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Kommandeur von West Point besucht Universität

Der Kommandeur der Militärakademie West Point, US-General Robert Caslen, besuchte am 30. März die Universität der Bundeswehr München. Die Präsidentin Prof. Merith Niehuss und der Leiter Studierendenbereich Oberst Detlev Adelmann begrüßten den hohen Besuch im Uni-Casino.
Kommandeur von West Point besucht Universität

Präsidentin Prof. Merith Niehuss und US-General Robert Caslen

Stolz präsentiert die Präsidentin dem US-General und seiner Delegation, was die Universität der Bundeswehr München kann und was sie ausmacht. Studiengänge wie Luft- und Raumfahrtechnik haben nicht nur für den späteren zivilen Werdegang der studierenden Offiziere einen Nutzen, sondern sind auch für das Militärische wichtig. Im Konkurrenzkampf mit anderen bayrischen Hochschulen könne sich die Universität der Bundeswehr München gut behaupten, liefere etwa für die Automobilbranche nützliche Forschungsergebnisse im Bereich "Autonomes Fahren" und werde in den nächsten Jahren zu einem der wichtigsten deutschen Standorte für Cybersicherheit. Ein neuer Cyber-Studiengang ermögliche es künftigen Offiziersanwärterinnen und Offiziersanwärtern in Zukunft eine Laufbahn mit dem Fokus auf "IT-Sicherheit" zu bestreiten.

Oberst Adelmann geht in seiner Vorstellung vor allem auf die militärischen Aspekte der Universität ein: „Die Studierenden entscheiden selbst was für ihr Studium wichtig ist.“ Anders als in West Point – hier gäbe es vorgeschriebene Dienstpläne für die Kadetten. Adelmann betont, dass die Hauptaufgabe an der Universität der Bundeswehr München die akademische Ausbildung sei. Dennoch gäbe es den „militärischen Mittwoch“, der es den Soldaten ermöglicht ihre militärischen Fertigkeiten jährlich aufzufrischen – dafür seien sie in erster Linie selbst verantwortlich.

Informationen zum Studium

Leutnant Finn Kobza, der West Point von August bis Dezember 2016 selbst über einen Austausch kennenlernen durfte, stellt dem US-General in einer Präsentation Einzelheiten der deutschen Offiziersausbildung vor. Alle Offizieranwärterinnen und Offizieranwärter kommen nach 13 Monaten Grundausbildung und Lehrgängen an den Offizierschulen an die Universitäten der Bundeswehr in München oder Hamburg. Dort konzentrieren sie sich voll auf das Studium, wobei für den Bachelorabschluss drei Jahre und für den Masterabschluss vier Jahre benötigt werden. Nach dem Studium geht es direkt in die Truppe und an die jeweiligen Offizierschulen zur weiteren militärischen Spezialisierung. In seiner Präsentation stellt Kobza den US-Amerikanern auch den Campus vor und zeigt Sport- und Freizeitmöglichkeiten auf, die die Studierenden hier haben. Neben Zahlen und Fakten stellt der junge Offizier auch die Forschungszentren der Universität vor. Im historischen Kontext  ist hierbei auch erwähnenswert, dass der Standort eine ehemalige Air Base der US Air Force war.

Auf dem Campus unterwegs

Im Anschluss gibt Prof. Andreas Taras dem General und seiner Delegation einen kurzen Einblick in die Forschung der Universität – in einem Labor der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften. Hier stellen Prof. Taras und seine wissenschaftlichen Mitarbeiter etwa Belastungsproben von Glas und anderen Stoffen sowie Brückentests für die Brückenlegepanzer „Biber und Leguan“ vor. Zum Ende des Besuchs wird den ausländischen Gästen noch die CISM-Bahn des militärischen Fünfkampfs vorgestellt. Feldwebel Rauch von der Sportfördergruppe demonstriert vor Ort das schnelle Überwinden der Hindernisbahn.

„Es war wundervoll die Westpoint Kadetten zu sehen“, schwärmt General Caslen, der bei seinem Besuch die Gelegenheit nutzte, mit seinen Kadetten an der Universität der Bundeswehr München zu sprechen. Neben dem Morgensport an der Universität haben dem US-General besonders die Gespräche mit Präsidentin Niehuss und Oberst Adelmann gefallen. Auch die informative Präsentation von Leutnant Kobza fand General Caslen „genial“.

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