Bitte bleiben Sie Zuhause!

23 März 2020

Diesen Satz hören wir nun ständig, egal ob im Radio oder Fernsehen. Die jetzt geltenden Ausgangsbeschränkungen sind notwendige Schritte zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die aber auch Belastungen für alle mit sich bringen.

Aus psychologischer Sicht ist die Ausgangsbeschränkung in dieser Zeit für die Menschen eine Herausforderung, weil soziale Isolation dem Wesen des Menschen widerspricht. Darum sollte sich jeder Einzelne überlegen, warum es diese Einschränkungen des sozialen Lebens gibt. Es ist viel besser, sich Gedanken zu machen, wofür das Ganze gut ist. Wenn ich weiß, was die Maßnahmen nützen – mir, denen, die mir nahestehen, und im Endeffekt der ganzen Menschheit – dann mache ich das zu meiner eigenen Angelegenheit und dann ist es sogar freiwillig: Ich halte mich zurück, damit ich andere und mich nicht gefährde.

Den Alltag sollten wir auch in den eigenen vier Wänden aktiv gestalten. Wer nur passiv konsumiert, verstärkt das Gefühl des Ausgeliefertseins. Wir können die Zeit als gute Gelegenheit sehen, als Chance, um die Zeit zum Lernen zu nutzen, Stoff aufzuholen und sich auf spätere Prüfungen vorzubereiten. Oder gibt es etwas, was ich schon immer machen wollte, zum Beispiel Yoga, Meditation, eine Sprache lernen. Wir können in den eigenen vier Wänden auch Dinge erledigen, die sonst aufgeschoben werden, wie etwa die längst fällige Steuererklärung machen. Außerdem sollte man nicht den ganzen Tag Nachrichten konsumieren, sondern nur in einem klar begrenzten Zeitraum morgens oder abends, sonst können die Gedanken den ganzen Tag um diese negativen Ereignisse kreisen.

Und man sollte auch einen gesunden Lebensstil pflegen, mit gesunder Ernährung, Schlaf, Bewegung und dem Stress sollte man nicht mit Alkohol, anderen Drogen und Rauchen begegnen. Die sozialen Kontakte kann man von zu Hause aus, per E-Mail, Skype und Telefon mit anderen Familienmitgliedern und Freunden aufrechterhalten.

Also in diesem Sinne, bitte bleiben Sie zuhause und schützen Sie sich und andere!


Wenn Sie in dieser schwierigen Zeit psychologische Unterstützung benötigen, sind wir in der psychologischen Beratungsstelle natürlich für Sie da:

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