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Lösungen für extreme Hochwasserereignisse

Am 27. Februar 2015 wurde das Deutsch-Indische Verbund-Forschungsvorhaben „FloodEvac“ in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) offiziell gestartet. Deutscher Koordinator ist Prof. Dr.-Ing. habil. Norbert Gebbeken von der Universität der Bundeswehr München.
Lösungen für extreme Hochwasserereignisse

Die Forscherinnen und Forscher der beteiligten Institutionen beim ersten Workshop in München.

Das Forschungsvorhaben mit sieben deutschen und zwei indischen Partnern ist Teil des Regierungsabkommens zur Zusammenarbeit in der zivilen Sicherheit zwischen Indien und Deutschland. In dem Deutsch-Indischen Verbundvorhaben arbeiten Spezialisten aus beiden Ländern gemeinsam an Lösungen für drei wesentliche Bereiche des Katastrophenmanagements. Für diese Zusammenarbeit wurden vom BMBF für drei Jahre ca. 20 Mio. Euro für fünf Verbundprojekte zur Verfügung gestellt.

Verbesserung der Sicherheit

Das Gesamtziel des beantragten Forschungsvorhabens „FloodEvac“ ist die Verbesserung der Sicherheit für Personen und Anlagen im Fall von extremen Hochwasserereignissen in einem internationalen Rahmen. Hierfür sollen Methoden, Technologien und Prozesse entwickelt werden, um speziell die Verkehrsinfrastrukturen, die im Katastrophenfall entscheidend für die Versorgung und Evakuierung sind, besser bewerten zu können. Die Betrachtung des Restrisikos im Katastrophenfall, unter Zuhilfenahme von Optimierungsmethoden, soll es ermöglichen, die Folgen einer Hochwasser-Katastrophe zu reduzieren. Dabei betreffen die Hochwasser-Szenarien, die im Projekt „FloodEvac“ untersucht werden, in erster Linie das Inland. Sturmfluten, Sturzfluten und der Küstenschutz stehen bei „FloodEvac“ nicht im Fokus.

Internationale Zusammenarbeit

Im Forschungsvorhaben „FloodEvac“ werden unter anderem hydraulische Simulationen durchgeführt, mit dem Ziel, Informationen zur Bewertung der baulichen Verkehrsinfrastruktur bereit zu stellen (TU München und Universität der Bundeswehr München). Darüber hinaus werden Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammengefasst, wie z.B. von Unterwasser-Robotern (Jacobs University Bremen) oder durch das Smartphone generierte Daten (Universität Mittweida und Amrita University).  Das Indian Institute of Technology untersucht den Einfluss von Kanalnetzen auf die Hochwassergefahr. Die FU Berlin wird das Vorhaben sozialwissenschaftlich und kulturwissenschaftlich begleiten. Das Technische Hilfswerk sorgt als Endanwender dafür, dass der Fokus auf die praktisch wichtigen Fragestellungen gelegt wird.

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