietz (Aero- und Thermodynamik) und Prof. Andreas Hupfer (Luftfahrtantriebe) erklärten zunächst in exemplarisch gehaltenen Vorlesungen die Grundlagen des Fliegens und verdeutlichten an einem elektrischen Triebwerk und im Windkanal die Physik, die hinter Schub und Auftrieb steht. Anschließend begannen die Mädchen direkt mit praktischen Versuchen erster, eigener Segelflieger. Diese wurden dann in größerer Variante mit einem Motor versehen, wobei neben dem Flugverhalten auch die Optik von entscheidender Bedeutung zu sein schien.

Um die Perspektive vom Äußeren des Flugzeuges auf das Innere zu erweitern, durften die Mädchen auch in den Flugsimulatoren Platz nehmen, die normalerweise den Studierenden des Studiengangs Aeronautical Engineering vorbehalten sind. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten stellten auch aufwendigere Flugmanöver wie Loopings für die jungen Pilotinnen kein Problem mehr dar und jedes Flugzeug wurde am Ende sicher wieder auf der simulierten Bahn gelandet.

Dank der kooperativen Zusammenarbeit mit der Firma Airbus und der Ludwig Bölkow Campus GmbH durften die Mädchen Airbus CRT (Central Research and Technology) besichtigen. Dort wurden ihnen verschiedene Bereiche der aktuellen Forschung und Entwicklung gezeigt. Die Mädchen durften Labore für Materialtests erkunden, einen Eiswindkanal besichtigen, bekamen Erosionstests gezeigt und konnten Laseranlagen zum Schweißen und 3D-Drucken in Aktion erleben.

Am nächsten Tag bekamen die Mädchen am Institut Aeronautical Engineering eine Kurzeinweisung in ein CAD-Programm. Da ein ganzes Flugzeug zu konstruieren zu lange gedauert hätte, wurden Schlüsselanhänger mit den eigenen Initialen digital aufgebaut und am hauseigenen 3D-Drucker hergestellt. Diese durften die Mädchen natürlich als Andenken mit nach Hause nehmen.

Am letzten Tag fand das Highlight des Projektes statt: Der Flugwettbewerb. Je zwei Vierer-Teams durften sich in den Kategorien Schnellflug und effizientester Flug mit ihren selbst gebauten und aufwendig bemalten Fliegern messen. Nach umfangreichen Tests konnte der erste Erfolg eindrucksvoll bestätigt werden: Beide Flugzeuge waren flugtauglich. Gewonnen hat das Team des famosen Doppeldeckers, knapp vor der fliegenden Kuh, doch darum ging es nur zweitrangig. Der Spaß und die vielen neuen Erkenntnisse standen im Vordergrund und nach den Impressionen zu urteilen, war dies sowohl bei den Mädels als auch den Institutsmitarbeitern die gesamten vier Tage der Fall.

Impressionen:

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