Dr. Thomas Horst studierte Geschichte und Völkerkunde (Ethnologie) an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und in Wien. 2003 und 2005 führte er eine ethnologische Feldforschung bei den Nachkommen der Mundurukú-Indianer im Amazonasgebiet durch.

Anschließend war er mehrere Jahre lang am Lehrstuhl für Kartographie und Topographie an der Universität der Bundeswehr tätig. In dieser Zeit entstand 2008 seine kartographiehistorische Promotion über „Die älteren Manuskriptkarten Altbayerns. Eine kartographiehistorische Studie zum Augenscheinplan unter besonderer Berücksichtigung der Kultur- und Klimageschichte“. Im Jahre 2010 erhielt er für seine Studie „Zur Entstehung der Manuskriptgloben des Heinrich Arboreus und des Philipp Apian“ den Fiorini-Haardt-Preis der Inter­nationalen Coronelli-Gesellschaft für Globenkunde in Wien.

2012 war er als wissenschaftlicher Projekt-Mitarbeiter zur Erstellung eines Kommentarbandes zum Mercatoratlas von 1595 beim Faksimile Verlag tätig. Für seine einschlägige Studie „Die Welt als Buch. Gerhard Mercator (1512–1594) und der erste WeltATLAS“ (auch in französischer und niederländischer Version), wurde ihm von der Société de Géographie in Paris der renommierte Georges Erhard-Preis verliehen.

Er ist Gastwissenschaftler im Bereich Landmanagement an der Universität der Bundeswehr München sowie Gründungsmitglied und Trustee der “International Society for the History of the Map”. 

Seine Forschungsschwerpunkte beinhalten neben der frühneuzeitliche Kartographie-, Klima- und Entdeckungsgeschichtegeschichte, auch die Globenkunde sowie die historische Kulturwissenschaft und Netzwerkforschung.