Frau Dr. Gabriele Greindl war über Jahrzehnte wissenschaftliche Lektorin bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Kommission für Landesgeschichte. Foto_Greindl.tifImmer lehrte und lehrt sie zudem an der LMU München, auch bereits einige Male an der UniBW.

Nach dem Studium der Geschichte und Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Frühe Neuzeit in München und Florenz schloß sie 1978 zunächst mit dem Magister Artium ab – das Thema war die Staatsideologie der Frühen Neuzeit, die sich an der Münchner Residenzfassade ablesen läßt (diese Arbeit ist über den Server der LMU aufrufbar). Ein Stipendium der Friedrich-Naumann-Stiftung ermöglichte die Dissertation über die „Landschaft in Bayern“ – speziell die adelige Korporation, eine der grundlegenden früheren Arbeiten zur Ständeforschung, zur Geschichte der vor-parlamentarischen Institutionen im Alten Reich (diese Diss. ist als Bd. 121 der Gelben Reihe der Stadt München 1983 erschienen).

Forschungs- , Arbeits- und Seminarschwerpunkte blieben seitdem die Landstände in der Frühen Neuzeit, eng damit verwoben die Geschichte des evangelischen Hochadels in Bayern und den angrenzenden Habsburger Territorien in Zeiten der Reformation und Gegenreformation. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Editionsarbeit zum Westfälischen Friedenskongreß; die Berichte der bayerischen Gesandten seit 1644 werden von einer Münchner Forschergruppe, zu der die Dozentin zählt, in fortlaufender Editionsarbeit kommentiert herausgegeben. Ein weiterer Schwerpunkt der universitären Lehre liegt in der Münchner Stadtgeschichte von 1158-1800, ergänzt durch spezielle bayerische Themen wie die Königsschlösser, die Landesausstellungen oder Städtetouren.

Vgl. zur Information die Publikationsliste unter folgendem Link: https://www.seniorenstudium.uni-muenchen.de/zentrum-seniorenstudium/dozierende/greindl/index.html