Leitartikel

Studieren im Studentenfachbereich D

Das Studium an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr in München oder Hamburg ist seit dem Jahr 1973 ein wesentlicher Bestandteil der Offizierausbildung. Das Studium bringt dem Offiziernachwuchs das Fachwissen und die Anwendung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden näher und ergänzt somit die militärische Ausbildung, damit die vielfältigen Aufgaben als militärischer Führer, Erzieher und Ausbilder  besser bewältigt werden können. Für einige Verwendungen ist das Studium außerdem als fachliche Voraussetzung zu sehen.

Das Studium an den Universitäten der Bundeswehr ist - einschließlich der zu erreichenden Abschlüsse - den entsprechenden Studiengängen an öffentlichen Universitäten gleichwertig. In den angebotenen Studiengängen werden zunächst im Bachelor-Studium mit einer regulären Studienzeit von drei Jahren (neun Trimestern) die Grundlagen der jeweiligen Fachrichtung, aber auch schon Anwendungs- bzw. Berufsfeldbezogene Kenntnisse vermittelt. Bei erfolgreicher Qualifizierung im dritten Studienjahr erfolgt dann im Master-Studiengang die Vertiefung der wissenschaftlichen bzw. fachspezifischen Fähigkeiten und Kompetenzen.

Das Besondere am universitären Studiengang Wirtschafts- und Organisationswissenschaften ist die hohe Bandbreite an Vertiefungen und Fachdisziplinen sowie die zahlreichen Möglichkeiten der Anwendung in Projekten und deren praktische Umsetzung. Somit können Studierende dieser Fachrichtung ihren individuellen Schwerpunkt aus einer Vielzahl an Möglichkeiten auswählen und in gemeinsamen, übergreifenden Projekten zur Anwendung bringen. Dabei ist die Fakultät für Wirtschafts- und Organisationswissenschaften bestrebt Wissen auch in Projekten zur Anwendung zu bringen. Erwähnt seien hierbei auch die Projekte in Zusammenarbeit mit Dienststellen der Bundeswehr etwa im Bereich der, des Controlling und der Personalplanung. Somit fließen aktuelle Forschungsergebnisse und moderne Methoden aus der Wirtschaft in die Organisation und Führung der Bundeswehr ein.

Der Hochschul-Studiengang Management und Medien zielt auf eine interdisziplinäre wissenschaftliche und anwendungsorientierte Ausbildung ab und verknüpft Managementkompetenz und medienbezogene Handlungskompetenz miteinander. Besondere Merkmale des Studiums sind unter anderem der hohe Praxisbezug, die Arbeit in Kleingruppen und der Gebrauch professioneller Medientechnik. Die Ausstattung des Medienzentrums, der eigene Newsroom und der so genannte x-media-campus, die crossmedialen Plattform für Studierenden, bilden die hervorragende Grundlage zur Anwendung in der Praxis.

Das Studium umfasst  eben der akademischen Ausbildung für die studierenden Offiziere bzw. Offizieranwärter und Offizieranwärterinnen auch die militärischen Aus- und Weiterbildungen am so genannten „militärischen Mittwoch-Nachmittag“ sowie die Sprachenausbildung. Ziel ist es, insbesondere die Identifikation mit dem Offizierberuf auch während der langen Studienzeit zu erhalten. Die militärische Aus- und Weiterbildung umfasst aktuelle Informationen im Bereich der politischen und gesellschaftspolitischen Bildung sowie Themen von allgemeinem militärischem Interesse. Darüber hinaus ist jährlich der Nachweis über die körperliche Leistungsfähigkeit und der Beherrschung militärischer Grundfertigkeiten zu erbringen. Im Studiengang Wirtschafts- und Organisationswissenschaften findet die Sprachenausbildung grundsätzlich im vierten bis sechsten Trimester statt. Im Studiengang Wirtschaft und Journalismus findet in den ersten drei Trimestern eine Ausbildung in Wirtschaftsenglisch als Bestandteil des Studiums statt. Im vierten bis sechsten Trimester schließt sich dann die grundsätzliche Sprachenausbildung als militärisches Pflichtprogramm an.