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CFK - Ein besonderer Kunststoff

Die Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik und die Fakultät für Maschinenbau zeigen in ihrem Kolloquium den aktuellen Stand der CFK (kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff)-Forschung auf und geben einen Ausblick auf zukünftige Einsatzmöglichkeiten.
CFK - Ein besonderer Kunststoff

Auch in der Luftfahrtindustrie spielt CFK eine immer größere Rolle

Nach einem Grußwort des Vizepräsidenten für Forschung, Prof. Berthold Färber gab Prof. Dr.-Ing Helmut Rapp, Institut für Leichtbau, den mehr als achtzig Teilnehmern eine Einführung in das Spezialgebiet CFK. Dabei ging es zum einen um die Frage warum dieser faserverstärkte Kunststoff in vielen Bereichen der Technik eine immer größere Rolle spielt, zum anderen gab Prof. Rapp einen Überblick, in welchen Bereichen der Industrie (Luft- und Raumfahrttechnik, Fahrzeugbau und Maschinen- und Anlagenbau) CFK verstärkt zum Einsatz kommt. 

Zu Land und in der Luft

Die Veranstaltung teilte sich dann in drei Blöcke: Zu Beginn des ersten Themenbereichs, indem die Automobilindustrie und die Luftfahrtindustrie im Fokus standen, hielt Prof. Dr.-Ing. Klaus Drechsler von der TU München einen Übersichtsvortrag zum Thema „CFK-Leichtbau – Stand der Technik und Zukunft“. Prof. Drechsler ist einer der renommiertesten Wissenschaftler auf dem Gebiet der grundlagen- und anwendungsbezogenen Prozesstechnologien für kohlenstofffaserverstärkte Verbundwerkstoffe. Seit 2009 leitet er den neuen Lehrstuhl für Carbon Composites an der TUM und die Fraunhofer-Projektgruppe für Funktionsintegrierten Leichtbau in Augsburg. Im Anschluss sprachen der Fachteamleiter Werkstoffnetzwerk CFK, Dipl.-Ing. Martin Derks (BMW Group) und Dr. Lars Fiedler (Senior Manager, Airbus Operations GmbH) zu den Themen „Elektromobilität - Werkstoffe als Lösungsraum für neue Bauweisen und Fahrzeugkonzepte“ und „CFK-Einsatz im Verkehrsflugzeugbau“.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Im zweiten Themenblock nach der Mittagspause beschäftigten sich die Wissenschaftler der Universität der Bundeswehr München, Prof. Dr.-Ing. Helmut Rapp, Prof. Dr.-Ing. Werner Muntzinger und Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Gudladt mit dem Kunststoff CFK im Besonderen. So stellte Prof. Rapp ein Verfahren zur Auslegung und zum Nachweis von CFK-Strukturen vor, Prof. Muntzinger referierte zum Thema „Optimierung von CFK-Strukturen“ und Prof. Gudladt sprach darüber, welche Aspekte beim „Kleben von Leichtbaustrukturen“ beachtet werden müssen. Im letzten Themenkomplex stand dann der „Leichtbau“ im Vordergrund. Prof. Dr.-Ing. Otto Huber von der Hochschule Landshut (Fakultät für Maschinenbau) zeigte die „Entwicklung hybrider Leichtbaustrukturen aus Werkstoffverbünden und Verbundwerkstoffen“ auf, Prof. Dr.-Ing. Horst Baier von der TU München (Lehrstuhl für Leichtbau) ging auf „CFK als Basis für den Funktionsleichtbau“ ein und Prof. Dr.-Ing. Alexander Horoschenkoff (Hochschule München) stellte „Carbonfaser-Sensoren für Multifunktionelle Faserverbundstrukturen“ vor.     

Abschließendes Kolloquium

Die Reihe der Forschungskolloquien anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Universität der Bundeswehr München schließt am 4. Dezember  2013 mit dem Kolloquium „Regieren und Leben im Weltstaat: Chancen und Risiken“ der „Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften“.

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