Studienprojekt (Jg. 08): Businessplanung für neue Versorgungsformen im Gesundheitswesen

Studienprojekt für den Jahrgang 08

Businessplanung für neue Versorgungsformen im Gesundheitswesen

Bezug zur Modulstruktur: Das Projektstudium ist ein eigenständiges (Pflicht-) Modul. 

Modulnummer: 1970 

Dozenten: Prof. Dr. G. E. Braun, Dipl.- Volksw. A. Binder

Zeitraum: WT/FT 2010 

Termin: Donnerstags von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr 

Inhalte:  Das Ziel des Studienprojektes ist die konzeptionelle Erarbeitung eines Businessplans für eine innovative Versorgungsform im Gesundheitswesen. Innovative Versorgungsformen sind sog. vernetzte Versorgungsstrukturen, in denen unterschiedliche Leistungserbringer im Gesundheitswesen (oft sektorübergreifend) zusammenarbeiten. Eine solche Kooperation findet sich z.B. zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern. Neben der Entwicklung einer möglichst praxisnahen, konkreten und tragfähigen Geschäftsidee sowie Fragen des Marketings werden dabei im Rahmen des Businessplans Kosteneinsparungen im Mittelpunkt stehen. Die Erstellung eines Businessplans bietet die Möglichkeit der praxisbezogenen Integration vielfältiger Fachbereiche und Studieninhalte.

Der Ablauf des Studienprojekts wird sich in drei Phasen gliedern. Zunächst wird das notwendige Hintergrundwissen zum deutschen Gesundheitswesen erarbeitet. Anschließend folgt eine Phase der intensiven Beschäftigung mit innovativen Versorgungsformen. Dabei werden konkrete Beispiele aus der Praxis im Mittelpunkt stehen. Sie sollen die Teilnehmer zur Entwicklung eigener Geschäftsideen anregen und ihnen Möglichkeiten der Umsetzung aufzeigen. Abschließend wird die Gruppe sich auf eine Geschäftsidee einigen und diese in einen Businessplan gemeinsam umsetzen. Die Erarbeitung der möglichen Kosteneinsparung und einer Liquiditätsrechnung soll durch eine einfache Simulationsrechnung unterstützt werden. Diese steht in excel zur Verfügung und wird im Studienprojekt verwendet. Die Teilnehmer bekommen eine Einführung in das excel-tool. Anhand dieses Werkzeugs sollen die Teilnehmer ein Gespür für die (finanziellen) Konsequenzen Ihrer Planungsannahmen und -entscheidungen entwickeln. Zusätzlich ist vorgesehen, Fachleute aus der Praxis des Gesundheitswesens (z.B. von Krankenkassen, Unternehmen der integrierten Versorgung und Leistungserbringen wie z.B. Krankenhäusern) einzuladen. In zwei oder drei Projektsitzungen sollen sie als Referenten das Thema aus der Praxissicht darstellen.

Dem Charakter eines Projekts entsprechend ist der beschriebene Ablauf nur als Rahmen vorgegeben. Die Teilnehmergruppe selbst wird immer wieder Entscheidungen über die Ausgestaltung und Nutzung dieses Rahmens treffen. Insofern trägt im Projektstudium in besonderer Weise jeder Teilnehmer zur Zusammenarbeit und Selbstorganisation in der Gruppe und damit zum Erfolg des Projekts bei.

Folgende Literatur wird im Studienprojekt eingesetzt:

  • Braun G.E. , Güssow J., Schumann A. , Heßbrügge G. (Hrsg.) (2009): Innovative Versorgungsformen im Gesundheitswesen, Konzepte und Praxisbeispiele erfolgreicher Finanzierung und Vergütung, Deutscher Ärzte-Verlag
 
 
 


Bislang wurden am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre des öffentlichen Bereichs und Gesundheitswesens folgende Studienprojekte angeboten:


  • Patientenorientierung im Gesundheitswesen am Beispiel telemedizinischer Dienstleistungen - Bestandsaufnahme, Bedarf und Potenzial bei ausgewählten Einrichtungen im deutschen Gesundheitswesen
  • Marketing für ein Dienstleistungsunternehmen des Gesundheitswesens: Analyse, Planung und Konzeption
  • Business- Planung für moderne Versorgungs- und Kooperationsformen
  • Moderne Versorgungs- und Kooperationsformen im Gesundheitswesen
  • Ambulantes Operieren im Klinikum Dachau
  • Kundenzufriedenheitsanalyse im Disease Management Programm einer privaten Krankenversicherung
  • Ausländische Patienten in deutschen Kliniken
  • Gesundheitsinformationen für mündige Patienten und Versicherte
  • Qualitätsmanagement im Bundeswehrkrankenhaus
  • Pharmaökonomie der Krankenkassen
  • Einsatz von Unternehmensberatungen im Krankenhausbereich (z.B.: Umfrage unter Unternehmensberatungen)
  • Ambulantes Operieren in der Chirurgischen Klinik des Bürgerhospitals in Feuerbach
  • Marketing in Einrichtungen des Gesundheitswesens (z.B.: Imageanalyse der Wiesbadener Allgemein Krankenhäuser bei niedergelassenen Ärzten des KV-Bezirks Wiesbaden)
  • Sponsoring öffentlicher Kultureinrichtungen
  • Dokumentenanalyse zur Führungsorganisation kommunaler Unternehmen


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