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Das Phänomen des Fliegens

Ende August treffen sich Schülerinnen aus München im Rahmen des Ferienprogramms "Mädchen machen Technik", an der Universität der Bundeswehr München zu einem ganz speziellen Seminar. Eine Reise in die Flugzeugtechnik erwartete sie.
Das Phänomen des Fliegens

Die ersten Flugmodelle werden im Freien getestet

Das Ferienprogramm „Mädchen machen Technik“, organisiert von der Agentur "Mädchen in Wissenschaft und Technik" der TU München findet jährlich an den verschiedenen Hochschulen Münchens statt. Die Mädchen sollen hierbei, mittels Experimenten, Selbstvertrauen in ihre konstruktiven Fähigkeiten erwerben und auch ein naturwissenschaftliches Interesse entwickeln. Neben Solarenergie und Transistortechnik war das Projekt „Warum fliegt ein Flugzeug, das schwerer ist als Luft?“ eines der Highlights, die in diesem Jahr an der Universität der Bundeswehr München unter Federführung der Gleichstellungsbeauftragten Dr. Irmingard Böhm stattfanden.

 

Flugzeuge zum selber bauen

Prof. Helmut Rapp, Leiter des Instituts für Leichtbau der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik, leitete das Projekt. Seine Mitarbeiter Karin Danneberg und Christian Christner sowie der Student Martin Rudolf unterstützten die wissbegierigen Schülerinnen beim Bau verschiedener Flugzeugkonfigurationen. Davon standen gleich drei verschiedene Modelle auf dem Programm. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und theoretischen Grundlagen zum Thema „Was fliegt eigentlich und warum?“ konnte bereits begonnen werden, den ersten Versuchsträger, einen Gleiter aus Blasaholz, zu bauen. Mit viel Fingerspitzengefühl bastelten die Schülerinnen an dem sehr empfindlichen Material.

Die physikalischen Grundsätze im Blick

Die Pausen, in denen der Klebstoff trocknen musste, nutzte Prof. Rapp um die Grundsätze der Aerodynamik und auch die wesentliche Bedeutung des Schwerpunktes zu vermitteln. „Stellt euch vor in einem Frachtflugzeug würden einige Elefanten ständig hin und herlaufen, die Änderung des Schwerpunktes würde den Piloten vor arge Probleme stellen“, sagte er im Hinblick auf dessen Position. Die Mädchen begriffen schnell, dass der stabile Flug nur dann gewährleistet ist, wenn die Tragkraft der Luft (bei entsprechender Geschwindigkeit) der Gewichtskraft des Flugzeugs im Schwerpunkt entgegenwirken kann. Nach einigen Vorführungen in einem improvisierten Windkanal hatten die jungen Konstrukteurinnen bereits am zweiten Tag die Möglichkeit "ihr erstes Flugmodell" auszuprobieren. Danach wurde an den anderen Konstruktionen, einem Flugzeug aus Pappe sowie einem extrem leichten Holzflugzeug mit Gummimotor, weitergearbeitet.

Der beste „Flieger“ macht das Rennen

Das absolute Highlight war der Flugwettbewerb am Abschlusstag, bei dem alle ihr Gummimotorflugzeug mit der gleichen Propellervorspannung starten ließen, um zu sehen welches Modell am besten ausgeführt wurde. Die zunächst zurückhaltenden Mädchen tauten über die Dauer des Projekts sichtbar auf und entwickelten viel Begeisterung. Mit vielen neuen Erkenntnissen verließen die Tüftlerinnen die Universität – ihre selbstgebauten Kreationen durften sie selbstverständlich mit nach Hause nehmen.

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