Olaf KUSKE

Dipl. Päd (univ.) Olaf Kuske
externer Dozent, Zentralinstitut studium plus

Nach dem Abitur im Jahre 1982 trat ich am 01.07.1982 in die Bundeswehr ein. Meine Leistungskurse waren seinerzeit Geschichte und Biologie. Nach meiner Ausbildung zum Offizier absolvierte ich von 1983 bis 1987 das Studium der Pädagogik und schloss es als Dipl.Päd. (univ.) ab.

Im Rahmen meiner darauf folgenden militärischen Verwendungen sind insbesondere die Verwendungen als Disziplinarvorgesetzter hervorzuheben. So führte ich von 1990 bis 1993 eine Panzergrenadierkompanie, von 1999 bis 2002 eine Inspektion an der damaligen Heeresunteroffizierschule II, von 2002 bis 2005 eine Stabs- und Versorgungskompanie und von 2008 bis zum Ende meiner aktiven Dienstzeit als Berufssoldat 2015 einen Studentenfachbereich an der Universität der Bundeswehr München. Eine der Hauptaufgaben als Disziplinarvorgesetzter war neben der reinen Führung und allgemeinen Ausbildung der Soldaten meiner Verantwortungsbereiche insbesondere die Politische Bildung. Im Rahmen zahlreicher Seminare und Unterrichte zu politischen und historischen Themenfeldern konnte ich dabei über beinahe meine gesamte Dienstzeit hinweg Erfahrungen darin sammeln, anderen Menschen politische, soziale und historische Zusammenhänge näher zu bringen und ihnen dabei zu helfen, ihre eigenen Positionen auf sachlich begründeter Basis zu bestimmen.

Darüber hinaus durfte ich in den Jahren 1995 bis 2002 an der damaligen Heeresunteroffizierschule II jungen Führernachwuchs ausbilden. Als Lehroffizier aber auch als Inspektionschef waren die Themenbereiche, die ich neben dem Thema Wehrrecht ausgebildet habe, die Methodik der Ausbildung nach den Grundsätzen der Erwachsenenbildung, Führungslehre und die Anwendung lernpsychologischer Grundlagen.

Neben der Führung und Ausbildung der mir unterstellten Soldaten habe ich nach meinem Studium weitere Qualifikationen erworben. 1994 besuchte ich den Stabsoffiziergrundlehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Im Rahmen einer Seminararbeit habe ich seinerzeit die Risiken und Chancen der Entwicklung von Zivilgesellschaften in den Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion untersucht. Im Jahre 2005 wurde ich zum Pressestabsoffizier ausgebildet. Im Rahmen dieser Ausbildung absolvierte ich Praktika in einer Zeitungsredaktion sowie beim bayerischen Rundfunk in Würzburg in Hörfunk und Fernsehen. Bis 2008 hatte ich dann Gelegenheit, das Gelernte als Ausbilder für den Umgang mit Medien und als Pressestabsoffizier der Infanterieschule in Hammelburg praktisch anzuwenden. Schließlich und endlich konnte ich dann im Jahre 2010 meine Kenntnisse und Fertigkeiten in der englischen Sprache im Rahmen eines dreimonatigen Sprachlehrgangs noch einmal wesentlich verbessern. Ich erwarb das NATO-Sprachleistungsprofil 3343. Damit bin ich in der Lage, nicht nur Primärquellen in Englisch flüssig zu lesen und vollständig zu verstehen, sondern auch, mich an niveauvollen Diskussionen zu aktuellen politischen und historischen Themen rege zu beteiligen.

Während meiner gesamten Dienstzeit als Berufssoldat habe ich immer wieder jede Gelegenheit sowohl dienstlich als auch in meiner Freizeit genutzt, um meine im Rahmen der gymnasialen Oberstufe erworbenen Kenntnisse in Geschichte weiter auszubauen und zu verfeinern. Schwerpunkt meines Interesses ist hierbei, nicht zuletzt auch aus professionellem Gründen, die Militärgeschichte aller Epochen seit der Antike. Dabei vor allem die Ursachen, Hintergründe, Verläufe und insbesondere die Folgen der beiden Weltkriege. Ich bin allerdings nicht auf die reine Militärgeschichte festgelegt sondern interessiere mich für alle Aspekte menschlichen Handelns in der historischen Betrachtung. So wäre zum Beispiel die Entwicklung Europas in der Völkerwanderungszeit und im Mittelalter nicht zu verstehen, ohne profunde Kenntnisse in christlicher aber auch heidnischer Religions- und Kulturgeschichte. Zurzeit konzentriere ich mich auf die deutsche und europäische Geschichte im 19. Jahrhundert im Hinblick auf die deutschen Einigungskriege 1864, 1866 und 1870/71. Eine Epoche, die in meiner eigenen Betrachtung in der Vergangenheit (zu Unrecht) immer etwas zu kurz gekommen ist.

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