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Offizierweiterbildung des StudBer

Gute Führung gestalten

Unter diesem Motto fanden sich Teile des Offizierskorps der Universität, darunter der Leiter des Studierendenbereichs, Herr Oberst Detlev Adelmann, am 11. und 12. April im Uni-Casino zusammen. Geleitet wurde das Seminar von einem Lehrstabsoffizier der Abteilung für Politische Bildung des Zentrums für Innere Führung der Bundeswehr sowie einer zweiten, zivilen Moderatorin.

 

Aktiv. Attraktiv. Anders.

Ziel der zweitägigen Veranstaltung war es, den Vorgesetzten den Stellenwert guter Führung für die Attraktivität der Bundeswehr als Arbeitgeber zu vermitteln. Im Vordergrund stand dabei die Bedeutung von mitarbeiterorientiertem und lebensphasenbegleitendem Führungsverhalten. Dieses ist für die Gruppenleiter, Studierendenfachbereichsleiter und den Leiter des Studierendenbereichs besonders wichtig, denn sie sind es, die das künftige Führungspersonal der Bundeswehr während des Studiums nachhalten prägen.

 

Lernen durch Versuch und Irrtum

Damit die Führungskräfte mit Methoden und Strategien vertraut gemacht werden konnten, basierte das Seminar sowohl auf Informations- als auch auf interaktive Elemente. Das hat den Vorteil, dass die Teilnehmer sich ausprobieren und Fehler ohne Auswirkungen begehen können. Nach jeder Phase des interaktiven Rollenspiels wurde reflektiert und diskutiert. Somit konnten die Teilnehmer des Seminars in ungezwungener Atmosphäre in Erfahrung bringen, welche Entscheidung welches Verhalten bei Untergebenen auslöst und warum. Diese Erlebnisse wurden anschließend mit den täglichen An- und Herausforderungen des Dienstes verglichen und auf diesen übertragen. Verschiedene Lösungsansätze für unterschiedlichste Situationen entstanden und führten zu lehrreichen Diskussionen unter der Gesprächsleitung der Moderatoren.

 

Kurze Reise lange Wirkung

Nach der Praxis folgte die Theorie. Dabei wurde immer der Bezug zu den Erfahrungen und den Problemen des Dienstalltags hergestellt. Wie der militärische Vorgesetzte die Motivation erhalten, Vertrauen aufbauen, Konflikte verstehen und lösen und dabei auch die eigene Leistungsfähigkeit bewahren kann, sind ausgewählte Prinzipien guter Führung. Nachdem diese wichtigen Aspekte erarbeitet wurden, galt es nachfolgend, eine persönliche To-do-Liste unter Berücksichtigung der drei Kategorien Nachdenken, Kümmern sowie Handeln zu erstellen. Jeder Kategorie wurde zusätzlich jeweils eine Dimension, eine Zielstellung und ein Zeithorizont zugeteilt. Damit wurde der Transfer vom Seminar zum Dienst geschaffen und den Vorgesetzten das nötige Werkzeug zur Verbesserung ihrer Führungsqualitäten mit an die Hand gegeben.

 

Prinzipien guter Führung

Der interaktive, technikunterstützte Aufbau des Seminars hat eine weitere, äußerst positive Wirkung für alle Teilnehmer des Seminars. Sie haben neben den eigenen Notizen jederzeit online den Zugriff auf die Seminarnachbearbeitung. Um die persönliche Nachbereitung abzurunden, erhielten alle Führungskräfte eine ausgewählte, nach Themenbereichen unterteilte Literaturliste, um eine langanhaltende, positive Wirkung der Veranstaltung sicherzustellen. Inwieweit die zwei Tage die Führungskultur langfristig an der Universität beeinflussen, hängt nun von den Vorgesetzten ab. Das nötige Wissen, die erforderlichen Methoden und den Anstoß zur Veränderung haben sie erhalten. Denn: „Wer führt, braucht mehr als Wissen und Methoden. Er braucht sich selbst. Zwei Tage Zeit für Reflexion und Veränderung – wenn Sie wollen.“ Weitere Weiterbildungsangebote werden, wie auch bisher angeboten, folgen.

Autor: Johannes Kaufhold, M.Sc., Oberleutnant

Studierendenbereich der Universität der Bundeswehr in München

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