CI-Element wave

Honorarprofessor – eine besondere Ehre

Zum Anlass der Bestellung von Prof. Ulrich L. Rohde zum Honorarprofessor veranstaltete die Fakultät für Informatik am 2. Oktober ein Festkolloquium. Dabei wurde der renommierte Wissenschaftler und Unternehmer von Präsidentin Prof. Merith Niehuss und vom Dekan der Fakultät für Informatik, Prof. Klaus Buchenrieder, begrüßt.
Honorarprofessor – eine besondere Ehre

Präsidentin Prof. Merith Niehuss, Prof. Ulrich L. Rohde, Prof. Klaus Buchenrieder, Prof. Ignaz Eisele (v.l.n.r.)

„Vieles von dem, was wir heute in der Elektronik, in der Kommunikations-, Mess-, Sicherheits- und Nachrichtentechnik sowie im Bereich Cybersicherheit ganz selbstverständlich nutzen, wäre ohne die Erfindungen und die von Prof. Ulrich Rohde entwickelten mathematischen Methoden nicht denkbar oder existent“,  betonte Prof. Buchenrieder zu Beginn seiner Ansprache. Seine berufliche Laufbahn begann Prof. Rohde als Entwicklungsingenieur, so der Dekan der Fakultät für Informatik: „Dies war der Start in eine beeindruckende akademische und unternehmerische Karriere.“ Heute könne der Wissenschaftler und Unternehmer auf mehr als 300 technische Fachartikel, 16 Fachbücher und ca. 50 Patente (die alleine beim Deutschen Patent- und Markenamt auf dem Gebiet der Mikrowellen- und Sicherheitstechnik gelistet seien) zurückblicken. Ein wahrlich imposantes Werk.

Nicht Honorar sondern honoris

Eine Honorarprofessur sei etwas Besonderes für die Universität der Bundeswehr München, so die Präsidentin in ihrem Grußwort: „Wir vergeben diese Auszeichnung sehr selten." Dabei betonte sie, dass das Wort Honorar in diesem Zusammenhang nichts mit einem Gehalt zu tun habe. Dieses bekomme der Professor nämlich nicht. Stattdessen leite sich das Wort vom lateinischen „honoris“ für Ehre ab. Eine Ehre die beidseitig sein solle, so Prof. Niehuss, denn als Honorarprofessor sei Prof. Rohde mit denselben Rechten und Pflichten betraut wie ein berufener Professor. Pflichten seien damit im Grunde aber nicht mehr verbunden, da sie die Lehre betroffen hätten und jeder Professor – ab dem Alter von 65 – von dieser befreit sei. Im weiteren Verlauf ihrer Rede hob die Präsidentin vor allem auch die langjährigen Verdienste des Wissenschaftlers und seine große Persönlichkeit hervor.

Wanderer zwischen den Welten

Prof. Ignaz Eisele, exzellenter Emeritus der Fakultät für Elektrotechnik, hielt die Laudatio für Prof. Rohde, den er schon seit vielen Jahren kennt. „Sie sind wirklich ein Wanderer zwischen den Welten der Mathematik, der Physik, der Informatik und der Elektrotechnik und das, finde ich, ist äußerst selten“, lobte Eisele.  Auch bemerkenswert sei es, dass der selbstständige Unternehmer seinen eigenen Weg gegangen sei und außerhalb des Familienunternehmens Rohde & Schwarz erfolgreich war. Besonders erwähnenswert sei, dass der neue Honorarprofessor seit 2015 vier neue Preise für seine Wissenschaft erhalten habe.

„Vielen Dank an die Frau Präsidentin, die das alles möglich gemacht hat“, bedankte sich Prof. Rohde nach der Überreichung der Urkunde. Das Festkolloquium schloss mit dem interessanten Vortrag des frisch ernannten Honorarprofessors zum Thema: „Eine Einführung in die Welt der Meta Materialien, ihre Definition, Bedeutung und Anwendung.“

Prof. Ulrich Rohde zählt zu den Pionieren der Hochfrequenz‐ und Mikrowellentechnik. Er ist Inhaber mehrerer Firmen in den USA und Teilhaber der Weltfirma Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG. Als Professor lehrt er Elektrotechnik und Mikrowellentechnik an vier Universitäten in Deutschland, Rumänien und den USA. 2016 betätigte er sich als Gründungsmitglied des Center of Excellence der Universität der Bundeswehr München.

Weitere Informationen zur Fakultät für Informatik

Weitere Informationen zu Prof. Ulrich L. Rohde

CI-Element Spinner