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Die Innovationstreiber

Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik beleuchtet in ihrem Forschungskolloquium Zukunftsthemen wie „Green Electronics“ oder „Smart City“ und zeigt, wie elektrotechnische Innovationen zu Nachhaltigkeit beitragen.
Die Innovationstreiber

Ständig leistungsfähiger werden Mikrochips, aber wie machen wir sie künftig sicherer und smarter?

Rund 250 Teilnehmer, darunter zahlreiche Studierende, begrüßte Prof. Berthold Färber, Vizepräsident für Forschung der Universität der Bundeswehr München, zum Forschungskolloquium der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik am 16. Oktober. Er lobte die Fakultät und ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als diejenigen, die Innovationen mit vorantreiben. „Die Innovationszyklen werden immer kürzer. Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik ist am Puls von Innovation und Nachhaltigkeit und muss dazu beitragen, intelligente Lösungen für die drängenden Zukunftsfragen zu finden.“

 

Von Filmkamera bis Telefon

Wie breit das Spektrum der Technologien und Produkte ist, in denen das Know-How von Elektroingenieuren steckt, zeigte die Themenauswahl des Kolloquiums. Von Plasmatechnologie über Mikroelektronik bis hin zu Sensorik reichten die Inhalte der Fachvorträge. Filmkameras, Mobiltelefone oder Autos waren beispielsweise Produkte, anhand derer die Experten aus der Industrie innovative elektrotechnische Lösungen vorstellten. So sprach ein Alumnus der Universität der Bundeswehr München, Dr. Sebastian Lange, über die Filmkameras der Firma ARRI, zu deren Verbesserung vermehrt auf Plasmatechnologie gesetzt wird. Auch Daimler setzt seit einigen Jahren mit „Nanoslide“ auf eine neue Beschichtung von Zylindern, wie Johannes König in seinem Vortrag erläuterte. Er zeigte auch auf, inwiefern sich solche innovativen Veränderungen im Motor positiv auf einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen auswirken: z.B. weniger Verschleiß, Gewichtsverringerung und Reduktion des CO₂-Ausstoßes der Fahrzeuge.

Sicher und Smart

Der Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik Prof. Walter Hansch sprach in seinem Vortrag über das Mooresche Gesetz und die spannende Frage, ob und wann in Bezug auf die ständige Steigerung der Anzahl der Transistoren pro Mikrochip eine Grenze erreicht sein wird. Die Geschwindigkeit der Leistungssteigerung – Verdopplung der Transistoren pro Chip alle 18-20 Monate – mache schon jetzt Schwierigkeiten; künftig müsse die Leistung und vor allem die Intelligenz der Chips anders erhöht werden.  Am Institut von Prof. Hansch wird beispielsweise an fälschungssicheren Chips gearbeitet, deren Hersteller – und damit die Authentizität – wie ein Fingerabdruck erkennbar bleibt. Damit könnte künftig verhindert werden, dass in Elektronikprodukten gefälschte Chips mit minderwertiger Qualität zum Einsatz kommen. Harald Gossner vom Chiphersteller Intel zeichnete in seinem Vortrag die immensen Entwicklungs- und Wachstumsraten der mobilen Kommunikation in den vergangenen Jahren nach. Smarte Systeme und Geräte werden – drahtlos vernetzt – künftig viele Bereiche des täglichen Lebens steuern. Als Hauptherausforderungen für Wissenschaft und Industrie sieht er die Bereitstellung robuster Geräte sowie die Gewährleistung der Datensicherheit – sowohl was den Schutz der persönlichen Daten anbelangt als auch die langfristig sichere Speicherung von Daten. Wenn dies gelingt, so sieht dieser Referent des Forschungskolloquiums einer „vernetzten Welt“ optimistisch entgegen. Sie biete viele Chancen für nachhaltiges Handeln, z.B. Ressourcenschonung und Energieeinsparung. Mit dem Thema Energie beschäftigt sich auch die nächste Veranstaltung in der Reihe der Forschungskolloquien der Fakultäten im Jubiläumsjahr: Am 6. November behandelt die Fakultät für Maschinenbau das Thema „Nachhaltige Energieversorgung: Wunsch oder Wirklichkeit“.

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Weitere Termine der Kolloquienreihe „Innovation und Nachhaltigkeit“


 

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