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40-Jahr-Kolloquienreihe im Herbst

Die Fakultät für Informatik setzt Mitte September die Forschungskolloquienreihe im Jubiläumsjahr fort. Über den ganzen Herbst werden zahlreiche Veranstaltungen der Fakultäten stattfinden. Die IT-Spezialisten beschäftigen sich mit der „Beherrschbarkeit komplexer Systeme“.
40-Jahr-Kolloquienreihe im Herbst

Die Fakultät für Informatik startete die Herbstkolloquienreihe im Rahmen der 40-Jahr-Feierlichkeiten

Eröffnet wurde das Forschungskolloquium von der Präsidentin der Universität der Bundeswehr München, Prof. Merith Niehuss. Sie stellte die Fakultät für Informatik als eine Fakultät mit „Schnittstellenfunktion“ innerhalb der Universität heraus, die in Forschung und Lehre ein sehr breites Feld abdeckt. Dies wurde auch an der Auswahl der Themen und Referenten für das Kolloquium deutlich. Informationstechnische Systeme stecken in Anwendungen aus unterschiedlichsten Bereichen – vom Smartphone bis zum Auto – und werden zunehmend komplexer. „Im Kolloquium behandeln wir Beispiele komplexer Systeme und diskutieren die Möglichkeiten der IT, um sie beherrschbar zu machen“, so Prof. Michael Koch, Professor für Programmierung kooperativer Systeme und Organisator der Tagung.

Experten aus Theorie und Praxis

Die Fakultät setzte beim Kolloquium nicht nur auf Experten aus der Wissenschaft, sondern hatte ganz bewusst auch Referenten aus der Praxis geladen. Hans Ehm, Leiter der Abteilung „Supply Chain Innovation“ bei Infineon Technologies stellte beispielsweise vor, mit welchen Ansätzen der Halbleiterhersteller versucht, seine Lieferketten zu optimieren und mit intelligenten Systemen Marktschwankungen u.a. auszugleichen. Ziel ist es, dort Komplexität zu reduzieren, wo sie keinen Nutzen bringt und dort zu beherrschen, wo sie notwendig ist und zu Verbesserungen führen kann. Dies sei gerade beim globalisierten Halbleitermarkt, der unter einem hohem Preis- und Zeitdruck steht,  eine große Zukunftsaufgabe, so Ehm. Mehrere Doktoranden bearbeiten bei Infineon verschiedene Themen zum „Supply Chain Management“ als komplexem adaptivem System. Auch Dr. Jörg Wirtz, Eurocopter, Dr. Manfred Langen, Siemens und Markus Bentele, CIO Rheinmetall und Absolvent der Universität der Bundeswehr München, stellten Problemstellungen aus ihren Unternehmen und aktuelle Lösungsansätze vor. Als Experten aus der Wissenschaft hatte die Fakultät für Informatik Prof. Paul Kühn von der Universität Stuttgart geladen, der über „Modellierung von Managementverfahren zur energieeffizienten Ressourcenverwaltung in ICT-Systemen und im Smart Grid“ referierte. Die letzte Session bestritt schließlich Prof. Stefan Lämmer von der TU Dresden, der als Experte für Verkehrsökonometrie und -statistik, über „Selbstheilung in Straßennetzwerken“ sprach. Das Kolloquium schloss also mit dem anschaulichen, jedem bekannten Beispiel des Straßenverkehrs als einem hoch komplexen System – und der Vorstellung eines wissenschaftlichen Ansatzes, wie damit umzugehen ist.

Nächstes Kolloquium am 16. Oktober

Die Reihe der Forschungskolloquien anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Universität der Bundeswehr München wird am 16. Oktober fortgeführt. Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik lädt dann zum Kolloquium „Elektrotechnik: Engagement für die Zukunft“ ein. Neben Vorträgen können sich die Teilnehmer auch an Posterständen und in Laborführungen über zukunftsweisende Innovationen auf dem Gebiet der Elektrotechnik informieren. Am 18. Oktober folgt das Kolloquium „Nachhaltigkeit und Innovation“ der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften.

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