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Leben in der Weltgesellschaft – Regieren im Weltstaat

Im letzten Forschungskolloquium im Jubiläumsjahr untersucht die Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften die sich verändernden Formen des nationalen und globalen Regierens sowie des Gehalts von nationaler und kosmopolitischer Gesellschaft im 21. Jahrhundert.
Leben in der Weltgesellschaft – Regieren im Weltstaat

Ein spannendes Thema mit vielen Facetten

Die Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften bildete mit ihrer Fachtagung zum Thema „Regieren und Leben im Weltstaat“ Anfang Dezember den Abschluss der Kolloquienreihe. Dazu konnten Präsidentin Prof. Merith Niehuss und Dekan Prof. Carlo Masala rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörer aus der Universität sowie zahlreiches internationales und nationales Fachpublikum im Universitätscasino begrüßen. Durch die Veranstaltung führte der Prodekan der Fakultät, Prof. Stephan Stetter. Prof. Niehuss zeigte sich in ihrer Begrüßung sehr erfreut über das internationale Thema, das die Fakultät für ihr Kolloquium ausgesucht hatte. Die Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften sei eine Fakultät, die sich in den achtziger Jahren emanzipiert und einen entschiedenen Weg in die Zukunft gewählt habe. Dabei habe sie eine deutliche Klarlegung ihrer Profile gewählt, viele andere Fakultäten seien auch diesen Weg gegangen. „Diese Profilierung ist also wegweisend für die Universität“, so Niehuss.

30jähriger Geburtstag der Fakultät

Bevor das Kolloquium startete ging Dekan Masala noch einmal auf die Geschichte der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften ein und verwies auch auf den 30jährigen Geburtstag der Fakultät, den diese 2013 feiern konnte. Dabei machte er noch einmal deutlich, dass das Studium an der Universität die verschiedenen sozial- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen wie z.B. Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft  und Rechtswissenschaft umfasse und der Studierende nicht nur in einer spezifischen Fachrichtung ausgebildet werde.

Nachhaltiger Wandel

Das Kolloquium beschäftigte sich im Wesentlichen mit den Chancen und Risiken der sich rasant verändernden Formen des Regierens und des Gehalts von Staatsbürgerschaft und Gesellschaft im 21. Jahrhundert unter Einbezug historischer Entwicklungen (vor allem seit dem 19. Jahrhundert). Zentrale Leitfrage des Kolloquiums war es, inwieweit diese Entwicklungen tatsächlich als nachhaltiger Wandel oder sogar als „Fortschritt“ herkömmlicher Formen des Regierens und (staatsbürgerlichen) gesellschaftlichen Lebens verstanden werden konnten. In fünf Themenblöcken  diskutierten renommierte internationale und nationale Wissenschaftler über die verschiedenen Themen wie Weltstaatlichkeit, Weltbürgerschaft, globales und nationales Recht und Globalisierung.

Ein breites Spektrum

Zu Beginn der Tagung sprachen Prof. Kate Nash (Goldsmith College der University  of London) und Prof. George M. Thomas  (Arizona State University) über das Thema „Sociological Perspectives on the Nation-State and Globalization: Hybridization, Renationalization, Cosmopolitanism, or else? Im zweiten Block gingen die Prof. Barry Buzan (London School of Economics & Political Science) und Prof. Mathias Albert von der Universität Bielefeld  dann der Frage nach: World State or Global Governance? Nach der Mittagspause beschäftigten sich Prof. Christian Tomuschat (Humboldt-Universität Berlin) und Prof. Geir Ulfstein (Oslo University) mit  den Zusammenhängen von globalem und nationalem Recht, Prof. Markus Vogt (LMU München) und Prof. Volker Gerhardt  (Humboldt-Universität Berlin) zeigten die Chancen und Risiken von Weltstaatlichkeit und Weltbürgerschaft auf und Prof. Andreas Eckert (Humboldt-Universität Berlin) beleuchtete zusammen mit Prof. Jost Dülffer (Universität Köln) die Weltstaatlichkeit aus historischer Perspektive.

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