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„Dem Haus eine Seele geben“

Am 5. Oktober 2017 wurde die neue Universitätsbibliothek feierlich eröffnet. Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe weihten sie die Präsidentin der Universität und die Bibliotheksleiterin Dr. Maria Mann-Kallenborn im neugeschaffenen Foyer des Gebäudes 35 ein.
„Dem Haus eine Seele geben“

Präsidentin Prof. Merith Niehuss, Dr. Maria Mann-Kallenborn und Bereichsleiter Rupert Steigenberger (v.l.n.r.) bei der symbolischen Schlüsselübergabe

In ihrer Ansprache ging die Präsidentin der Universität, Prof. Merith Niehuss, auf den besonderen Status der Einrichtung ein. Eine Bibliothek sei das Zentrum einer Universität, so Niehuss, denn ohne eine solche, wäre eine Hochschule nicht denkbar. „Die Räume einer Bibliothek sind Räume zum Lernen; das heißt, sie charakterisieren auch das, was man in einer Universität macht“, erklärte die Präsidentin. „Lehren, Forschen, das Lernen der Studierenden, auch das Weiterlernen unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – all das findet hier statt.“ In diesem Zusammenhang freue es sie ganz besonders, dass neben den neuen „weitaus schöneren“ Räumen, auch Räume der Kommunikation entstanden seien – etwa für Ausstellungen und Empfänge.

Auch der Bereichsleiter des Staatlichen Bauamtes, Rupert Steigenberger, der extra für die Veranstaltung einen symbolischen Schlüssel vorbereitet hatte, betonte in seiner Rede die Bedeutung von Bibliotheken: „Einem Haus eine Bibliothek hinzuzufügen heißt, dem Haus eine Seele zu geben.“ Das Gebäude, in dem sich die neue Gesamtbibliothek befindet, wurde Ende der 1970er Jahre erbaut, so Steigenberger,  – eine Generalsanierung und Modernisierung dieses Gebäudeteils im sogenannten „Hirschkäfer“ war daher dringend notwendig.

Wissenschaftlicher Austausch mit Alpenblick

„Unser Ziel war es, am Campus eine, nach heutigem Stand der Möglichkeiten, optimale Arbeitsumgebung bereitzustellen,“ erklärte die Leiterin der Universitätsbibliothek. Neben Beratungsmöglichkeiten  böte die neue Bibliothek auch Rückzugs- und Gruppenräume. Auf ein Novum sei man besonders stolz, so Mann-Kallenborn. Als erste bayrische Universitätsbibliothek könne sie ihren gesamten Freihandbestand durch elektromagnetische Wellen – mithilfe von RFID-Etiketten – identifizieren. So könnten die Nutzerinnen und Nutzer die Ausleihe und Rückgabe des Freihand- und Magazinbestandes auch selbstständig neben der zentralen Servicetheke an den dafür vorgesehenen Selbstverbuchungsterminals tätigen. Nach einigen Jahren  strategischer Planung und Bauzeit sei die neue Bibliothek – mit Alpenblick – nun fertig, so Mann-Kallenborn in ihren abschließenden Worten: „Möge sie eine Stätte der Begegnung und des wissenschaftlichen und kulturellen Austausches sein.“

Bereits seit dem 18. September herrscht im Gebäude 35/200 wieder regulärer Bibliotheksbetrieb. Die Bestände der alten Teilbibliotheken sind nun in einer Gesamtbibliothek vereint, auf drei Ebenen nach Sachgruppen einsortiert  und für jeden, der sich ausweisen kann, erhältlich. Neben den 300 Lern- und Arbeitsplätzen mit Strom, LAN und WLAN stehen Interessierten acht Gruppenarbeitsräume zur Verfügung, die an der Servicetheke reserviert werden können. Laut Mann-Kallenborn sind diese bereits jetzt schon sehr begehrt.

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