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Kontinuität und Aufbruch

Die Fakultät für Humanwissenschaften beteiligt sich mit ihrem Kolloquium „Krise und Chance. Humanwissenschaftliche Perspektiven“ an der Kolloquienreihe der Universität – und hat dabei viel mehr zu feiern als nur ein Jubiläumsjahr.
Kontinuität und Aufbruch

Im Oktober 2013 startete an der Universität der neue Studiengang "Psychologie"

„40 Jahre Universität der Bundeswehr München, das heißt auch 40 Jahre Pädagogik, 40 Jahre erziehungswissenschaftliche Bildung“, so begrüßte die Präsidentin Prof. Merith Niehuss die Gäste des Forschungskolloquiums der Fakultät für Humanwissenschaften. Sie machte damit deutlich, welch großen Stellenwert die Bildungs- und Erziehungswissenschaften an den Universitäten der Bundeswehr und innerhalb der Bundeswehr einnehmen. Die Pädagogik stellt von jeher an beiden Universitäten der Bundeswehr einen Schwerpunkt dar, ein hoher Anteil der angehenden Offiziere entscheidet sich für ein bildungswissenschaftliches Studium, und überdurchschnittlich viele der heutigen Berufssoldaten haben ein Pädagogikstudium absolviert. Nicht umsonst sprach Prof. Niehuss von der Pädagogik als „einer der Säulen“ der Offizierausbildung. Waren die Studierendenzahlen und die Bedeutung der Bildungswissenschaften 40 Jahre lang kontinuierlich hoch, so hat die Fakultät dennoch in den vergangenen Jahren einige einschneidende Umbrüche erlebt. Daher beleuchtete die Fakultät in ihrem Forschungskolloquium nicht nur praktische und theoretische Problemstellungen, sondern nutzte den feierlichen Rahmen auch, um ihren neuen Namen und ihre neuen Schwerpunkte in Forschung und Lehre zu präsentieren.

Drei Disziplinen unter einem Dach
Die Dekanin der Fakultät für Humanwissenschaften, Prof. Manuela Pietraß ließ in ihrer Ansprache die größten Herausforderungen der letzten Jahre für ihre Fakultät Revue passieren. Wie viele Fakultäten der Universität der Bundeswehr München erlebte auch die Fakultät für Pädagogik im letzten Jahrzehnt eine komplette Erneuerung der Professorenschaft. Trotz vieler unbesetzter Professuren musste sie nicht nur die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge bewältigen, sondern außerdem innerhalb kürzester Zeit den neuen Studiengang Psychologie konzipieren und in die Fakultät integrieren. „Wir haben die Ärmel hochgekrempelt und wir haben es geschafft“, freute sich Dekanin Pietraß: Am 1. Oktober 2013 haben 22 Studierende den Bachelor-Studiengang „Psychologie“ begonnen, den sie in knapp drei Jahren mit dem Master „Klinische Psychologie“ fortsetzen können. Damit finden mit der Psychologie sowie den bildungswissenschaftlichen und den sportwissenschaftlichen Studiengängen nun die Studiengänge dreier Disziplinen in der Fakultät ein gemeinsames Zuhause. Folgerichtig benannte sich die ehemalige Fakultät für Pädagogik im Jubiläumsjahr 2013 um und firmiert heute unter dem Namen Fakultät für Humanwissenschaften.

Krisenbewältigung als Forschungsfeld
Ein neuer Forschungsschwerpunkt an der Fakultät für Humanwissenschaften wird das Thema Trauma und Krisenbewältigung sein. Eine entsprechende Professur soll zum 1. Oktober 2014 besetzt werden. Mit diesem Thema, das wiederum für die Bundeswehr hochaktuell ist, beschäftigte sich auch das Forschungskolloquium. Heinrich Müller vom Karrierecenter München und Dr. Jens Kowalski vom Bundeswehrkrankenhaus Berlin stellten den Psychologischen Dienst der Bundeswehr, seine wehrpsychologischen Aufgabenfelder und Tätigkeitsbereiche in der Truppe vor. Am Nachmittag stand dann mit Professoren der Universität der Bundeswehr München sowie Professoren der Humboldt-Universität zu Berlin, der Deutschen Sporthochschule Köln, der Ruhr-Universität Bochum sowie der LMU München eine sportwissenschaftliche Podiumsdiskussion auf dem Programm.

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