Staat und Verwaltung

Modul "Staat und Verwaltung"

Bachelor-Studiengang, 4. bis 5. Trimester (Pflichtmodul StuG bzw. PuG/Wahlpflichtmodul IRuP)


 

Qualifikationsziele:

Die Studierenden können Sachverhalte mit verwaltungsrechtlichem Hintergrund beurteilen und sich daraus ergebende rechtliche Fragestellungen lösen. Sie verfügen über das nötige Abstraktionsvermögen, um auch mit unbekannten Problemen des Verwaltungsrechts sinnvoll umzugehen. Darüber hinaus entwickeln sie ihr Judiz und eine hohe Kompetenz zur juristischen Beurteilung von Verwaltungshandeln. Sie vertiefen die juristischen Gutachten- und Subsumtionstechniken.

Die Studierenden verfügen über materielles und prozessuales Wissen sowie die erforderlichen soft-skills zur erfolgreichen Bewältigung administrativer Fragestellungen in den Materien des Besonderen Verwaltungsrechts. Sensibilität für die Eigenart und die Professionalität der Administrative zeichnet die Studierenden aus. Sie erlernen die Fähigkeit, mit dem Grundwissen des Allgemeinen Verwaltungsrechts und des Staatsrechts, Normen aus den Gebieten des Besonderen Verwaltungsrechts auszulegen und anzuwenden. Damit sollen das Interesse für und die Einsicht der Studierenden in die Weite und die Komplexität des Verwaltungsrechts geweckt werden.


Inhalte:

In dem Modul werden die verfassungsrechtlichen Grundlagen der Verwaltung, die die Studierenden aus dem Basismodul „Einführung in die Rechtswissenschaft“ kennen, vertieft. Die Studierenden lernen die Organisations- und Handlungsformen der Adminsitrative und die Rechtsschutzformen gegen die Verwaltung kennen. Dabei sind neben dem Verwaltungsakt als wichtigstem Handlungsinstrument der alltäglichen Verwaltung vor allem die dogmatischen Rechtsfiguren des Allgemeinen Verwaltungsrechts wie der unbestimmte Rechtsbegriff, das Ermessen und der Gesetzesvorbehalt Thema der Veranstaltung.

Das Modul führt in der auf dem Allgemeinen Verwaltungsrecht aufbauenden Veranstaltung zum Besonderen Verwaltungsrecht vor allem in die wichtigsten Tätigkeitsbereiche der Verwaltung auf dem Gebiet der inneren Sicherheit ein, hier vor allem in das Polizei- und Ordnungsrecht, das Polizeikostenrecht, das Verwaltungsvollstreckungsrecht und das Versammlungsrecht. Es sensibilisiert die Studierenden für das spannungsreiche Handeln der Polizei- und Ordnungsbehörden, deren Rechtsgrundlagen Entscheidungsverhalten unter den Bedingungen der Unsicherheit ermöglichen und gleichzeitig einen „mittleren Weg“ zwischen effizienter Gefahrenabwehr und rechtsstaatlichen Bindungen der Adminsitrative finden müssen, um so zur umfassenden Legitimation von Staatsgewalt in einem Kernbereich der Staatsaufgaben beitragen zu können.

 

Modulbestandteile:

Lehrveranstaltungstitel Lehrform Typ der LV TWS
Allgemeines Verwaltungs- und Verwaltungsprozessrecht Vorlesung Pflicht 2
Allgemeines Verwaltungs- und Verwaltungsprozessrecht Übung Pflicht 1
Besonderes Verwaltungsrecht Vorlesung Pflicht 2
Besonderes Verwaltungsrecht Übung Pflicht 1

 

Voraussetzungen für die Teilnahme:

Die in "Einführung in die Rechtswissenschaft" vermittelten Kenntnisse und Kompetenzen

 

Verwendbarkeit:

Nutzung zur (verfassungs-)rechtlichen Beurteilung allgemeinen und gefahrenabwehrrechtlichen Entscheidungsverhalten der Verwaltung.

Schnittpunkte zum Modul „Politische Herrschaft und Legitimation“ sind genauso vorhanden wie zu den Ergänzungsmodulen „Risiko und Unsicherheit“ und „Staatliche Zwangsabgaben“ dem aus dem Masterstudiengang.

Das Modul erstreckt sich über das 4. und 5. Trimester.

Das Modul ist in der Vertiefungsrichtung StuG bzw. PuG ein Pflichtmodul.

In der Vertiefungsrichtung IRuP kann es alternativ zu den Wahlpflichtsträngen Volkswirtschaftslehre, Soziologie/Ethik gewählt werden.

 

Leistungsnachweis und Benotung des Moduls:

sP-180

Als Leistungsnachweis ist eine dreistündige Klausur (benotete Falllösung) zu bestehen.

Modulverantwortliche:
Prof. Dr. Kathrin Groh

Materialien:
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