Werkstofftechnik: StartLaborVeröffentlichungenAbschluss- und Studienarbeiten

Herzlich willkommen

Professur für Werkstofftechnik

Leitung: Prof. Dr.-Ing. Günther Löwisch

Lehre und Schadensanalyse

Lehrangebot

Das Lehrangebot der Wissenschaftlichen Einrichtung "Werkstofftechnik" (WE2/1) umfasst folgende Fächer:

Bachelor Maschinenbau:

Werkstofftechnik, Vorlesung und Übungen 2., 3. und 4. Trimester
Praktikum Werkstoffprüfung Metalle 3. Trimester
Praktikum Kunststoffprüfung 4. Trimester
Optimieren von Bauteilen durch Wärmebehandlung Wahlpflichtmodul 7. Trimester
Projektstudie 8. Trimester

Master-Studiengang Computer Aided Engineering:

Experimentaltechnik 2. und 3. Trimester
Schadenskunde Wahlpflichtmodul 3. Trimester

Angebot: Schadensanalyse

Aus Schaden wird man klug

Das Versagen eines technischen Bauteils kann extreme Folgen haben. Personenschäden oder Ausfallzeiten von teuren Anlagen sind hier besonders gefürchtet. Aber auch wenn man bei einem Schaden „mit einem blauen Auge“ davon gekommen ist, ist die Ursachenforschung immer oberste Pflicht.

Dabei geht es nicht nur darum die Haftungsfrage zu klären. Genaue Kenntnisse über die Schadensursache helfen auch, Schäden in Zukunft zu vermeiden.

In vielen Fällen genügen wenige gezielte Untersuchungen, um die Ursache eines Schadens näher einzugrenzen. Je nach Art der potentiellen Gefährdung wird man dann entscheiden, ob und welche weiteren Untersuchungen durchgeführt werden, um diese erste Hypothese weiter zu untermauern.

Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Schadenskunde können wir auch Ihnen weiterhelfen. Wir bieten Ihnen die systematische Untersuchung von Schadensfällen in unseren Laboren an. Bitte rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine Mail oder ein Fax.
Telefon: 089 6004 - 3126 / -2364
Fax: 089 6004 – 4452
Mail: guenther.loewisch@unibw.de

Labor

Das Labor für Werkstofftechnik und Leichtbau an der Universität der Bundeswehr München dient in erster Linie der Ausbildung der Studenten. Hier werden Praktika in zur Werkstoffprüfung an Metallen und Kunststoffen durchgeführt.

Die zahlreichen Einrichtungen erlauben aber auch Forschungsarbeiten, die in Form von Diplomarbeiten oder Drittmittelprojekten durchgeführt werden.

Daneben steht das Labor industriellen Partnern für werkstoffkundliche Untersuchungen zur Verfügung. Wir bieten darüber hinaus auch werkstoffkundliche Beratungen, Unterstützung bei der Bauteilentwicklung und –optimierung und Schadensanalysen an.

Auf den folgenden Seiten können Sie einen Eindruck über die Ausstattung des Labors gewinnen.

mechanische Werkstoffprüfung

Laborausstattung mechanische Werkstoffprüfung Metalle

Elektromechanische Prüfmaschinen für die statische Werkstoffprüfung

Der Zugversuch ist der wichtigste Versuch zur Charakterisierung der Eigenschaften eines Werkstoffes. Hierfür, aber auch für Druck- und Biegeversuche wird im Labor eine Universalprüfmaschine der Firma Zwick mit einer Prüfkraft bis 100 kN eingesetzt.


Zugprüfmaschine Zwick 100kN 


Für einfache Zerreißprüfung steht darüber hinaus ein 10 kN Lastrahmen der Firma Wolpert mit einem Prüfraum von 1000 mm x 2000 mm zur Verfügung.

 

Technologische Prüfung

Die grundlegende Chrakterisierung eines Werkstoffes geschieht zusätzlich zum Zugversuch durch Härtemssung und Kerbschlagbiegeversuch. Hierfür sind diverse Härteprüfgeräte und ein instrumentiertes Kerbschlagwerk mit 300 J Arbeitsvermögen vorhanden.

 

  • Haertepruefung Rockwell instrumentiertes Kerbschlagwerk

 

Servohydraulische Prüfmaschinen für statische und zyklische Prüfungen

Servohydraulische Prüfmaschinen zeichnen sich durch eine hohe Regelgenauigkeit, große Kräfte und die Möglichkeit beliebige Lastfolgen nachzufahren aus.

servohydr. Pruefmaschine Schenk Trebel 600 kN servohydraulische Pruefmaschine Schenck Instron 100 kN

  • Servohydraulischer Zug-Druck-Pulsator Bauart Schenck/Instron
    Prüflasten bis 100 kN; Zylinderhub 100 mm
  • Servohydraulischer Zug-Druck-Pulsator Bauart Schenck-Trebel
    Prüflasten bis 600 kN; Zylinderhub 250 mm

Elektromechanische Prüfmaschinen für zyklische Werkstoffprüfungen

Für Werkstoffauswahl und vergleichende Untersuchungen sind oft mehrere statistisch ausreichend abgesicherte Wöhlerkurven zu ermitteln. Hierfür bieten sich mechanische Prüfmaschinen mit hohen Prüffrequenzen und geringen laufenden Kosten an.

Im Labor stehen zur Verfügung:

  • Horizontal-Pulsator Bauart Schenck PHG
    Zug-Druck bis 2 kN, Prüffrequenz etwa 30 Hz
  • Wechselbiegemaschine Bauart Schenck PWO
    Biegung bis 30 Nm; Prüffrequenz bis 25 Hz
  • Universal-Resonanzpulsator Bauart Schenck
    Zug-Druck bis 60 KN, verschiedenste Aufbauten möglich
    Prüffrequenz ist Bauteilabhängig

Kunststoffprobe im Kleinlastschwingpulsator PHG Lagerpruefung im Universalpulsator

Bauteilprüfungen und Betriebsfestigkeit

Selbstverständlich können die servohydraulischen Prüfmaschinen auch zur Prüfung ganzer Bauteile eingesetzt werden, wenn z.B. die Bauteilwöhlerlinie interessiert.

Betriebsfestigkeitsprüfung, mehraxiale Beanspruchungen, Betriebslastennachfahrversuche und die Analyse von Übertragungsfunktionen und Eigenfrequenzen sind möglich im Betriebsfestigkeistprüffeld und auf einer 4-Poster-Anlage des Labors für Vertikaldynamik und Betriebsfestigkeit.

Für die  Modalanalyse an Bauteilen stehen  elektrodynamische Modalerreger und entsprechende Analysesysteme zur Verfügung, die durch die Professur für "Konstruktion und Leichtbau" betreut werden.

Metallographie und Mikroskopie

Metallographie1.jpg Metallographie1b.jpg
Die Eigenschaften von Werkstoffen werden von der inneren Beschaffenheit, dem Gefüge, bestimmt. Die Metallographie macht dieses Gefüge sichtbar. Aus dem Gefüge lassen sich Rückschlüsse auf das Werkstoffverhalten aber auch mögliche Fehler oder Verbesserungsmöglichkeiten ziehen. Die Metallographie ist daher ein unentbehrliches Hilfsmittel bei
  • der Entwicklung von Werkzeugen und Bauteilen,
  • der Optimierung von Konstruktionen,
  • der Werkstoffbeurteilung,
  • und der Analyse von Schadensfällen

Präparation

Um Gefüge sichtbar zu machen, müssen aus dem Werkstoff Proben entnommen, in Kunstharz eingebettet, geschliffen und poliert werden. Durch Anätzen der so entstandenen Oberfläche entstehen typische Reliefmuster, aus denen der Werkstoffkundler Aussagen über das Gefüge machen kann.

Metallographie4.jpg

Mikroskopie

Untersuchungsobjekte, insbesondere Schadensteile, werden vor einem eventuellen Trennen sowohl ohne Vergrößerung, als auch mit Hilfe einer Stereolupe untersucht und dokumentiert.
Die metallographischen Schliffe werden mit Lichtmikroskopen bei 50- bis 1000-facher Vergrößerung beurteilt.
Für noch stärkere Vergrößerungen und die Betrachtung unebener Bruchflächen dient ein Rasterelektronenmikroskop (REM) der Bauart Phillips XL20.

Metallographie2.jpg Metallographie3.jpg

Analyse

Für die Bewertung von Gefügebestandteilen, aber auch für das Erstellen von Härteverläufen werden zwei Mikrohärtemessgeräte der Bauart Leitz eingesetzt.

Metallographie5.jpg Metallographie6.jpg

Die Qualität von Oberflächen kann mit einem Rauheitsmeßgerät der Bauart Hommel beurteilt werden.

Team

Dipl.-Ing. Alexandra Widuch

Dipl.-Ing. Alexandra Widuch

Gebäude 82, Zimmer 1303
+49 (0)89 6004 4457
Steffen Lübbecke

Steffen Lübbecke

Gebäude 82, Zimmer 1303
+49 (0)89 6004 2852

Kontakt

 

Anschrift:
Universität der Bundeswehr
Fakultät für Maschinenbau
Werkstofftechnik (MB 2/1)
Werner-Heisenberg-Weg 39
85577 Neubiberg

Vorzimmer derzeit nicht besetzt

Gebäude 83, Raum 0103
Tel.:   +49 (0)89 6004 3135
Fax:   +49 (0)89 6004 4452

Prof. Löwisch Geb. 83 Raum 0117 Büros und Labor Geb. 82-300

Legende

  • 1: Prof. Löwisch Geb. 83 Raum 0117
  • 2: Büros und Labor Geb. 82-300