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Auszeichnung für Erfinder

Prof. Andreas Knopp, Dipl.-Ing. Robert Schwarz und Prof. Berthold Lankl erhalten aus den Händen der Präsidentin Prof. Merith Niehuss die Anerkennungsurkunden von Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen für ein im November 2013 erteiltes und durch die Bundeswehr in Anspruch genommenes Patent.
Auszeichnung für Erfinder

Prof. Berthold Lankl, Prof. Andreas Knopp, Präsidentin Prof. Merith Niehuss und Dipl.-Ing. Robert Schwarz (v.l.n.r.)

Die zugrunde liegende Erfindung mit dem Titel „Verfahren und Einrichtung zur MIMO-Datenübertragung mit einer Höhenplattform“ umfasst ein Verfahren zur Erhöhung der Abhörsicherheit von Satellitenverbindungen mit hohen Datenraten, bei dem auf den Einsatz von herkömmlichen Verschlüsselungsmethoden verzichtet werden kann. Der Erfindung liegen langjährige Forschungen im Bereich der Sicherheit in der Informationsübertragung zugrunde, einem der fakultätsübergreifenden Forschungsschwerpunkte an der Universität der Bundeswehr München. Das Patent basiert auf der Idee, Abhörsicherheit in einer Qualität zu erreichen, in der die Kapazität des Funkkanals zwischen Satellit und der eigenen Empfängerbodenstation stets höher ist als die Kapazität des Funkkanals eines potenziellen Abhörers. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dies, dass der Abhörer die Datenrate des Senders nicht verarbeiten und somit die Information in den Daten nicht rekonstruieren kann.

Erfolgreicher Einsatz in Funksystemen

Die Erfindung nutzt dabei die Vorteile und Möglichkeiten der Mehrantennentechnologie (Multiple-Input Multiple-Output, abgekürzt: MIMO), d.h. es werden mehrere Antennen am Sender und am Empfänger eingesetzt. Mit MIMO Systemen kann die Kanalkapazität und damit die maximal erreichbare Datenrate signifikant gesteigert werden, bestenfalls sogar linear mit der Anzahl der verwendeten Antennen. Entscheidend für eine hohe Kanalkapazität eines MIMO Satellitensystems ist eine bestimmte geometrische Anordnung der Antennen am Sender und Empfänger. Die MIMO Technologie wird bereits erfolgreich in terrestrischen Funksystemen eingesetzt und ist beispielsweise essenzieller Bestandteil des Mobilfunkstandards der vierten Generation „Long Term Evolution“ (LTE). Die Idee der Erfindung besteht darin, durch geschickte Anordnung der Antennen der eigenen Bodenstation eine maximale Kanalkapazität zu erreichen und gleichzeitig einem potenziellen Abhörer eine ebenfalls optimale Antennenanordnung zu verwehren oder zumindest zu erschweren. Auf den Einsatz eines Verschlüsselungsverfahrens kann dabei verzichtet werden.

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