Gemeinsames Forschungsinstitut mit der Audi AG

Die Universität der Bundeswehr München und die Audi AG vertiefen ihre Zusammenarbeit und gründen das gemeinsame Forschungsinstitut INI.UniBw. Im Rahmen des INI.Kolloquiums wurde am 10. Mai die neue Hochschulkooperation vorgestellt. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen Forschungsprojekte im Bereich der elektrischen Antriebstechnik und der Leistungsbordnetze. Die Präsidentin der Universität der Bundeswehr München, Prof. Merith Niehuss, freut sich über die engere Partnerschaft: „Das Kooperationsprojekt INI.UniBw mit der AUDI AG ist für die Universität der Bundeswehr München eine Zusammenarbeit auf höchstem Niveau. Wir verbinden exzellente und innovative Forschung mit dem internationalen Know-how eines renommierten Automobilkonzerns.“

Hybrid-Fahrzeug für Forschungszwecke

Die Federführung für diese Kooperation auf Seiten der Universität der Bundeswehr München hat Prof. Dieter Gerling mit seinem Institut für Elektrische Antriebstechnik. Darüber hinaus wird auch in anderen Fakultäten der Universität intensiv zum Thema „Automobile“ geforscht, etwa mit dem autonomen Auto oder zu Autofahrer-Assistenzsystemen. Für aktuelle Forschungszwecke wird Audi der Universität der Bundeswehr in München einen Audi Q5 Hybrid zur Verfügung stellen. Symbolisch übergab Dr. Uwe Koser, Koordinator der Audi-Wissenschaftsprojekte, im Rahmen der Auftaktveranstaltung der INI.UniBw der Präsidentin Prof. Merith Niehuss ein Modellauto gleichen Typs.

Praxisorientierte Projekte für Studierende

Dr. Peter F. Tropschuh, Leiter der AutoUni bei Audi, betonte, dass die Kooperation „für beide Seiten große Vorteile“ biete. „Die Studierenden arbeiten in ihren praxisorientierten Projekten eng mit unseren Experten zusammen und lernen Audi so besser kennen. Im Gegenzug profitieren wir von neuen Ideen und gewinnen hochqualifizierte Nachwuchskräfte für unser Unternehmen.“ Allein 2010 hat Audi über 80 Prozent der Doktoranden nach ihrer Promotion übernommen. Das Ingolstadt Institut der Universität der Bundeswehr München INI.UniBw bildet die sechste Hochschulkooperation am Standort Ingolstadt. Es fördert Young Professionals in den Bereichen der elektrischen Antriebstechnik und der Leistungsbordnetze, steht aber auch allen anderen Instituten der Universität offen.

Optimale Bedingungen für kluge Köpfe

Bei der Auftaktveranstaltung am 10. Mai wandte sich auch Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann in einem Grußwort an die Kooperationspartner. „Für den Hochschulstandort bieten die Ingolstadt Institute (INI) eine großartige Gelegenheit“, betont Lehmann: „Hier können die klügsten Köpfe unter optimalen Bedingungen zusammenarbeiten, damit die Region auch in Zukunft zu den erfolgreichsten in Deutschland zählt.“

Aktuelle gemeinsame Forschungsprojekte

Nach den Grußworten eröffnete Prof. Gerling mit einem Vortrag über den „Elektrischen Traktionsantrieb als ‚key component’ für die zukünftige Mobilität“ den fachlichen Teil des Abends. Außerdem stellte Johann Mayer, erster INI.UniBw Doktorand, sein aktuelles Forschungsprojekt vor. Das Thema seiner Doktorarbeit lautet „Ansteuerung von elektrischen Antrieben im Fahrwerk aus Sicht zukünftiger Sicherheitsanforderungen“. Weitere Promotionsprojekte mit den verschiedensten Instituten der Universität der Bundeswehr München werden folgen.