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Energieanlagen- und Marinetechnik

Hauptberuflicher Lehrbeauftragter für besondere Aufgaben FKpt Dipl.-Ing. Holger Augustin

Postanschrift:

Fakultät für Maschinenbau
4/3 Energieanlagen- und Marinetechnik
Universität der Bundeswehr München
Werner-Heisenberg-Weg 39

85577 Neubiberg

Allgemeines zur Lehre

In dieser Einrichtung werden die Grundlagen energietechnischer Anlagen für den Schiffs- und Landbetrieb einschließlich der dafür erforderlichen Hilfssysteme und die Grundlagen des Schiffbaus (Handels- und Kriegsschiffbau) gelegt.

In den Laboratorien stehen Geräte und Anlagen für Versuche und Simulationen sowie Veranschaulichung von ausgewählten Problemstellungen zur Verfügung. Darüber hinaus wird die Qualität der Lehrtätigkeit kontinuierlich durch die Bearbeitung von praxisrelevanten Projekten unterstützt. Gleichzeitig bilden diese die Grundlage für studentische Bachelor- und Master-Arbeiten, Projektmanagement-Studien und Studienarbeiten.

Geräte und Anlagen nach Lehrveranstaltung:

Handels- und Kriegsschiffbau

  • verschiedene Schiffsmodelle und Exponate
  • Modellbauwerkstatt mit div. Maschinen inkl. CNC-Portal-Fräsmaschine
  • Stabilitätsrechner
  • im Aufbau befindlicher Miniatur-Schleppkanal für Schlepp-, Freifahrt-, Propulsions-, Seegangsversuche im Rahmen des Schiffsmodellversuchswesens

Schiffsbetriebstechnik / Schiffsantriebstechnik

  • Pumpenprüfstand mit Verdränger- und Kreiselpumpen
  • Umkehrosmose-Einrichtung (Anschauungsanlage)
  • Pumpenprüfstand mit Verdränger- und Kreiselpumpen
  • Kälteanlagen
  • div. Exponate und Schnittmodelle

Kraftwerkstechnik / Regenerative Energiesysteme

  • Dampf-Turbinenanlage
  • Gasturbinen-Anlage
  • Kleinst-Windkanal und Windkraftmodelle (u.a. Western-Mühle, Darrieus-Rotor, H-Rotor, Savonius-Anlage, Auftriebsläufer)
  • Kleinst-Wasserkraftmodelle (u.a. Wasserrad, Kaplan-Turbine, Francis-Turbine, Pelton-Turbine)
  • div. Exponate und Schnittmodelle

Lehrangebot Bachelor-Studiengänge

Von der Wissenschaftlichen Einrichtung WE 4/3 "Energieanlagen- und Marinetechnik" werden folgende Lehrveranstaltungen angeboten (die Zugehörigkeit zu den Modulen ist dem Modulhandbuch zu entnehmen):
Für den Bachelor-Studiengang Maschinenbau bzw. Wehrtechnik wird angeboten:

Studienrichtung Schiffs- und Kraftwerkstechnik (MB) / Marinetechnik (WT)

Kraftwerkstechnik

Inhalte

  • Kenntnis über Aufbau, Wirkungsweise und Betrieb von Kraftwerken zur elektrischen Energieerzeugung und Wärmeabgabe
  • Gesetzliche Grundlagen der Energiewirtschaft, Einbindung von Kraftwerken in den Energieverbund, Grundzüge der Kraftwerkstechnik
  • Kenntnisse über konventionelle Dampfkraftwerke
  • Kenntnisse über Gasturbinenkraftwerke
  • Kenntnisse über GuD-Kraftwerke
  • Kenntnisse über Kraft-Wärmekopplung (KWK) und Blockheizkraftwerke (BHKW)
  • Kenntnisse über Kernkraftwerke 
  • Grundkenntnisse über Regenerative Energiesysteme

Qualifikationsziele

Selbständige Anwendung wissenschaftlicher und anwendungsbezogener Methoden für die Auslegung, den Betrieb sowie die Wartung energietechnischer Anlagen mit ihren betriebstechnischen Hilfsanlagen.

Handels- und Kriegsschiffbau

Inhalte

Einführung in die wichtigsten technischen Problemfelder des modernen Handels- und Kriegsschiffbaus:

  • Einführung in die internationale Bedeutung der industriellen Seefahrt und des Schiffbaus (maritime Abhängigkeit)
  • Einführung in die wichtigsten Vorschriften, Bezeichnungen und Definitionen des Schiffbaus und der Schiffbautechnologie; insbesondere:
  • Kenntnis der allgemeinen Grundlagen der mdodernen Schiffbautechnologie und des maritimen Qualitätsmanagements
  • Vertiefte Kenntnisse dem Schiffbau maßgeblich zugrunde liegender rechtlicher Bestimmungen (insbesondere Freibordabkommen, SOLA, STCW-Code, MARPOL, ISM-Code, ISPS-Code, Naval-Ship-Code, Port State Control sowie Kenntnis zentraler Bauvorschriften des BAAINBw und ausgewählter Marinedienstvorschriften)
  • Vertiefte Kenntnisse der Schiffbautechnologie (die Phasen vor Baubeginn, die Bauphase, Wartungs-, Reparatur- und Umbauarbeiten, Arbeitssicherheit
  • Kenntnis verschiedener Schiffbauwerkstoffe sowie Grundlagen der Schiffskonstruktion für den Handels- und Kriegsschiffbau und Umweltschutz)
  • Grundlagen der Schadensanalyse
  • Schadensanalyse in der Seeunfalluntersuchung
  • Vertiefte Kenntnisse über Schwimmfähigkeit und Stabilität
  • Fähigkeit, die Gesetze der Hydromechanik zu verstehen, auf Schiffswiderstand und Schiffsmodellversuchswesen, zur Beurteilung und für die Berechnung seegehender Fahrzeuge anwenden zu können
  • Kenntnis über Anlagen zum Manövrieren eines Schiffes
  • Grundlagen der Propulsion des Schiffes

ausgewählte Lehrinhalte werden vorlesungsbegleitend anhand praktischer Versuche und vieler Beispiele aus der Praxis vertieft

Qualifikationsziele

Selbständige Anwendung wissenschaftlicher und anwendungsbezogener Methoden für die Schiffbautechnologie und das maritime Qualitätsmanagement des Schiffbaus. Dieses wird unter Berücksichtigung ingenieursmäßiger Tätigkeiten im Rahmen des schiffstechnischen Dienstes auf Schiffen und / oder auf einer Werft, in Klassifikationsgesellschaften, Bauleitungen, der Gütesicherung, Zulieferindustrien und vergleichbaren Unternehmen sowie der Deutschen Marine gelehrt.

Schiffsantriebstechnik

  • Kenntnisse von Wirkungsweise, Berechnung und Gestaltung von Schiffsantriebsanlagen einschließlich zentraler Subsysteme
  • Fähigkeit, den Betrieb von Schiffsantriebsanlagen u.a. unter technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten und Berücksichtigung des STCW.Codes zu beurteilen

Inhalte

 

  • Grundlagen des Schiffmaschinenbaus
  • Kenntnisse über konventionelle und nukleare Schiffsdampfanlagen
  • Vertiefte Kenntnisse über Schiffsdieselmotoren und Möglichkeiten der Schadstoffreduzierung
  • Kenntnisse über Gasturbinenanlagen an Bord von Schiffen
  • Kenntnisse über Leistungsübertragungs- und Vortriebsanlagen (Getriebe, Kupplungen, Wellenleitungen)
  • Grundlagen verschiedener Vortriebsanlagen (Fest- und Verstellpropeller, Voith-Schneider-Propeller, Azimuth- und Water-Jet)
  • Kenntnis elektrischer Propellerantriebe - All Electric Ship
  • Grundlagen konventioneller außenluftunabhängiger Antriebssysteme (insbesondere Brennstoffzellenantrieb, Einsatz von Stirling-Motoren, Closed-Cycle-Diesel, MESMA)
  • Elementare Grundlagen von Fahrautomatiken und Motor-Management-Systemen
  • Die Inhalte werden durch ein Schiffsantriebstechnisches-Praktikum vertieft, Derzeit werden Praktika an folgenden Anlagen durchgeführt:
  1. Verdichter
  2. Dampfturbinenanlage
  3. Gasturbinen
  4. Verbrennungsmotoren
  5. Exkursion im Zusammenhang antriebstechnischer Anlagen

 

Qualifikationsziele

Selbständige Anwendung wissenschaftlicher und anwendungsbezogener Methoden in der Schiffsantriebstechnik. Die Schiffsantriebstechnik wird unter Berücksichtigung ingenieursmäßiger Tätigkeiten im Rahmen des schiffstechnischesn Dienstes auf Schiffen und / oder auf einer Werft, in Klassifikationsgesellschaften, Bauleitungen, der Gütesicherung, Zulieferindustrien und vergleichbaren Unternehmen gelehrt

Schiffsbetriebstechnik

Diese Lehrveranstaltung umfasst die verschiedenen Hilfssysteme an Bord eine Schiffes, die für dessen Betrieb erforderlich sind und vermittelt auch unter Berücksichtigung des STCW-Codes.

Inhalte

  • vertiefte Kenntnisse über Rohrleitungen und Armaturen
  • vertiefte Kenntnisse über Pumpen (Grundbegriffe, Verdrängerpumpen, Strahler, Kreiselpumpen, Maschinenelemente)
  • Kenntnisse über Verdichter (Grundbegriffe, Verdrängerkompressoren, Strahler, Turboverdichter, Ventilatoren)
  • vertiefte Kenntnisse übr Kälteanlagen
  • Grundlagen verschiedener Reinigungsanlagen (Koaleszenzabscheider, mechanische Reinigungsverfahren, Filtration, thermische Reinigungsverfahren, biologische Verfahren; Abwasserreinigung)
  • Kenntnis über grundlegende Gesamtsysteme (Frischwassersysteme, Feuerlösch- und Brandschutzanlagen, Lüftungstechnische Anlagen, Ruderanlagen, Stabilisierungsanlagen und Anlagen zum Krängungsausgleich)
  • Kenntnis über Decksausrüstung und Decksmaschinen
  • Kenntnis über Rettungsausrüstung
  • elementare Grundkenntnisse elektrischer Bordnetzanlagen inklusive der Besonderheiten des elektrischen Bord- und Landnetzes und Effekte beim Zusammenschalten
  • Kenntnis über Korrosionsschutz
  • Kenntnis über den magnetischen Eigenschutz

Ausgewählte Lehrinhalte werden vorlesungsbegleitend anhand praktischer Versuche und vieler Beispiele aus der Praxis vertieft.

Qualifikationsziele

Die schiffsbetriebstechnischen Anlagen der seegehenden Einrichtungen werden unter Berücksichtigung ingenieursmäßiger Tätigkeiten im Rahmen des schiffstechnsichen Dienstes auf Schiffen und / oder auf einer Werft, in Klassifikationsgesellschaften, Bauleitungen, der Gütesicherung, Zulieferindustrien und vergleichbarer Unternehmen gelehrt.

Projektmanagement-Studie

Siehe Arbeitsfelder für Bachelor- / Master-Studienarbeiten / Master-Arbeiten

Studienrichtung Energie- und Umwelttechnik

Regenerative Energiesysteme

Inhalte

  • Grundlagen über Regenerative Energiesysteme (physikalische Grundbegriffe, Elektrizitätsversorgung, thermische Kraftwerke, regenerative Kraftwerke, Folgen der Energiewirtschaft, Energiepolitische Aspekte)
  • Kenntnisse elementarer Grundlagen der Solartechnik
  • Kenntnisse über Biomassenutzung (physikalische, thermochemische, bologische Konversionsverfahren)
  • Kenntnisse über die Nutzung der Windkraft (Aufwindkraftwerke, Windkraftanlagen)
  • Kenntnisse über die Nutzung der Wasserkraft (Wasserkraftanlagen zur Nutzung des Energiepotenzials des natürlichen Wasserkreislaufs und des Meeres)
  • Kenntnisse über die Nutzungsmöglichkeiten des Energiepotenzials der Geothermie (Oberflächen- und Tiefengeothermie)

Die vermittelten Lehrinhalte werden vorlesungsbegleitend durch viele Beispiele aus der Praxis, Praktikumsversuche und Exkursion vertieft.

Qualifikationsziele

Die Themeninhalte werden in Übereinstimmung mit ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen, gesetzlichen Bestimmungen und anderer Regelsetzer in der Berufspraxis des Ingenieurs gelehrt und an Fallbeispielen konkretisiert, um die Absolventen auf ingenieurmäßige Tätigkeiten im Rahmen dieser maschinenbaulichen Berufsfelder vorzubereiten.

 

Übergreifende Wahlpflichtfächer

Übergreifend werden folgende Wahlpflichtfächer angeboten

Schiffselektrotechnik und Automation (WPM)

Durch diese Lehrveranstaltung wird die Schiffsbetriebstechnik aus der Studienrichtung Schiffs- und Kraftwerkstechnik bzw. Marinetechnik ergänzt. Die Kenntnis der Schiffbetriebstechnik ist allerdings keine Voraussetzung.

Inhalt

Grundlagen der Schiffselektrotechnik und Automation an Bord von Handels- und Kriegsschiffen:

  • Übersicht über die Schiffselektrotechnik
  • Grundlagen der elektrischen Spannungsversorgung
  • Schaltpläne
  • Elektrische Bordnetzanlagen
  • Entwicklung des Bordnetzes - der Weg zum Vollektrischen Schiff
  • Grundlagen der Automation
  • Beispiele verschiedener Bordnetzanlagen

 

Qualifikationsziele

Selbständige Anwendung wissenschaftlicher und anwendungsbezogener Methoden für die Schiffselektrotechnik. Die Schiffselektrotechnik und Automation werden unter Berücksichtigung ingeneursmäßiger Tätigkeiten im Rahmen des schiffstechnischen Dienstes auf Schiffen und / oder auf einer Werft, in Klassifikationsgesellschaften, Bauleitungen, der Gütesicherung, Zulieferindustrien und vergleichbaren Unternehmen sowie dem STCW-Code und einschlägiger Vorschriften der Deutschen Marine gelehrt.

Regenerative Energiesysteme

Inhalte

  • Grundlagen über Regenerative Energiesysteme (physikalische Grundbegriffe, Elektrizitätsversorgung, thermische Kraftwerke, regenerative Kraftwerke, Folgen der Energiewirtschaft, Energiepolitische Aspekte)
  • Kenntnisse elementarer Grundlagen der Solartechnik
  • Kenntnisse über Biomassenutzung (physikalische, thermochemische, bologische Konversionsverfahren)
  • Kenntnisse über die Nutzung der Windkraft (Aufwindkraftwerke, Windkraftanlagen)
  • Kenntnisse über die Nutzung der Wasserkraft (Wasserkraftanlagen zur Nutzung des Energiepotenzials des natürlichen Wasserkreislaufs und des Meeres)
  • Kenntnisse über die Nutzungsmöglichkeiten des Energiepotenzials der Geothermie (Oberflächen- und Tiefengeothermie)

Die vermittelten Lehrinhalte werden vorlesungsbegleitend durch viele Beispiele aus der Praxis, Praktikumsversuche und Exkursion vertieft.

Qualifikationsziele

Die Themeninhalte werden in Übereinstimmung mit ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen, gesetzlichen Bestimmungen und anderer Regelsetzer in der Berufspraxis des Ingenieurs gelehrt und an Fallbeispielen konkretisiert, um die Absolventen auf ingenieurmäßige Tätigkeiten im Rahmen dieser maschinenbaulichen Berufsfelder vorzubereiten.

 

Lehrangebot Master-Studiengang

Für den Master-Studiengang Computer Aided Engineering wird angeboten:

Studiengang Computer Aided Engineering

Schiffsmodellversuchswesen (WPM)

Dieses Wahlpflichtmodul bietet den Studierenden die Möglichkeit, Kenntnisse über die Verfahrensweisen von Schiffbauversuchsanstalten zu sammeln und diese z.B. für die Anfertigung einer Master-Arbeit zu nutzen.

Inhalte

  • Einführung in die Bedeutung des Schiffsmodellversuchswesens für die Seefahrt
  • Einführung in die wichtigsten Bestimmungen, Bezeichnungen, Definitionen und wichtiger Ähnlichkeitsgesetze für die Stabilitäts- und Widerstandsprognosen auf Grundlage der Empfehlungen der International Tank Towing Conference (ITTC)
  • Kenntnis über allgemeine Fachkunde des Modellbaus und Sonderbestimmungen gem. ITTC
  • Grundlagen der Planung, Durchführung sowie Auswertung von Modellversuchen zur Stabilitätsanalyse und praktische Anwendung an ausgewählten Beispielen
  • Grundlagen der Planung, Durchführung sowie Auswertung von Modellversuchen im Wasserschleppkanal zur Widerstandsprognose und praktische Anwendung an ausgewählten Beispielen
  • Allgemeine Kenntnisse zur Durchführung von Freifahrtversuchen gem. ITTC

Qualifikationsziele

  • Die Grundlagen des Schiffsmodellversuchswesens werden in Übereinstimmung mit den Vorgaben der IITC-Emüfehlungen gelehrt, um die Absolventen auf ingenieurmäßige Tätigkeiten dieses Fachgebietes vorzubereiten.
  • Selbständige Anwendung wissenschaftlicher und anwendungsbezogener Methoden des Schiffsmodellversuchswesens auf Basis der ITTC-Empfehlungen.

Kontakt

Büro 82-500 Raum 1504 Sekretariat Geb. 83 Raum 0110 Labor Geb. 82-100 Halle

Legende

  • 1: Büro 82-500 Raum 1504
  • 2: Sekretariat Geb. 83 Raum 0110
  • 3: Labor Geb. 82-100 Halle