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Die Welt wird vernetzter und smarter

Das vierte Forschungszentrum „CODE“ (Cyber Defence) präsentiert sich der Öffentlichkeit. An der Auftaktveranstaltung im Audimax der Universität der Bundeswehr München nehmen zahlreiche hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Militär teil.
Die Welt wird vernetzter und smarter

Prof. Uwe Borghoff, Dr. Thomas Daum, Dr. Dietmar Theis, Andreas Könen, Prof. Gabi Dreo, Dr. Wolfgang Hommel, Peter Dathe, Prof. Udo Helmbrecht (v.l.n.r.)

Vor wenigen Monaten gründete die Universität der Bundeswehr München das Forschungszentrum „CODE" (Cyber Defence) mit insgesamt elf fakultätsübergreifend beteiligten Professuren. Zur Auftaktveranstaltung am 16. September konnte Vizepräsident Prof. Uwe Borghoff mehr als 250 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Militär begrüßen. Darunter waren zahlreiche hochrangige IT-Experten wie beispielsweise der Präsident des Bayerischen Landeskriminalamtes, Peter Dathe, die Bundestagsabgeordneten Dr. Hans-Peter Uhl und Jimmy Schulz, der Vizepräsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, Andreas Könen, der IT-Direktor im Verteidigungsministerium, Dr. Dietmar Theis, der Direktor von ENISA, Prof. Udo Helmbrecht, der Abteilungsleiter Informationstechnik im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, Flottillienadmiral Dr. Thomas Daum sowie die IT-Verantwortlichen von Giesecke & Devrient, Dr. Kai Grassie und von Cassidian Cyber Security, Thomas Köhler. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Wolfgang Hommel vom Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Stärkere Zusammenarbeit der verschiedenen IT-Einrichtungen
Das Thema „Cyber Defence“ ist angesichts der aktuellen Ereignisse wie den Enthüllungen von Edward Snowdon oder dem Diebstahl von Kundendaten beim Unternehmen Vodafone brisanter denn je. „Alles wird vernetzter und funktionaler, die Cyber-Angriffe steigen ständig an“, machte die Sprecherin des neuen Forschungszentrums, Prof. Gabi Dreo in ihrem Vortrag deutlich. Um diesem Trend zu begegnen, müssen wissenschaftliche Abwehrmechanismen entwickelt werden und alle IT-Einrichtungen aus Wissenschaft, Industrie und Behörden stärker zusammen arbeiten. Das sind zugleich die Ziele des neuen Forschungszentrums. Mit einem ganzheitlichen Forschungsansatz sollen von der Software bis zur Hardware Sicherheitslösungen entwickelt werden. Das neue Forschungszentrum sehe sich dabei laut Prof. Dreo als Mittelpunkt eines Netzwerkes von Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung, Industrie und Behörden. „Digitale Identitäten, Dienste und Daten müssen geschützt werden“, forderte Prof. Dreo. 

Ein gutes Netzwerk ist entscheidend
Der Präsident des Bayerischen Landeskriminalamtes  Peter Dathe unterstrich in seinem Vortrag den von Prof. Dreo eingeforderten Netzwerkgedanken. „Ich wünsche mir, mit dem neuen Forschungszentrum an der Universität der Bundeswehr München gemeinsame Forschungsschwerpunkte zu entwickeln. Wir als Polizei brauchen einen Mitspieler und können nicht allein allen Herausforderungen in der Cyber-Kriminalität gerecht werden“, betonte Dathe. Alle Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Gesellschaft, Behörden und Industrie waren sich einig, dass nur eine stärkere und intensivere Zusammenarbeit  die Chance bietet, nachhaltige Sicherheitslösungen gegen Cyber Angriffe zu entwickeln und erfolgreich einzusetzen.

1. Fachworkshop des neuen Forschungszentrums
Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung fand am darauffolgenden Tag der erste Fachworkshop des neuen Forschungszentrums rund um das Thema „Cyber Defence“ statt. Mehr als 80 Teilnehmer hatten die Möglichkeit an verschiedenen Seminaren wie z.B. „Privacy, Datenschutz, Big Data“, „IT-Sicherheit und Geschäftsmodell. Wie viel kostet IT-Sicherheit?“, „Smart Attacks: neue Herausforderungen an die Netzsicherheit“ und „IT-Sicherheit mobiler Geräte“ zu partizipieren und sich mit den Professorinnen und Professoren verschiedener Fakultäten über die neuesten Entwicklungen im IT-Bereich auszutauschen. Im Anschluss wurden die Ergebnisse der Seminare präsentiert und im großen Plenum mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert. Während der Veranstaltung kam auch der von Prof. Dreo gewünschte Netzwerkgedanke zum Tragen: Das Forschungszentrum CODE unterschrieb im Rahmen des 1. Fachworkshops ein Cooperation Agreement mit dem NATO Cooperative Cyber Defence Center of Excellence.

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