Mechanische Schubvektorsteuerung ist seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ein etabliertes Mittel zur Steuerung hochleistungsfähiger Flugkörper. Die fluidische Schubvektorsteuerung erweitert diesen Ansatz durch geringeres Systemgewicht, reduzierten Wartungsaufwand und gesteigerte Agilität. Im Projekt wird die Technologie ganzheitlich betrachtet: von der numerischen Vorauslegung über experimentelle Untersuchungen und Validierung bis hin zu Flugversuchen und Missionsanalysen. Unterschiedliche Konzepte der fluidischen Schubvektorsteuerung werden hinsichtlich ihrer Integrierbarkeit und Wirksamkeit am realen Flugkörper bewertet. Das Institut für Strahlantriebe leistet hierzu mit präzisen CFD-Simulationen, hochzeitaufgelösten Experimenten und Missionssimulationen einen wesentlichen Beitrag und stärkt damit seine Bewertungsfähigkeit auf dem Gebiet der Düsenintegration und Schubstrahlschwenkung.