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Weltpolitik im Umbruch

Im Bildungszentrum Wildbad Kreuth diskutieren Doktorandinnen und Doktoranden des Promotionskollegs „Konturen einer neuen Weltordnung“ ihre Projekte mit fachkundigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
Weltpolitik im Umbruch

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Leitern des Kollegs, Prof. Dr. Carlo Masala (vorne, 2.v.l.), Prof. James Davis Ph.D. (hinten, 2.v.l.) und Prof. Dr. Reinhard Meier-Walser (vorne, 1.v.r.).

Anfang März veranstaltete das Promotionskolleg – ein Gemeinschaftsprojekt der Universität der Bundeswehr München, der Universität St. Gallen und der Hanns-Seidel-Stiftung seine zweite Fachtagung: Dabei präsentierten die Kollegiatinnen und Kollegiaten den aktuellen Stand ihrer Projekte und diskutierten diese mit den Leitern des Kollegs, Prof. Dr. Carlo Masala (Universität der Bundeswehr München), Prof. James Davis Ph.D. (Universität St. Gallen) und Prof. Dr. Reinhard Meier-Walser (Hanns-Seidel-Stiftung) sowie deren wissenschaftlichen Mitarbeitern und weiteren Gästen.

Zwischen Kooperation und Konflikt

Den „roten Faden“ der Tagung bildeten drei Themenbereiche, die sich mit den unterschiedlichen Facetten einer möglichen „neuen Weltordnung“ beschäftigten. Zu Beginn standen die Nachwehen des Kalten Krieges im Mittelpunkt: Philippe Ludwig referierte über die Bedeutung des Amerikanischen Exzeptionalismus für die US-Außenpolitik nach Ende des Ost-West-Konfliktes, Luba von Hauff sprach über Chinas Einfluss auf die Entwicklung des postsowjetischen Kasachstans. Die Konsequenzen der „neuen Weltordnung“ für das internationale Recht hinterfragten im zweiten Teil Fredrik von Bothmer, der die Legalität autonomer Waffensysteme problematisierte und Carolin König. Sie ging der Frage nach, welche völkerrechtlichen Konsequenzen der mögliche Untergang von Staaten infolge des steigenden Meeresspiegels mit sich bringe. „Zwischen Kooperation und Konflikt“ lautete schließlich das Motto des dritten Themenschwerpunkts, in dem Alessandro Scheffler über die Zukunft effektiver militärischer Zusammenarbeit sprach und Lisa Kammermeier am Beispiel Kambodscha den Identitätswandel in Post-Konflikt-Gesellschaften thematisierte.

Die Fachtagungen des im Januar 2014 gegründeten Promotionskollegs sind ein wichtiger Baustein, um den insgesamt acht Doktorandinnen und Doktoranden einen kontinuierlichen Austausch über ihre Projekte sowie angrenzende Forschungsfelder zu ermöglichen. Zu diesem Zweck nehmen sie zudem an Veranstaltungen der Hanns-Seidel-Stiftung und an monatlich stattfindenden Kollegiatentreffen teil. In ihrem Forschungsprozess werden sie fortlaufend von renommierten Wissenschaftlern betreut und beraten. Darüber hinaus besteht in Gestalt des internen Bereiches der Kolleg-Homepage auch eine Online-Plattform zum Austausch über die unterschiedlichen Projekte.

Nähere Informationen zum Promotionskolleg

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