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Stabile Brücken für die Bundeswehr

Mitte November tagte das „Team of Experts for Military Bridge Assessment“ an der Universität. Der Austausch über den aktuellen Entwicklungsstand der unterschiedlichen nationalen Berechnungsverfahren zur Abschätzung der Tragfähigkeit unbekannter Brückenbauwerke in militärischen Einsatzgebieten stand dabei im Fokus.
Stabile Brücken für die Bundeswehr

Neue Brücke in der Nähe von Feyzabad (Afghanistan)

Soldatinnen und Soldaten müssen sich im Einsatz auf stabile Brücken verlassen. Das internationale Expertenteam für die Einschätzung militärischer Brücken setzt sich für eine möglichst uneingeschränkte Mobilität militärischer Truppen ein, deren Aufwand für die Erkundung von Brücken und die Bewertung ihrer Standfestigkeit sich in Grenzen halten sollte.

Das Institut für Konstruktiven Ingenieurbau, vertreten durch die Professoren Manfred Keuser und Andreas Taras, und das Institut für Mechanik und Statik unter der Leitung von Professor Norbert Gebbeken organisierten die mittlerweile bereits 10. Arbeitstagung des Teams. Die Treffen finden jedes Halbjahr statt und werden stets von einer anderen Nation ausgerichtet. Die entwickelten Konzepte der Nationen USA, Kanada, Belgien und Deutschland wurden auch bereits als einsatztaugliche Softwaretools umgesetzt. Das an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg entwickelte Programm „BRASSCO-NG“ stellt hierbei aktuell das einzige auf mobilen Endgeräten lauffähige und somit direkt am Bauwerksort einsetzbare Programm dar.

Eigenlast des Bauwerks maßgeblich

Die Abschätzung der Brückenbelastbarkeit erfolgt hierbei zunächst auf der Grundlage einer Untersuchung einer großen Zahl von bestehenden Brücken. Maßgebender Parameter für die Abschätzung der zulässigen Fahrzeuglasten ist bei diesem Verfahren die Eigenlast des Bauwerks. Eine zusätzliche Methode, bei der eine numerische Berechnung der Tragfähigkeit nach der „Finite – Elemente – Methode“ erfolgt, ist derzeit in der Bearbeitung. Im Rahmen der Tagung wurde neben der Diskussion der verschiedenen Konzepte insbesondere das weitere Vorgehen zur Schaffung einer für die NATO-Länder einheitlichen Klassifizierungssoftware festgelegt.

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